SFB 1266 - TransformationsDimensionen

Forschungsaktivitäten 2020-2024


A1: Theorien zu Transformationen in prähistorischen und archaischen Gesellschaften


 

Forschungsaktivitäten 2020 

Die Arbeiten in A1 im Jahr 2020 konzentrierten sich auf den Aufbau des neuen Teams für die zweite Phase des SFB mit den PIs, dem Post-Doc und zwei neuen Doktorand*Innen. Basierend auf den Themen und Interessenschwerpunkten der neuen Arbeitsgruppe wurden die konzeptionelle Ausrichtung von A1 und die in diesem Zusammenhang besonders erfolgversprechenden theoretischen Ansätze verfeinert und weiterentwickelt. Dabei ging es nicht nur darum, das weitere Vorgehen zu skizzieren, sondern auch Kooperationen zwischen A1 und den anderen Clustern des SFB abzustecken. Aufgrund der Covid-19-Situation wurde der Großteil der Arbeit im Jahr 2020 aus dem Homeoffice oder virtuell durchgeführt. 

Die konzeptionelle Arbeit von A1 konzentrierte sich auf die Wechselbeziehung zwischen Wissenschaftstheorie und Archäologie, sowie auf Aspekte ethnoarchäologischer Methodologie und anthropologischer Ansätze. In diesem Zusammenhang konzentriert sich eines der Promotionsprojekte auf die Entwicklung eines integrativen Ansatzes zwischen quantitativen 'kulturübergreifenden' Analysen und qualitativer Forschung, der auf theoretischen Überlegungen zu 'Ähnlichkeit', 'Kategorisierungen' und 'Komplexität' basiert. Neben den internen Diskussionen innerhalb des SFB wurde auch ein Schwerpunkt auf die Teilnahme an internationalen Diskursen gelegt. A1 war auf der virtuellen EAA-Konferenz 2020 in Budapest, Ungarn, in Form von verschiedenen organisierten Sessions, diversen Vorträgen sowie einer Keynote präsent.

Verschiedene Aspekte dieser gemeinsamen Forschungsschwerpunkte sind in verschiedene Publikationen in internationalen Fachzeitschriften eingeflossen, sowie in von Mitgliedern der Arbeitsgruppe herausgegebene Sonderhefte, teilweise auch in Zeitschriften.

Nach lebhaften Diskussionen im Rahmen von Konferenzen, Publikationen und laufenden Kooperationen bereiten die Mitglieder von A1 weitere Veranstaltungen und zukünftige Feldforschungen vor. Zwischen Ende 2021 und Anfang 2022 ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Universität Kiel und der Universität Kobe in Japan geplant, das auf der Arbeit von A1 und F1 aufbaut und sich mit Entvölkerung und Degrowth beschäftigt. Die Verschränkung von archäologischer und anthropologischer Forschung wird in einem internationalen Workshop im November 2021 in Kiel, den "Boas Talks", thematisiert. Ethnoarchäologische Feldforschungen in Nordostindien durch eines der Promotionsprojekte in A1 sind für Ende 2021 geplant.