SFB 1266 - TransformationsDimensionen

Aktuelles


22.09.2021

Rent-a-Scientist: Kieler Archäolog*innen machen Schule

Teaser-Bild Rent a Scientist
Abb. 1: Rent-A-Scientist (Graphik: Wissenschafftzukunft Kiel)

Auch in diesem Jahr ist das Programm „Rent- a-Scientist“ wieder Teil der Nacht der Wissenschaft KielRegion in dieser Woche vom 20. bis 24. September. Hier können Schulen sich für einen Tag eine oder eine/n Wissenschaftler*in der Kieler Hochschulen zu sich einladen und Schüler*innen so spannende Einblicke in die neuste Forschung geben. Und, da darf die Archäologie natürlich auch nicht fehlen.

Dr. Jutta Kneisel (Teilprojekt D3 ) bringt an mehreren Tagen neue Erkenntnisse und Fragen der Bronzezeit mit in die Schulen. Hier lernen die Schüler*innen alles über einen bronzezeitliche Grabhügel in Bornhöved  und das Leben vor gut 3.500 Jahren. Es gibt Keramik zum Anfassen und tolle Möglichkeiten selbst in die Rolle eines Archäologen/einer Archäologin zu schlüpfen. 

Und auch Dr. Jan Piet Brozio (Teilprojekt  C1)erklärt den Kindern, was es mit den ca. 5.000 Jahre alten Steingräbern in Schleswig-Holstein auf sich hat, wer diese Monumente errichtete und wie es sich lebte in der nordischen Steinzeit.

Dr. Natalie Pickartz (Teilprojekt G2) erklärt was das Magnetfeld über vergangene Siedlungen verrät. Mit dieser Methode können Spuren von Häusern, Siedlungen und sogar Gebäudetypen erkannt werden ohne eine Ausgrabung durchzuführen. Geophysiker*innen und Archäolog*innen interpretieren gemeinsam die Magnetfelder wodurch sie Kenntnisse auch über die soziale Struktur in einer Siedlung gewinnen können.

Die Schüler*innen erleben Archäologie hautnah und können ihre Fragen direkt an die beide Forschenden loswerden. Und bestimmt hat jede/r selbst einmal Lust die Geheimnisse der Archäologie lüften zu wollen, spannender als Hausaufgaben ist es allemal… 


30.08.2021

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft:

Archäologischer Klimagipfel in KielLogo SACC

Um den weltweiten Forschungsstand zu Sozialarchäologie und Klimawandel zu diskutieren, findet am 6. September an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) der Summit on Social Archaeology of Climate Change (SACC) statt. Das Treffen findet in Verbindung mit der Jahrestagung der European Association of Archaeologists (EAA) statt, die in diesem Jahr vom 6.-11. September als virtuelles Format von der Johanna-Mestorf-Akademie organisiert wird.

Die globalen Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig und stellen schon lange nicht mehr nur ein Problem der fernen Zukunft dar. „Bei der aktuellen Diskussion um die sozio-ökologischen Folgen des Klimawandels wird allerdings die Betrachtung (prä)historischer Klimaereignisse und wie die damalige Bevölkerung mit diesen umgegangen ist oftmals fast komplett außer Acht gelassen“, erläutert der Kieler Archäologe und Initiator des Klimagipfels Professor Johannes Müller. „Dabei können mit Hilfe der archäologischen Forschung wichtige Lehren aus diesen (prä)historischen Ereignissen gezogen werden, um die aktuellen Transformationsprozesse besser verstehen und gesellschaftliche Resilienzen aufbauen zu können“, fügt er hinzu.

Ziel des Gipfeltreffens ist die Vernetzung internationaler Wissenschaftler*innen sowie Vertreter*innen von wichtigen internationalen Organisationen aus den Bereichen Archäologie und Denkmalschutz, um den Beitrag der archäologischen Forschung zum Verständnis der Verknüpfung von sozialem, kulturellem, ökologischem sowie klimatischem Wandel zu diskutieren und zu bewerten. Das Treffen steht im Kontext des Pariser Klimaabkommens von 2015 sowie den nachfolgenden nationalen und internationalen Strategien und Initiativen. „Wir wollen herausstellen, wie die Archäologie durch die Erforschung von vergangenem Anpassungsverhalten in der Lage ist, die sozioökologische Resilienz von Gesellschaften und deren Anpassungsfähigkeit an den aktuellen Klimawandel zu verbessern“, führt Dr. Peter Biehl von der Universität Santa Cruz in Kalifornien aus, der die Initiative gemeinsam mit Müller ins Leben gerufen hat. Darüber hinaus stellt auch der Beitrag zum Verständnis der Auswirkungen des Klimawandels auf archäologische und Kulturerbestätten sowie auf Kulturlandschaften, Museen, Sammlungen und Archive einen wichtigen Aspekt des Treffens dar. Die Ergebnisse des Treffens werden als Deklaration zum Zustand des Kulturerbes und der archäologischen Forschung aufgrund des Klimawandels zusammengefasst und veröffentlicht.

Zur original CAU Pressemitteilung.

Ausgrabung mit Archäologen
Abb. 1: Archäologische Grabungen weltweit, wie hier in Sultana in Rumänien, dokumentieren den Zustand von Gesellschaften und Umwelt über Jahrtausende (Foto: J. Müller).

Archäologische Bohrung auf einem See
Abb. 2: Bohrungen von Seesedimenten, hier im Rahmen einer Ausgrabung in Sultana, Rumänien, eröffnen umweltgeschichtliche Archive (Foto: J. Müller).

Mehrere Bohrkerne nebeneinander
Abb. 3: Der Zustand von Sedimenten informiert über Umweltentwicklungen und menschliche Einflüsse (Foto: W. Dörfler).

Luftaufnahme Wattenmeer mit archäologischer Untersuchung
Abb. 4: Das Wattenmeer, wie auch zahlreiche andere Landschaften der Welt inklusive der dort vorhandenen archäologischen Hinterlassenschaften, sind äußerst anfällig für den Klimawandel (Foto: T. Willershäuser, JGU Mainz).


09.07.2021

Lehrfilm „Schwarzes Gold“

Eimer-Flotation für archäobotanische Untersuchungen archäologischen Trockenboden-Fundplätzen

Film Schwarzes Gold
Abb.: Filmtitelbild: Schwarzes Gold

Ein deutsch-englischer Lehrfilm, der die archäobotanische Probenaufbereitung auf einer Grabung dokumentiert, entstand im SFB1266 als Nebenprodukt zur Erforschung gesellschaftlicher und landwirtschaftlicher Transformationen in der späten Bronzezeit in Kooperation mit dem Exzellenzcluster  ROOTS. Der professionelle Filmdreh wurde von Roman Adler aus Kiel umgesetzt. Der Kurzfilm bietet einen Einstieg in die archäobotanische Probenaufbereitung und gibt hilfreiche praktische Hinweise, die einen sicheren Umgang mit archäobotanischem Material ermöglichen.

 

Der Film begleitet die Probenentnahme auf der SFB1266 Ausgrabung in Dobbin (Mecklenburg-Vorpommern) unter der Leitung von Dr. Jutta Kneisel (D3), und erklärt die Bedeutung archäobotanischer Untersuchungen für die archäologische Forschung. Die Suche nach alten Pflanzenresten, also archäobotanische Analysen, erlaubt den damaligen Speiseplan zu entschlüsseln, aber auch Aussagen über den Ackerbau zu treffen. Die Zusammenarbeit der ausgrabenden Archäologinnen und Archäologen mit Archäobotanikerinnen und Archäobotanikern, hier durch die Teilprojekte D3 und F3 des SFB1266, erweitert das Wissen über eine archäologische Fundstelle, die Lebensbedingungen und ermöglicht zu verstehen wie der damalige Alltag gestaltet war.

