SFB 1266 - TransformationsDimensionen

Die Arbeitsgruppen dieses Clusters konzentrieren sich auf Veränderungsprozesse komplexer Wildbeutergruppen unter der Prämisse, dass sich ähnelnde sozio-strukturelle Ausgangssituationen zu unterschiedlichen Mensch-Umwelt-Interaktionsmustern entwickelten.

Im Verlaufe des Spätpleistozäns und des Frühholozäns können signifikante Veränderungen menschlichen Verhaltens festgestellt werden. Nach archäologischer Definition wird der Übergang vom Paläolithikum zum Mesolithikum durch den Wechsel von spezialisierten, hochmobilen Großwildjägern zu Jäger-Sammler-Gemeinschaften mit komplexem Nahrungsspektrum und an den Küsten halbsesshaften Jäger-Sammler-Gemeinschaften mit zusätzlicher Subsistenz im Fischfang beschrieben. Diese Transformationen spiegeln wiederholte und drastische Modifikationen menschlicher Gewohnheiten und Routinen wider, die unterschiedliche Komponenten des täglichen Lebens und sozialen Gefüges betrafen (z.B. Subsistenzstrategien). Komplexe Wildbeutergesellschaften sind Populationen geringer Größe, die vollständig auf die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen angewiesen sind und möglicherweise durch erhöhte Mobilität und Bewältigungsstrategien flexibel agieren konnten; diese Mobilität kann zwischen den Gruppen erheblich variieren, wie die beiden Fallstudien von Cluster B zeigen. Die bearbeiteten Zeitabschnitte repräsentieren Phasen mit unterschiedlich starken Veränderungen der klimatischen Bedingungen.