SFB 1266 - TransformationsDimensionen

Cluster A: „Theorie und Modellierung“

Grafik Cluster A
Die Zusammenarbeit mit weiteren SFB Projeken involviert die Entwicklungs spezifischer "middle range" Theorien zu Transformationsprozessen und bildet gleichzeitig die Verbindung zu Teilprojekt A2.

Cluster A bildet mit zwei Teilprojekten (A1, A2) den gleichnamigen Forschungsbereich von Focus 1. Es beinhaltet die theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriffsverständnis von „Transformation“ sowie die Entwicklung von Konzepten und Anwendungsmodellen zur Interaktion von Mensch und Umwelt.

A1: Theorien zur Transformation prähistorischer und archaischer Gesellschaften

A2: Integratives Modellieren sozio-ökologischer Systemdynamiken

Aus philosophischer und praktischer Perspektive werden theoretische Grundlagen und methodischen Verfahren zur Konzeptualisierung von Anwendungsmodellen entwickelt, die den inhaltlichen Diskurs des SFBs prägen werden.

Aus philosophischer Perspektive werden konzeptuelle Ansätze zu sozialer Transformation und Krisen, zu gesellschaftlicher Praxis und strukturellen Gebilden sowie zu Zeitlichkeit und materieller Struktur verfolgt (A1). Neben der Erfassung unterschiedlicher Skalen von Transformationen konzentriert sich die Modellierung entsprechender Vorgänge auf praktische Anwendungen (A2). Dabei wird das funktionelle Verhältnis von Konzepten und Daten überprüft, Komplexität relativ reduziert und formalisierte Prozeduren, Quantifizierungen und Simulationen bereitgestellt.

Cluster A analysiert unterschiedliche theoretische Ansätze und Methoden, moderiert und bestärkt die interdisziplinäre Diskussion und bringt Konzepte divergenter Forschungstraditionen zusammen. Die damit einhergehende Konfrontation und Ausbalancierung andersartiger Prämissen, Methoden, Definitionen und Interpretationen intensiviert den kohärenten inhaltlichen Diskurs. In diesem Sinne verfolgt Cluster A keine rein philosophische oder methodische Agenda, sondern begegnet durch das Engagement mit den anderen Teilprojekten den zentralen Konzepten des SFBs auf unterschiedlichen perspektivischen Ebenen.

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In der theoretischen Auseinandersetzung mit Transformationen prähistorischer und archaischer Gesellschaften werden Ansätze aus ökologischen, kulturellen und sozialen Theorien aufgegriffen.

Grundlegende methodische Instrumente werden benannt und entsprechende Interpretationsmuster identifiziert. Dabei steht die theoretische Konzeptualisierung komplexer archäologischer und paläoökologischen Faktoren prähistorischer und archaischer Transformationsprozesse im Vordergrund; durch engen Austausch mit anderen Projekten des SFB werden Theorien mittleren Abstraktionsniveaus generiert, die die archäologischen und paläoökologischen Informationen mit sozio-ökonomischen Interpretationsansätzen vereinen.

Aufbauend auf diesen theoretischen Konzeptionen werden integrative Modellierungsgerüste entwickelt, die die zeitlichen und räumlichen Dynamiken von Transformation, Anpassung und Reorganisation im Mensch-Umwelt-Wirkungsfeld analysieren und innere Ablaufmechanismen identifizieren. Neben der wissenschaftlichen Fachkompetenz steht aus unterschiedlichen Fokusregionen eine breite Datenbasis zur Verfügung, die die konzeptionelle und computergestützte Modellierung von Entwicklungs- und Veränderungsprozessen menschlich geprägter Landschaften ermöglicht.