 

Der 11-minütige Kurzfilm zeigt die einzelnen Arbeitsschritte, die jede archäobotanische Probe durchlaufen muss - schrittweise und hervorragend erklärt, verständlich für Profis und Laien. Vorteil der Eimer-Flotation, die hier von Prof. Dr. Wiebke Kirleis und ihrem Team vorgestellt wird, ist das Schlämmen der Proben in unmittelbarer Nähe zum Grabungsort – auch in Gewässern mit extrem niedrigem Wasserstand. Ein weiterer Vorteil: statt einem 10l-Eimer voll Sediment, muss nur noch eine Probetüte mit einem Schluck Wasser ins Labor gebracht werden! Am Institut für Ur- und Frühgeschichte werden die Proben im Labor nochmals gewaschen und getrocknet, um dann am Binokular, einem Mikroskop, sortiert und bestimmt zu werden.

 

Mit diesem Lehrfilm steht nun ein digitales Format zur Verfügung, welches zur Vorbereitung von praktischen archäobotanischen Übungen und archäologischen Ausgrabungen an Universitäten genutzt und darüber hinaus auch für die museale Vermittlung und in der Kieler Forschungswerkstatt für Schüler*innen und Lehrer*innen im archäo:labor eingesetzt werden kann.

 

Der Film kann auf dem You Tube Channel der CAU Kiel angesehen und hier in Kürze heruntergeladen werden.

 


 24.06.2021

Außerplanmäßige Professur für Quantitative Archäologie an der CAU

Ernennung stärkt Forschungsbereich am Kieler Institut für Ur- und Frühgeschichte

Oliver Nakoinz
Abb.: Der Kieler Archäologe Oliver Nakoinz wurde zum Professor für Quantitative Archäologie an der CAU ernannt (Foto: Oliver Nakoinz). 

Der Kieler Archäologe Dr. Oliver Nakoinz ist zum außerplanmäßigen Professor für Quantitative Archäologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ernannt worden. Neben seinen Verdiensten um die archäologische Forschung und Lehre war insbesondere seine internationale Reputation im Bereich der räumlich-statistischen Archäologie für die Berufung ausschlaggebend.

Nakoinz ist als Wissenschaftler in der Johanna-Mestorf-Akademie am Kieler Institut für Ur- und Frühgeschichte verantwortlich für zahlreiche Projekte. Unter anderem sind seine wegweisenden Studien zu räumlichen Kommunikationsmustern im keltischen Süddeutschland herauszustellen, die sich mit der Entstehung und Vernetzung befestigter eisenzeitlicher Siedlungen beschäftigen. Darüber hinaus leitet er das Graduiertenkolleg sowie ein Modellierungsprojekt im Kieler Sonderforschungsbereich (SFB) 1266 und, gemeinsam mit der Universität Cambridge, das SFB-Projekt E4 zur Interaktion Norditaliens, Süd- und Norddeutschlands im 1. vorchristlichen Jahrtausend. Die renommierte Buch-Serie des Springer-Verlags „Quantitative Archaeology and Archaeological Modelling“ ist von Nakoinz entwickelt worden.

„Die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor für Quantitative Archäologie stärkt die Entwicklung dieses Forschungsbereiches“, freut sich Nakoinz. Quantitative Archäologie beschäftigt sich mit den Strukturen, die mehr oder weniger versteckt in archäologischen Daten vorhanden sind. Diese Strukturen werden mit mathematischen und statistischen Konzepten sichtbar gemacht und generieren gemeinsam mit archäologischen Theorien neues Wissen über die Vergangenheit.

Ein Bereich der Quantitativen Archäologie ist die Wegeforschung. Dabei wird anhand von Geländedaten berechnet, wie der Weg zwischen zwei Orten theoretisch sein müsste. „Wenn man diese theoretischen Wegeverläufe mit empirischen Hinweisen, wie beispielsweise Grabhügeln, die Wege anzeigen können, vergleicht, kann man überprüfen, wie gut unterschiedliche Modelle an die Realität angepasst sind. Daraus kann man schließen, welche Gesichtspunkte bei der Wegewahl in der Vorgeschichte zum Einsatz kamen“, erläutert Nakoinz. Die Modelle können verständlich machen, was die empirischen Ergebnisse bedeuten. „Damit sind wir in der Lage, ein bisschen besser zu verstehen, warum man in der Vorgeschichte in einer bestimmten Weise gehandelt hat“, erklärt der Archäologe.

Die Quantitative Archäologie kommt an der CAU seit Jahrzehnten zum Einsatz. Mittlerweile hat sich Kiel zu einem führenden Standort auf diesem Gebiet entwickelt, was sich unter anderem in ISAAK, der Initiative for Statistical Analysis in Archaeology Kiel, und dem neu gegründeten Center for Interdisciplinary Data Science, CIDS, widerspiegelt. Auch für die Bewilligung der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten wissenschaftlichen Verbundprojekte, dem Exzellenzcluster ROOTS und dem SFB 1266, war die Beteiligung der Quantitativen Archäologie mitentscheidend.

Zur original CAU Pressemitteilung.


07.06.2021

Mit Kurs auf die Pioniere des Nordens: Doktorandin Stine Detjens an Bord der FS Maria S. Merian 

Frau mit Maske und Helm auf einem Schiff
Stine Hildebrandt an Bord unter Pandemiebedingungen.

Im Januar/ Februar 2021 hat Stine Detjens, Doktorandin aus Teilprojekt B1 Pioniere des Nordens, an der Forschungsreise MSM98/2 HELGLA+TAMPEN an Bord des Forschungsschiffs Maria S. Merian teilgenommen. Auf der Fahrt unter der Leitung von Dr. Jens Schneider von Deimling wurden zwei unabhängige Themen untersucht: Die Bestimmung der räumlichen Ausdehnung und des Alters der Tampen-Rutschung und die detaillierte Abbildung eines glaziotektonischen Komplexes nördlich von Helgoland.

Leser*innen fragen sich an dieser Stelle sicherlich: Was hat das denn mit Archäologie zu tun?

Doch zum Ende der letzten Eiszeit war das Gebiet zwischen dem europäischen Festland und den britischen Inseln trockengefallen und bot den Pionieren des Nordens ein attraktives Siedlungsgebiet. Das Seegebiet um Helgoland ist hierbei besonders interessant, da Funde von Stein-Werkzeugen aus dem berühmten roten Helgoländer Flint die Anwesenheit des Menschen in diesem Gebiet belegen.

Im Zuge ihres PhD Projektes beschäftigt sich Stine Detjens mit der Rekonstruktion von Paläolandschaften Norddeutschlands und des deutschen Nordseesektors im Spätglazial. In Absprache mit der AG Marine Geophysik & Hydroakustik der CAU ist es ihr gestattet in Zukunft die während der Reise aufgezeichneten hydroakustischen Daten für ihre Forschung zu verwenden.

Logo mit Schiff und Karte im Hintergrund
Logo der Forschungsreise


20.05.2021

Über 160 Bewerbungen auf die Forschungskampagnen des SFB 1266! 

Unser Aufruf zur Teilnahme an SFB1266-Forschungsgrabungen stieß national und international auf reges Interesses, vom Schwarzen Meer bis zum Nordkap, von den Anden bis zum Baltischen Meeresbusen. 

Karte Europa und Südamerika mit farbig markierten Ländern und Stecknadeln
Abb.: Über 166 Bewerbungen aus verschiedenen Ländern für die SFB 1266 Grabungen (Grafik: C. Reckweg).

Vielen Dank für Ihre Bewerbungen, die interessierten Rückfragen und für das Verbreiten des Aufrufs in Ihren Verteilern. Alle Projekte werden mit Hygiene-Konzepten durchgeführt. Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmenden stehen bei den Feldkampagnen an erster Stelle. Die Bewerber*innen werden in Kürze von uns über den Status ihrer Bewerbung informiert. 


05.05.2021

Schwedisch-deutsche Wissenschaftkooperation – Preis für SFB-Archäologen 

Johannes Müller

Johannes Müller vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der CAU. Prof. Müller ist Sprecher des Exzellenzclusters ROOTS und des Sonderforschungsbereiches „TransformationsDimensionen“. (Photo: Sara Jagiolla UFG Kiel)

Der schwedische Riksbankens Jubileumsfond (RJ) hat dem Archäologen Professor Johannes Müller, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), das 30. Humboldt-Stipendium für herausragende deutsche Wissenschaftler*innen zuerkannt. Der Preis wird jährlich auf Vorschlag der schwedischen Hochschulen an Forschende vergeben, die die skandinavisch-mitteleuropäische Forschungszusammenarbeit vorangetrieben und exzellente wissenschaftliche Ergebnisse zu Themenfeldern der schwedischen und deutschen Forschung vorgelegt haben. Der RJ ist eine unabhängige schwedische Stiftung mit dem Ziel der Förderung von Geistes- und Sozialwissenschaften.

Vorgeschlagen für den Preis wurde Müller von der Universität Göteborg, mit deren Institut für Geschichtswissenschaften der CAU-Forscher wissenschaftliche Kontakte zur Archäologie des skandinavischen und europäischen Raumes unterhält. Die archäologische Forschung in Göteborg zeichnet sich durch Projekte zu vergangenen Gesellschaften aus, die unter Einbeziehung neuer Methoden Mensch-Umwelt Verhältnisse vergangener Gesellschaften ergründen. Sie hat damit einen ähnlichen Schwerpunkt wie die erfolgreichen archäologischen Kieler Verbundprojekte.

„Archäologie in ihrer ganzheitlichen und langfristigen historischen Perspektive bietet insbesondere als Geistes- und Naturwissenschaft die Möglichkeit, die Herausforderungen der modernen Welt besser zu verstehen“, erläutert Müller den wissenschaftlichen Kontext. „Gerade in Zusammenarbeit mit Göteborg haben wir gezeigt, dass eine moderne historische und archäologische Forschung Fragen zur Nachhaltigkeit von Gesellschaften, zu Konfliktlösungen und zur sozialen Ungleichheit interdisziplinär beantworten muss. Wir wissen, dass das Bewusstsein über die Vergangenheit auch immer eine politische Dimension hat. Statt einem Fokus auf Fremdheit, Gewalt und Desintegration vergegenwärtigen gerade die neuen Ergebnisse der archäologischen Forschung, dass Diversität, Integration und das Bedürfnis nach Friedfertigkeit immer zum Grundbestand des Menschen und menschlicher Gesellschaften gehörte.“

Seit Anfang April ist Johannes Müller nun an der Göteborg Universität, um dort im Rahmen der bestehenden schwedisch-deutschen Kooperationen die gemeinsamen Forschungsarbeiten zu intensivieren und in mehreren Arbeitsgruppen mitzuarbeiten. Das Forschungsstipendium deckt sämtliche Kosten des sechsmonatigen Aufenthalts. 

Zur original Pressemitteilung


03.05.2021

Die Ringvorlesung von Ben Krause-Kyora 

Die Ringvorlesung von Ben Krause-Kyora

Die Ringvorlesung von Ben Krause-Kyora (F4) zum Thema: "Epidemien als Motor der Evolution seit der Steinzeit" ist nun auf dem YouTube Chanel der CAU Kiel verfügbar!
Der spannende Vortrag erklärt das Gegenspiel in der Genomentwicklung von Krankheitserregern und Menschheit, aber auch die Geschichte einiger Krankheitserreger. 

Weitere spannende Vorträge aus der Reihe "Coronavirus-Pandemie und ihre Folgen" findet ihr hier 


07.04.2021

Mach mit bei unseren Feldarbeiten 2021!

Freie Plätze bei Feldarbeiten des SFB1266 2021

In diesem Jahr öffnet der SFB 1266 den Zugang zu Plätzen auf spannenden Feldarbeitskampagnen auf der ganzen Welt für externe Teilnehmer*innen. Neben der Möglichkeit, Studierende unserer weltweiten Partnerinstitutionen direkt in unsere aktive Forschung einzubeziehen, hoffen wir auch einen hilfreichen Beitrag für Studierende zu leisten, die an ihren eigenen Institutionen vielleicht nicht viele Möglichkeiten haben Ausgrabungs- oder Survey-Erfahrungen zu machen.

Wenn du Interesse hast dich uns anzuschließen, findest du im Flyer weitere Details!


30.03.2021

Think big! Erster digitaler Retreat des SFB 1266

Screenshot SFB 1266 Retreat

Mit großem Erfolg fand am 8. und 9. März der erste digitale Retreat des SFB 1266 mit rund 70 Teilnehmenden statt. Unter dem Leitsatz des Retreats “Transformations as a basic element of human history: contributions by the CRC 1266” wurden interdisziplinäre und teilprojektübergreifende Arbeitsgruppen zu Publikationsthemen gebildet. 

Mit dem Auftrag „Think big!“ haben sich die Teilnehmenden innerhalb der zwei Tage, eine Vielzahl an hervorragenden und inspirierenden Publikationsideen erarbeitet, die die breite Relevanz der SFB 1266 Forschung beleuchten: Von der Bevölkerungsdynamik über Umwelt- und Klimaauswirkungen bis hin zu gesellschaftlichen Entscheidungen. 

Ermöglicht wurde das kreative Treiben vor allem durch den von Gathered.Town gehosteten Konferenzort, der uns allen das Gefühl des tatsächlichen Beisammenseins ermöglichte. Mit individuell gestaltbaren Avataren, konnten die Teilnehmenden die verschiedenen Räume erkunden - vom Plenarsaal und den Gruppenräumen über das Forum bis in die virtuelle Lounge. Darüber hinaus war in den Pausen für Entspannung und Spaß bei einer Runde Yoga oder Tetris gesorgt und abends am digitalen Tresen in der virtuellen Lounge, kamen wir zum gemeinsamen Ausklang des Tages zusammen. 

Der Retreat bildet damit das Fundament für eine SFB 1266 Gesamtpublikation in der die Frage: „Wie haben die Menschen der Vergangenheit die Ereignisse und Prozesse, die die soziale und natürliche Welt um sie herum veränderten, erlebt und (nicht?) bewältigt?“ von allen Seiten der interdisziplinären SFB 1266 Forschung beleuchtet werden wird.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die heißen Diskussionen und die produktive Atmosphäre, in der Pausenzeiten gerne vergessen wurden. Große Dank gilt darüber hinaus den beiden Organisatorinnen Franziska Faupel und Nicole Taylor für die hervorragende Planung und Organisation.


09.02.2021

Erster SFB 1266 PhD-Workshop war ein voller Erfolg

Screenshot SFB 1266 PhD-Workshop

Der erste digitale PhD-Einführungsworkshop am 03. Februar 2021 war ein voller Erfolg! Der Fokus des Treffens lag darauf, den neuen Promovierenden die Möglichkeit zu geben ihre Promotionsprojekte vorzustellen und sich erstmals mit den SFB 1266 Mitgliedern intensiv auszutauschen. Dabei wurde ein weites Spektrum an spannenden und zentralen Themen des Sonderforschungsbereichs durch die Promovierenden aufgegriffen: von Fragen zur Urbanität und dem Ernährungswandel, Krankheitserregern und deren Auswirkungen auf den Knochen bis hin zu Euklids Optik. Wir möchten uns bei allen Teilnehmenden für diesen tollen Workshop, die interessierten Fragen, regen Diskussionen und das Durchhaltevermögen an diesem langen Tag bedanken!


04.02.2021

12. International Meeting for Phytolith Research (IMPR) auf der EAA

12. International Meeting for Phytolith Research (IMPR) auf der EAA

Vom 8.-12. September 2021 findet das 12. International Meeting for Phytolith Research (IMPR) der International Phytolith Society in Kiel statt, integriert in die 27. Jahrestagung der European Association for Archaeologists (EAA)
Verantwortlich für die Organisation vor Ort sind die SFB 1266-Mitglieder Marta Dal Corso (D1), Wiebke Kirleis (D1, F2F3F5) und Stefan Dreibrodt (F2, D1). Im Rahmen des IMPR finden sieben Sessions mit dem Fokus auf der Phytolith-Analyse statt:

Session #246 - IMPR – Phytoliths in integrated archaeobotanical and ethnoarchaeological studies

Session #251 - IMPR – Phytolith identification, classification and morphometry

Session #256 - IMPR – Phytoliths biogeochemistry - From phytoliths formation and role in modern plants to new proxies for archaeology and palaeoecology

Session #319 - IMPR – Phytoliths in geoarchaeology and micromorphology

Session #340 - IMPR - Phytoliths as a Proxy for Palaeoenvironmental Reconstruction

Session #342 - IMPR - Microscopy Session: Phytoliths in Soil Thin Sections

Session #326 - Everything You Always Wanted to Know About Phytoliths (But Were Afraid...): Their Contribution to the Modeling of Past Human Behavior

Phytolithen sind mikroskopisch kleine Strukturen aus Kieselsäure die in verschiedenen Pflanzengeweben vorkommen und auch nach dem Vergehen des organischen Materials erhalten bleiben. Aufgrund dessen sind sie besonders interessant für die archäologische und paläoökologische Forschung auf der ganzen Welt und dienen der Beantwortung umweltarchäologischer Fragestellungen. Als Disziplin, die die Grenze zwischen Natur- und Geisteswissenschaften überschreitet, verbindet die Phytolith-Analyse internationale Wissenschaftler*innen und verschiedene Fachrichtungen. Auf der IMPR kommen daher Expertinnen und Experten der Archäobotanik, Ethnobotanik, Geoarchäologie, Biogeochemie, Biologie, Ökologie und Paläoontologie zusammen um methodische Fortschritte und Anwendungen in der Phytolith-Forschung zu diskutieren. 

Die Abstracts sind bis zum 11. Februar über EAA website einzureichen. Updates zum IMPR gibt es hier.

Kontakt: Dr. Marta Dal Corso 12impr@email.uni-kiel.de.


28.01.2021

EAA 2021 - 27th Annual Meeting of the European Association of Archaeologists Widening Horizons, Kiel

Logo EAA Kiel

Sessions mit SFB 1266-Beteiligung:

Session #202 ANCIENT CULTURAL ROUTES: PAST TRANSPORTATION AS A TWO-WAY INTERACTION BETWEEN SOCIETY AND ENVIRONMENT
Francesca Mazzilli, Tomáš Glomb, Francesca Fulminante, Franziska Faupel (Z1)

Session #222 LOST IN TRANSLATION: TRANSFORMED AND FORGOTTEN KNOWLEDGE
Jutta Kneisel (D3), Charlotte Damm, Berit Valentin Eriksen (B1)

Session #228 AGRICULTURAL CHANGE AND SOCIAL INEQUALITY: APPROACHING COMPLEXITY
Tim Kerig (F6), Jutta Lechterbeck, Fynn Wilkes

Session #231 EMBRACING CHANGE: NEW INSIGHTS AND THEORIES ON THE CHANGING “EUROPEAN WORLDS” FROM THE 3RD AND 2ND MILLENNIUM BC
Ana Catarina Basílio, Paula Becerra Fuello, Jan-Eric Schlicht (A1)

Session #246 IMPR – PHYTOLITHS IN INTEGRATED ARCHAEOBOTANICAL AND ETHNOARCHAEOLOGICAL STUDIES
Marta Dal Corso (D1), Welmoed Out

Session #256 IMPR – PHYTOLITHS BIOGEOCHEMISTRY - FROM PHYTOLITHS FORMATION AND ROLE IN MODERN PLANTS TO NEW PROXIES FOR ARCHAEOLOGY AND PALAEOECOLOGY
Stefan Dreibrodt (D1, F2)Marta Dal Corso (D1), Alexandre Chevalier

Session #267 HISTORY OF MEASURING AND CALCULATIONS IN ARCHAEOLOGY
Sébastien Plutniak, Oliver Nakoinz (E4)Tim Kerig (F6), Aleksandr Diachenko

Session #296 TRACING PREHISTORIC HUNTER-GATHERERS IN THEIR ENVIRONMENT: CHALLENGES AND PERSPECTIVES FOR PROSPECTING ELUSIVE LIFEWAYS [PaM; Archaeological Prospection]
Philippe De Smedt, Erica Corradini (G2), Petra Schneidhofer, Jeroen Verhegge

Session #315 CONFLICT ESCALATION AND DE-ESCALATION IN URBANITY
Anna Loy, Victoria Alliata (E4), Paweł Cembrzyński, Camilla Zeviani

Session #337 DECIPHERING TURNING POINTS IN HUMAN-ENVIRONMENTAL INTERACTION
Ingo Feeser (F2)Stefan Dreibrodt (D1, F2), Jakub Niebieszczański, Vincent Robin, Julian Wiethold

Session #340 IMPR - PHYTOLITHS AS A PROXY FOR PALAEOENVIRONMENTAL RECONSTRUCTION
Ákos Peto, Wiebke Kirleis (D1, F2, F3, F5)

Session #359 FOOD CULTURES IN ANCIENT SOCIETIES
Lucy Kubiak-Martens, Wiebke Kirleis (D1, F2, F3, F5)

Session #411 A COMMUNITY OF ANCESTORS: THE URNFIELD PHENOMENON IN NORTHERN EUROPE
Helene Agerskov Rose (G1), Lisbeth Christensen, Niels Møller, Guy De Mulder, Arjan Louwen

Session #421 DEMOGRAPHY IN ARCHAEOLOGY BEYOND BOOM AND BUST? CRITICAL EXAMINATIONS OF PHASES OF UNDER- AND OVERPOPULATION
Martin Hinz, Jan Kolář, Caroline Heitz, Julian Laabs (F6)

Session #428 ADULT AGE-AT-DEATH IN PAST POPULATIONS: WIDENING HORIZONS OF METHODS, APPROACHES AND INTERPRETATIONS
Katharina Fuchs (F4), Nils Müller-Scheessel, Christoph Rinne (D2), Isabelle Séguy

Session #432 PERSPECTIVES ON BRONZE AGE CHANGES
Stefanie Schaefer-Di Maida (D3), Hendrik Raese, Dragana Filipovic (F3), Anne Lene Melheim

Session #445 DIGITAL METHODS AND TYPOLOGY: NEW HORIZONS
Gianpiero Di Maida, Christian Horn, Stefanie Schaefer-Di Maida (D3)

Session #479 From Climate Change to Activism: How Can European Hunter-Gatherer Archaeology Contribute towards Broader Contemporary Debates? [PaM]
Benjamin Elliott, Astrid Nyland, Graeme Warren, Henny Piezonka (A1)

Session #486 Hunter-Fisher Social Ecology in Forested Environments: Approaching Boreal Naturecultures
Tanja Schreiber, Henny Piezonka (A1), Kerkko Nordqvist, Natalya Chairkina, Barry Taylor

Session #492 SCIENTISTS, SUBMITTERS AND SCROUNGERS: ALTERNATIVE VIEWS ON RADIOCARBON DATING IN ARCHAEOLOGY
John Meadows (G1)Helene Agerskov Rose (G1), Rowan McLaughlin

Session #493 ‘HOW THE NEOLITHIC CREATED THE BRONZE AGE’: NEOLITHIC SOCIETIES OF EUROPE ON THE EVE OF METALLURGY
Jan Piet Brozio (C1), Niels Johannsen

Session #504 NEWS FROM THE BRONZE AGE – SCALING DYNAMICS AND NARRATIVES
Laura Burkhardt, Mirco Brunner, Julian Laabs (F6), Ken Massy

Session #543 MATERIAL MINDS: EXPLORING THE INTERACTIONS BETWEEN CULTURAL ARTEFACTS, MATERIAL CUTLURE AND EMBODIED MIND
Felipe Criado-Boado, Johannes Müller (C1, D1, F5, F6)

Session #684 IMAGINATIONS AND IMAGINARIES OF THE PALAEOLITHIC AND MESOLITHIC – DISTORTED VIEWS, EMBELLISHMENT, AND WHAT WE MAKE OF IT [PaM]
Sonja Grimm (B1), Shumon Hussain

Session #688 SOCIETY FACING CHANGES. REGIONS ON THE SOUTHWEST BALTIC BETWEEN 2500 - 1500 BC
Janusz Czebreszuk, Johannes Müller (C1, D1, F5, F6), Marzena Szmyt 


28.01.2021

„Wer weiß denn sowas?“ oder besser „Wer hat‘s erfunden?!“

Lothar Matthäus bei „Wer weiß denn sowas?“

Daran scheiterte Lothar Matthäus und wir haben’s erfunden!

In Folge 626 der bekannten ARD-Quizshow „Wer weiß denn sowas?“, ausgestrahlt am 6. Januar 2021, scheiterte der ehemalige Weltfußballer Lothar Matthäus, gemeinsam mit seinem Quizpartner Bernhard Hoëcker und trotz Unterstützung durch den Telefonjoker Dominik Hoffmann, an folgender Frage:

Durch die in der Psychologie bekannte Tendenz des Gehirns, die eigene Aufmerksamkeit eher nach links als nach rechts zu lenken, …?

A - sitzen die ersten Geigen seit dem 19. Jh. links vom Dirigenten

B - wurden neue Siedlungen in der Steinzeit leicht links gedreht erbaut

C - war in der Romantik die rechte Seite von Gemälden dunkler

Die drei einigten sich auf A als richtige Antwort. Die korrekte Antwort lautet aber selbstverständlich B!

Die Frage greift jüngst publizierte Ergebnisse des Teilprojekts C2 des SFB1266 „Transformationsdimensionen“ auf. Diese zeigen, dass neuerrichtete Häuser in neolithischen Siedlungen der Linearbandkeramik gegenüber der Vorgängergeneration in der Längsrichtung leicht nach links verdreht sind. Wir führen dies auf den als Pseudoneglect bekannten Effekt zurück, dass das linke Gesichtsfeld gegenüber dem rechten bevorzugt wird. Es freut uns, wie schnell unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse in diesem Fall in das Alltagswissen überführt wurden.

Lothar Matthäus und seine Mitspieler*innen hätten übrigens berechtigt Einspruch erheben können. Während die im Video gezeigte Auflösung den Erklärungsansatz richtig widergibt, ist die Frage unklar formuliert: Nicht die Siedlungen werden leicht gedreht erbaut, sondern die Häuser. Auch hätte es „Jungsteinzeit“ statt „Steinzeit“ heißen müssen. Dies fiel dem angesichts der Antwort verblüfften Team aber offensichtlich nicht auf.

Das ganze Quiz zum Nachspielen gibt es hier (leider ohne das Erklärvideo).

Originalpublikation:
Müller-Scheeßel, N., Müller, J., Cheben, I., Mainusch, W., Rassmann, K., Rabbel, W., Corradini, E. und Furholt, M. (2020). A new approach to the temporal significance of house orientations in European Early Neolithic settlements. PLOS ONE 15: e0226082. ·  https://doi.org/10.1371/journal.pone.0226082 

Die Publikation ist online kostenlos verfügbar hier


25.01.2021

SFB 1266 PhDs gehen an den Start…

PhDs getting started

Erster Einführungsworkshop für die Promovierenden des SFB 1266

Am 3. Februar 2021 findet der erste digitale Workshop für die Promovierenden des SFB 1266 statt. Wir freuen uns darauf über kurze Präsentationen mehr über die Promotionsprojekte der 18 Promovierenden zu erfahren und hoffen auf einen regen Austausch und fruchtbare Diskussionen. 

PROGRAMM pdf


04.01.2021

Nachruf auf Stanislav Ţerna († 29.12.2020)

Stanislav Terna

Wir trauern um den Archäologen und um den Freund Stanislav Ţerna, der am 29.12.2020 bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam. Wir verlieren einen Kollegen, Freund und Wissenschaftler, der seit kurzem in Kiel lebte. Er war hier als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Sonderforschungsbereiches 1266 am Institut für Ur- und Frühgeschichte angestellt und forschte zu Aspekten des südosteuropäischen und osteuropäischen Neolithikums und Chalkolithikums, insbesondere der Tripolye-Fundstelle Stolniceni in Moldawien. Wir kannten Stanislav Ţerna bereits seit der Ausgrabungskampagne Maidanetske in der Ukraine im Jahr 2014. Seitdem haben wir immer wieder gern bei unterschiedlichen archäologischen Surveys und Ausgrabungen mit ihm zusammengearbeitet. Wir haben ihn dabei als warmherzigen, fröhlichen und polyglotten Menschen sowie leidenschaftlichen und ideenreichen Wissenschaftler kennen- und schätzen gelernt.

Seine wissenschaftliche Laufbahn begann Stanislav Ţerna an der "High Anthropological School University“ in Chişinău, wo er im Jahr 2007 einen Bachelor-Abschluss an der Fakultät für Anthropologie ablegte und seine von Prof. Igor Manzura betreute Arbeit zu anthropomorphen Darstellungen der Cucuteni-Tripolye-Kultur verteidigte. Im Jahr 2008 erwarb er an der gleichen Universität einen Masterabschluss im Fach Anthropologie mit einer Spezialisierung auf die Geschichte und Kultur Europäischer Zivilisationen. Seine Arbeit befasste sich mit der anthropomorphen Plastik der rumänischen Siedlungen Hăbăşeşti und Trusheşti. Wie seine zahlreichen Artikel und mehrere Buchpublikationen zeigen, war das Thema anthropomorpher Darstellungen des Cucuteni-Tripolye-Komplexes eines der Hauptforschungsfelder von Stanislav Ţerna.

Stanislav Ţerna wurde in Moldawien geboren und trug die Wärme und Fröhlichkeit dieser Region in sich. Jeder der ihn traf, war von seiner Lebendigkeit, seiner Energie, Geselligkeit, seinem Wissen und seinem Enthusiasmus für die Archäologie fasziniert. Seine Herkunft und seine kommunikative und sprachliche Begabung ließen ihn zum Grenzgänger und Vermittler zwischen östlichen und westlichen Wissenschaftswelten werden. Diese internationale grenzüberschreitende Orientierung schlägt sich unter anderem in Praktika und Forschungsstipendien an der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin, dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege, dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern in der Schweiz und in der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ der Universität Kiel nieder. Darüber hinaus war er Redakteur und Mitherausgeber wichtiger wissenschaftlicher Zeitschriften wie "Revista Arheologică" und "Stratum Plus". 

Stanislav Ţerna hat wichtige Beiträge für die Erforschung des Neolithikums und des Cucuteni-Tripolye-Komplexes der Karpaten-Dnepr-Region geleistet: In Kooperation mit Partnern der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, der Universität Regensburg und der Universität Kiel organisierte er diverse Feldforschungen und trug dadurch unter anderem zur Klärung von Linearbandkeramischen und Cucuteni-Tripolye Siedlungsmustern bei. Im Mittelpunkt seiner Forschungen der letzten Jahre stand die große Tripolye-Siedlung Stolniceni, in der unter seiner Leitung umfangreiche moderne Prospektionen und Ausgrabungen durchgeführt wurden. Es ist entscheidend seinem archäologischen Geschick und seinem positiven Charakter zu verdanken, dass diese Forschungen nicht nur sehr erfolgreich waren, sondern er sich auch die Herzen und die Hochachtung des Kollegiums und seiner örtlichen Mitarbeiter*innen erobern konnte.

Vieles begonnene konnte Stanislav Ţerna leider nicht vollenden und vieles konnte er nicht beginnen. Wir bedauern seinen frühen Tod und möchten seiner Frau Andrea, seiner Familie und seinen Freunden unser Beileid aussprechen. Wir vermissen Dich, Stas!


Für das Kieler Kollegium

Johannes Müller, Wiebke Kirleis, Robert Hofmann, Mila Shatilo, Marta Dal Corso

https://www.ufg.uni-kiel.de/de/aktuelles/Aktuelles/nachruf-auf-stanislav-terna

https://newsmaker.md/rus/novosti/moldavskiy-arheolog-pogib-v-dtp-v-germanii/

https://www.archaeolog.ru/media/aspirantura/new/aspirants/asp_avto_Tserna.pdf


09.12.2020

SFB 1266-Mitglied als Expertin bei Planet Wissen (WDR, SWR, ARD-alpha)

Dr. Jutta Kneisel bei Planet Wissen

Die Bronzezeit in Mitteleuropa (etwa 2200 – 800 v.Chr.) ist das zentrale Thema der Episode „Bronzezeit – Die vergessene Epoche“ des Wissenschaftsmagazins Planet Wissen. Sie macht deutlich, dass die Bronzezeit keinesfalls vergessen werden sollte und die 1400 Jahre andauernde Periode zwischen der Steinzeit und der Eisenzeit spannende technischen Innovationen und Sozialstrukturen hervorbrachte. Als Expertin im Studio geladen ist Dr. Jutta Kneisel, Wissenschaftlerin im SFB 1266 (D3). Zusammen mit Prof. Dr. Philipp W. Stockhammer (Ludwig-Maximilians-Universität München) informiert sie die Zuschauenden unter anderem über das Alltagsleben der Menschen, deren Umgang mit Konflikten und die besondere Rolle der Frau in der Bronzezeit.

Online verfügbar in der ARD-Mediathek, der BR-Mediathek und über die Planet Wissen Homepage.


30.11.2020

SFB 1266 Archäobotanikerin auf dem digitalen 8. McDonnell Academy International Symposium

McDonnell-Symposium

Am Samstag, 07. November 2020 fand das 8. McDonnell Academy International Symposium der Washington University in St. Louis “The Origin of Eurasian Foodways and Cuisines: Environmental challenges and culinary solutions to good globalization in prehistory” statt. 

Auf dem digitalen Workshop trafen internationale Wissenschaftler*innen zusammen, um die Ausbreitungen verschiedener Kulturpflanzen im Zeitraum zwischen 5.000 und 1.500 v. Chr. und die damit verbundenen Auswirkungen auf prähistorische Gesellschaften und die Umwelt zu diskutieren. Die Erkenntnisse dienen einem besseren Verständnis der prähistorischen Wurzeln eurasischer Ernährung und Esskultur und können darüber hinaus zu einem tieferen Bewusstsein für die heutigen und zukünftigen Herausforderungen in der Ernährungssicherung beitragen. Auch der SFB 1266 war auf dem Workshop durch Dragana Filipovic (F3) vertreten. Anhand verschiedener Beispiele betrachtete sie den Einfluss der Ausbreitung der Rispenhirse (Panicum miliaceum) in Europa ab der Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. Diese Ausbreitung hatte Auswirkungen die sich in paläoökologischen und archäologischen Materialien in verschiedenen Regionen Europas wiederspiegeln.


20.11.2020

3. Norddeutsche Steinzeitrunde in Kiel… virtuell

SteinzeitrundeGemeinsame Untersuchung von Steinartefakten

Am 27. November von 10-15h findet die 3. Norddeutsche Steinzeitrunde, organisiert durch Mitglieder von Knowledge ROOTS und den B1 und C1 Projekten des SFB 1266, in einem BBB-Raum der CAU Kiel statt.

Die Norddeutsche Steinzeitrunde führt jährlich etwa 20-30 Fachleuten am Freitag vor dem 1. Advent zusammen. Hier treffen sich junge wie erfahrene Wissenschaftler*innen aus Lehre, Forschung, Museen und Ämtern, die sich für steinzeitliche Themen interessieren bzw. an aktuellen Forschungsvorhaben, Theorien, Museumsprojekten und Abschlussarbeiten rund um die Steinzeiten in Norddeutschland (Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin) arbeiten. Insbesondere soll mit diesem informellen Treffen die Möglichkeit zu Diskussion, Austausch und Vernetzung geschaffen werden, weshalb die Vorträge explizit kurz gehalten werden, um ausreichend Zeit für Nachfragen und Gedanken zu bieten.

Nach Rostock (2018) und Wilhelmshaven (2019) sollte 2020 die Steinzeitrunde an der CAU Kiel stattfinden. Aufgrund der derzeitigen Bestimmungen zur Eindämmung der Pandemie musste das Treffen jedoch auf ein Online-Format umgestellt werden. Zurzeit sind 10 Vorträge (siehe Programm) vom Paläolithikum bis in die Bronzezeit und 22 Teilnehmende aus sieben Institutionen angemeldet. Interessierte des Kollegiums sind herzlich eingeladen teilzunehmen und mögen sich für weitere Details bei Sonja B. Grimm (sonja.grimm@zbsa.eu) oder Moiken Hinrichs (mhinrichs@roots.uni-kiel.de) melden.

Programm PDF  hier


29.10.2020

Herzlich willkommen im SFB 1266! Erste Mitgliederversammlung der 2. Phase

Mitgliederversammlung des SFB1266 in LS1

Am Freitag, den 23. Oktober fand die erste Mitgliederversammlung der zweiten Phase des SFB 1266 statt. Mit der Organisation als hybrides Treffen ergiffen wir die Chance, alle neuen Mitglieder der 2. Phase sowohl digital als auch vor Ort willkommen zu heißen. Einen gelungenen Auftakt in die Veranstaltung bot die Eröffnung der neue Präsidentin der CAU Frau Prof. Dr. Simone Fulda, die wir als besonderen Gast vor Ort begrüßen durften.

CAU-Präsidentin Simone Fulda

Darüber hinaus wurden vergangene Erfolge aus der 1. Phase hervorgehoben und der weitere Weg der 2. Phase skizziert. Damit bot die Veranstaltung vor allem für die neuen Mitglieder die Gelegenheit, mehr über den Sonderforschungsbereich und seine zukünftigen Forschungsperspektiven zu erfahren.

Unter Wahrung der Abstands- und Hygienevorschriften genossen die persönlich Anwesenden im Anschluss einen Empfang unter freien Himmel, um die Fortführung des SFB 1266 und den Beginn der 2. Phase zu feiern.

Open-air reception

Mehr Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier.


09.10.2020

Rent-a-(SFB 1266)Scientist, Nacht der Wissenschaft, 27.11.2020

Rent-a-Scientist

Wir freuen uns, dass der SFB 1266 bei „Rent a Scientist: Wissenschaft macht Schule“ im Rahmen von Nacht der Wissenschaft (27.11.2020, KielRegion und Kiel Sailing City) vertreten ist. Bis zum 23.10.2020 können Schulen Wissenschaftler*innen für eine Unterrichtsstunde buchen.

Der SFB 1266 wird vertreten durch:


Wir wünschen allen Teilnehmenden eine schöne Nacht der Wissenschaft.


21.08.2020

SFB 1266 auf der 26. EAA VIRTUAL, 24-30 August 2020

Europäischer Archäologie-Kongress 2020

Unter dem Motto #Networking wird das erste virtuelle EAA Annual Meeting nächste Woche, vom 24-30. August, stattfinden. Der COVID-19-Pandemie zum Trotz werden Archäologinnen und Archäologen aus Europa und aller Welt im virtuellen Raum zusammenkommen um den wissenschaftlichen Austausch und ihre Netzwerke in schwierigen Zeiten nicht zum Erliegen kommen zu lassen.

Ungeachtet eines geschrumpften wissenschaftlichen Programms wird der SFB 1266 durch eine Vielzahl seiner Mitglieder auf der 26. EAA vertreten sein, die ihre, im Rahmen des SFB 1266, gemachten Forschungen und Forschungsergebnisse präsentieren. Wer noch nicht weiß welche Vorträge oder Session er oder sie während der diesjährigen EAA besuchen möchte, kann auf dem “CRC 1266 at the EAA 2020 schedule” die nötigen Information dazu finden, wann und wo Vorträge von SFB 1266 Mitgliedern und Sessions, die von SFB 1266 Mitgliedern mitorganisiert wurden, stattfinden werden. 

Besonders freuen wir uns über die keynote lecture von Maria Wunderlich, PI der Teilprojekte A1 und C2, am Sonntag, den 30. August 2020 mit dem Titel “An orchestra of meanings – Is it possible to understand the multilayered character of past human social organization?”.

Wir wünschen allen Vortragenden, Teilnehmenden und Organisierenden eine erfolgreiche EAA 2020! 

Für weiter Informationen zum Ablauf der Tagung oder eine Registrierung zu Teilnahme am EAA 2020 Virtual Annual Meeting besuchen Sie bitte die Veranstaltungswebsite.


28.07.2020

Deutscher Archäologie-Kongress (DAK) 21.-24.09.2020 goes digital!

Deutscher Digitaler Archäologie-Kongress 2020

Als erster digitaler Archäologie Kongress Deutschlands findet der diesjährige Deutscher Archäologie-Kongress(DAK) vom 21-24.09.2020 statt. Unter dem Motto „Horizonte“ laden das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein in Schleswig, das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, das Museum für Archäologie Schloss Gottorf in Schleswig und das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie Archäologinnen und Archäologen aus Deutschland, Europa und der Welt ein, um genau diese zu erweitern und neue zu schaffen.

Im Rahmen des DAK2020 findet am Montag, den 21.09., die Session »Der SFB 1266 TransformationsDimensionen: Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen in prähistorischen und archaischen Gesellschaften« statt in der Forscher*innen des SFB 1266 ihre Forschungen vorstellen werden. Die Session ist für alle Interessierten geöffnet und bietet einen Einblick in die Tätigkeiten und Forschungergebnisse des SFB 1266.

Eine Anmeldung ist hier möglich.


22.07.2020

Neue Stellen für die zweite Phase des SFB 1266

Stellenausschreibungen SFB1266

Für die zweite Phase des SFB 1266 stehen zahlreiche Stellen zur Verfügung. Der SFB 1266 freut sich mitteilen zu können, dass die folgenden Stellen zu besetzen sind: 19 Stellen als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in mit Gelegenheit zur Vorbereitung einer Promotion; 4 Stellen als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Postdoc); 4 Stellen im technisch-administrativen Dienst (wiss. Koordination, Projektmanagement, IT-Systemtechnik); eine Stelle zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (m/w/d).


02.05.2020

Der SFB 1266 geht in die 2. Phase

Logos DFG SFB1266

Am 29. Mai 2020 gab die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Verlängerung des SFB 1266 "TransformationsDimensionen - Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften" um weitere vier Jahre von 2020-2024 bekannt. 

Die Finanzierung der 2. Phase des SFB 1266 ist eine große Anerkennung und Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen aller Mitglieder des SFB 1266, des kooperativen Geistes, der uns den ganzen Weg hindurch getragen hat und der bisher erzielten fundamentalen wissenschaftlichen Ergebnisse. In den letzten vier Jahren war es vor allem die intensive Zusammenarbeit mit unseren in- und ausländischen Kooperationspartnern, die dem SFB 1266 soweit gebracht hat. Dies kann nun fortgesetzt werden!

Vor allem unseren Promovierenden und Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, die integraler Teil des SFB 1266 sind, gebührt für ihr enormes Engagement größter Dank. Eine Kombination aus Lernen und Forschung war für sie wichtig: Letztlich fanden sie ihren Weg in einem interdisziplinären wissenschaftlichen Umfeld, das zu Beginn ihrer Tätigkeit für die meisten von ihnen noch recht neu war. Auch das gegenseitige Lernen der Antragsteller*innen voneinander und miteinander war ein Schlüssel zum Erfolg: Im Gegensatz zu der im wissenschaftlichen Bereich manchmal zu beobachtenden Atomisierung war und ist es die Teamarbeit, die uns zum Erfolg führte.

Wir freuen uns sehr auf die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit, sind zuversichtlich, unsere Ergebnisse der 1. Phase zu konsolidieren und brennen darauf, neue wissenschaftliche Horizonte zu erreichen. Die zweite Phase des SFB1266 wird sich insbesondere auf die Mustererkennung prähistorischer und archaischer Transformationen konzentrieren. Unsere  Erkenntnisse werden im Hinblick auf die gegenwärtige globale Krise immer wichtiger werden.
 


21.04.2020

SFB 1266 goes digital: Biweekly Colloquia and Lunchtime Seminars in virtual space

SFB1266 digital

Aufgrund der COVID-19-Pandemie bewegen sich viele Formate der Universität und unseres täglichen Lebens in Richtung virtueller Raum, so auch der SFB 1266.

Die (mit-)organisierten zweiwöchentlichen Vorlesungsreihen Biweekly Colloquia and Lunchtime Seminars des SFB 1266 werden nun als Webkonferenzformat in Zoom - offen für alle Interessierten - angeboten.

Weitere Informationen zu den Biweekly Colloquia finden Sie hier.
Weitere Informationen zu den Lunchtime Seminars finden Sie hier.


09.04.2020

Deutscher Archäologie-Kongress 21-25.09.2020 in Kiel

DAK2020

Der diesjährige Deutscher Archäologie-Kongress (DAK) wird vom 21-25.09.2020 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stattfinden. Unter dem Motto „Horizonte“ laden das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein in Schleswig, das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, das Museum für Archäologie Schloss Gottorf in Schleswig und das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie Archäologinnen und Archäologen aus Deutschland, Europa und der Welt ein, um genau diese zu erweitern und neue zu schaffen.

Im Rahmen des DAK2020 findet Nachmittags am Dienstag, den 22.09., die Session „SFB TransformationsDimensionen in prähistorischen und archaischen Gesellschaften“ statt in der Forscher*innen des SFB 1266 ihre Forschungen vorstellen werden. Die Session ist für alle Interessierten geöffnet und bietet einen Einblick in die Tätigkeiten und Forschungergebnisse des SFB 1266.

Eine Anmeldung ist hier möglich.

Information zum Stattfinden des DAK2020 - aufgrund der unklaren Lage zur COVID-19 Pandemie - sind auf der DAK2020 Website zu finden.


09.04.2020

Die EAA2021 kommt nach Kiel!

Kiel von oben

Die 27. Jahrestagung der European Association of Archaeologists (EAA) findet vom 8. bis 11. September 2021 in Kiel statt. Am 26. März 2020 wurde das Memorandum of Understanding zwischen der EAA und der JMA in Prag von Felipe Criado-Boado, Präsident der EAA, und Johannes Müller, Sprecher der Johanna Mestorf Academy (JMA) und des SFB 1266, unterzeichnet.


09.03.2020

AUF UNBEKANNTE ZEIT VERSCHOBEN!

Internationaler Workshop "Umbruch vor dem Umbruch?"

Internationaler Workshop: ”Umbruch vor dem Umbruch“

Umbrüche stellen in der Archäologie Phasen tiefgreifender Transformationen dar, welche Forscher*innen seit über einem Jahrhundert in nahezu allen (prä-)historischen Perioden beschäftigen.

Der SFB 1266 beteiligt sich zusammen mit der Universität Basel, Erlangen, Köln und Bergen, sowie mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart am Internationalen Workshop "Umbruch vor dem Umbruch?".  Ziel des Workshops ist es Transformationen im späten 4. und frühen 3. Jahrtausend v. Chr. innerhalb lokaler Gruppen und deren globaler Netzwerke in den Regionen zwischen Nordsee und Alpenraum zu untersuchen.

Der Workshop wird an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg stattfinden. Die mehr als 15 Beiträge werden neue Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Regionen zu jenem zeitlichen Abschnitt unmittelbar vor dem Umbruch zu dem sogenannten Becherphänomen vorstellen. Ein (vorläufiges) Programm ist hier einsehbar.

Vonseiten des SFB 1266 sind vor allem die Teilprojekte C1 und D2 chronologisch, wie auch geographisch mit dem Thema des Workshops verbunden.

Aufgrund der derzeitigen Lage im Zuge der COVID-19 Pandemie muss der Workshop leider auf einen noch unbestimmten Termin verschoben werden!

Organisationsteam: Clara Drummer, Philipp Gleich, Renate Ebersbach, Daniela Hofmann, Doris Mischka, Silviane Scharl

Email: Workshop3000@gmx.de


28.02.2020

Marie Skłodowska-Curie Individual Fellowship für SFB 1266-Forscher

Probenentnahme auf der Ausgrabung in Riņņukalns/Lettland

Jos Kleijne, der in Kiel in der Graduiertenschule “Human Development in Landscapes“ (GSHDL) promovierte und in den letzten eineinhalb Jahren als Postdoktorand im Teilprojekt C1 des SFB 1266 über neolithische Transformationen während des späten 3. Jahrtausends v. Chr. arbeitete, hat die hervorragende Nachricht erhalten, dass sein Antrag auf ein Marie Skłodkowska-Curie Individual Fellowship (MSCA-IF) bewilligt wurde! 

Er wird für zwei Jahre an der Universität Groningen in den Niederlanden zusammen mit Hans Huismann und Daan Raemarkes an seinem Projekt “MicroTRASH: Microscopic transformations in arable land and shell midden habitation in coastal northern Europe during the later 4th and 3rd millennium BC” arbeiten. Dabei geht es um die Untersuchungen von mikroskopischen und chemischen Spuren von prähistorischen Subsistenzaktivitäten während einer Periode, die durch weitreichende kulturelle und sozio-ökonomische Transformationen gekennzeichnet ist. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird aller Voraussicht nach ab Januar 2021 beginnen. Wir bedauern, dass Jos Kleijne das Institut verlässt, aber wir freuen uns auf fruchtbare Zusammenarbeit in der Zukunft.

Foto: Probenentnahmen auf der Ausgrabung in Riņņukalns/Lettland von der Universität Riga und dem ZBSA in Schleswig. (Copyright Liga Palma, 2018)


24.02.2020

SFB 1266-Mitglied bei ARTE und Terra X

Dr. Julia Katharina Koch in der Sendung

Im März 2020 steht das Programm des deutsch-französischen Fernsehsenders ARTE ganz im Zeichen der Frauen. Dazu gehört auch die Suche nach dem weiblichen Anteil an der Menschheitsgeschichte zwischen Neolithisierung und Urbanisierung. Dem wird in dem Dokumentationsfilm „Geschlechterkonflikt – Frauenbilder der Geschichte“ nachgegangen, produziert von der Gebrüder Beetz Filmproduktion GmbH & Co. KG im Auftrag für ZDF/ARTE, zuerst ausgestrahlt am 7. März 2020. Für das Hauptinterview zum aktuellen Stand der archäologischen Geschlechterforschung wurde im Frühjahr 2019 unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Julia K. Koch angefragt; das Interview fand im Juli im Archäologischen Museum Hamburg statt.

Ausstrahlungstermine:

Geschlechterkonflikt – Frauenbilder der Geschichte
52 min. TV Dokumentation auf ARTE
07. März 2020 um 21:05 Uhr

TERRA X: Mächtige Männer – Ohnmächtige Frauen? Neue Fakten aus der Vergangenheit
43 min. TV Dokumentation auf ZDF
21. Juni 2020 um 19:30 Uhr


06.01.2020

Workshop "Millet - and what else?" in Kiel

Retreat Rendsburg

Vom 27.-28. November 2019 fand in Kiel die vom SFB 1266 ausgerichtete internationale Tagung “Millet and what else? The wider context of the adoption of millet cultivation in Europe” statt.

Der Workshop markiert den Abschluß des „Hirse Datierungsprogramms“ und führte eine Vielzahl von Fachkräften aus Europa, Japan und China zusammen. Hier wurden neue Perspektiven für zukünftige Forschung und Kollaborationen entwickeln. Mehr als 20 Teilnehmer*innen aus Archäobotanik, Archäologie, Archäozoologie, Ethnographie und den Agrarwissenschaften hielten Vorträge, die den bronzezeitlichen Kontext von Ernährung, Wirtschaft und Kultur erschliessen halfen, einer Periode in der die Hirse (Panicum miliaceum) aus dem Osten nach Europa gekommen ist. Neueste Ergebnisse verschiedener Forschungsmethoden, wie der Untersuchung stabiler Isotope und molekularbiologischen Analysemethoden, wurden vorgestellt und so die Zubereitung von Hirse und ihr Beitrag zur Ernährung thematisiert. Darüber hinaus wurden agronomische und technologische Aspekte des Hirseanbaus diskutiert.

Foto: Session während des Workshops. (Foto: D. Filipovic)


06.01.2020

Diskurse zu Narrativen und harten Daten: SFB 1266-Retreat

Retreat Rendsburg

In produktiver Atmosphäre fand ein zweitägiger Retreat des SFB 1266 in Rendsburg am 28.-29. Oktober 2019 statt. Die SFB 1266-Gemeinde kam zusammen, um die Ergebnisse der letzten Monate zusammenzufassen und inhaltliche Querverbindungen zwischen den Teilprojekten intensiv zu diskutieren. Die Aufstellung neuer Querschnittsgruppen, die Erörterung der neuen Kontexte und das Formulieren wissenschaftlicher Narrative standen im Vordergrund. In der Gesamtzusammenfassungen ergaben sich konkretisierte Fragestellungen zum Entschlüssen der Transformationsanatomie: neue Studien zum Siedlungsverhalten, neue Aspekte zur Resilienz gegenüber klimatischen und sozialen Veränderungen und detaillierte Untersuchungen zum Aspekte der „integrativen Architektur“ wurden ausgearbeitet.

Foto: Teilnehmer während des Retreats. (Foto: C. Reckweg)


 

Weitere Artikel aus der Rubrik Aktuelles finden Sie im Archiv

Aktuelles
Neuerscheinungen
Feldarbeiten
Links