SFB 1266 - TransformationsDimensionen

Aktuelles


13.09.2017

SFB 1266 auf der Digitalen Woche Kiel

Digitale WocheDigitalisierung erlebbar machen und Perspektiven aufzeigen – das ist das Ziel der Digitalen Woche Kiel. Vom 16. – 23.09.2017 präsentieren und diskutieren Akteure aus allen Bereichen der Gesellschaft Aspekte des digitalen Wandels. Die CAU ist im Themenblock „Bildung und Wissenschaft“ mit der Vortragsreihe „CAU digital“ vertreten.

Wie der SFB Landschaftsrelikte vermisst und vergangene Landschaften digital rekonstruiert, erläutert Oliver Nakoinz (Teilprojekt A2) am Donnerstag, 21.09., in seinem Vortrag „Vermessung der Landschaft“. Gemeinsam mit Jan Piet Brozio (Teilprojekt  C1) und Christoph Rinne (Teilprojekt  D2, F1) erläutert er die Erstellung digitaler Geländemodelle auf Basis von Fotos am Beispiel des Megalithgrabes auf dem Campus.

Zeit: Donnerstag, 21.09.2017, 16.00 – 18.00 Uhr
Ort: Foyer des Unihochhauses, Christian-Albrechts-Platz 4

Näheres zum Vortrag 

Programm und Informationen Digitale Woche Kie


11.09.2017

Archäologie hautnah: Öffentliche Besichtigung der Ausgrabung bei Bornhöved am 16. September

Ausgrabung Bornhöved
Am kommenden Sonnabend haben Interessierte von 10.00 bis 16.00 Uhr die Möglichkeit, die archäologische Ausgrabungsstätte Mang de Bargen bei Bornhöved zu besichtigen und einen Einblick in die Arbeitsweise der Archäologinnen und Archäologen zu erhalten.

Wo sich heute weite Ackerflächen erstrecken, sah es vor rund 3500 Jahren ganz anders aus. In der Bronzezeit um 1500 v. Chr. siedelten hier bereits Menschen, die Ackerbau und Handel betrieben und in der Lage waren, Metall zu bearbeiten. Ihre Toten begruben sie unter großen Hügeln, die sie mit Grabbeigaben aus Holz und Keramik austatteten. 

In diesem Sommer graben Archäologinnen und Archäologen des Sonderforschungsbereiches 1266 „TransformationDimensionen – Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) nahe der Kiesgrube bei Bornhöved nach Spuren dieser frühen Hinterlassenschaften. Auf einer Fläche halb so groß wie ein Fußballfeld suchen sie nach Überresten von Häusern, Gräbern und anderen Siedlungsaktivitäten - und das mit Erfolg: Sie fanden bereits einen Grabhügel, den ihn umgebenden Steinkreis und Spuren der Bäume, die ihn einstmals umrundeten. Außerdem entdeckten die Wissenschafterinnen und Wissenschaftler Kochsteingruben, die darauf hindeuten, dass an den Grabhügeln Festivitäten stattfanden. Und auch Unerwartetes hält der Fundplatz bereit, wie die Leiterin der Ausgrabung, Dr. Jutta Kneisel, erzählt: „Was uns noch Rätsel aufgibt, sind die großen Steinpflaster, die wir am Rande des Hügels gefunden haben“.

Zudem stießen die Archäologen auf einige Funde aus Flint, die darauf hindeuten, dass das Gebiet bereits in der Steinzeit besiedelt war. Besonders eindrucksvoll ist eine kleine Flintspitze, die vermutlich als Pfeil- oder Speerspitze diente.

Am kommenden Sonnabend ist der Ausgrabungsplatz von 10.00 bis 16.00 Uhr für jedermann geöffnet. Studierende der Archäologie demonstrieren und erläutern ihre Arbeitsweise und die Wissenschaftlerinnen, die die Ausgrabung leiten, stehen für Fragen zur Verfügung. Auch Kinder sind herzlich willkommen.

Anfahrt zur Ausgrabungsstelle: Über die A 21 Ausfahrt Bornhöved, B 430 Richtung Plön, hinter Bornhöved erste Bushaltestelle rechts in die Straße Mang de Bargen oder über Schalensee in die Tarbeker Straße, zweiter Feldweg rechts.

Kontakt: Jutta Kneisel
Telefon: +49 431 880-5925 

Poster zum Download mit Anfahrtsskizze


07.09.2017

Der SFB 1266 auf der EAA in Maastricht

EAA Maastricht

Vom 30. August bis zum 3. September fand die diesjährige Konferenz der European Association of Archaeologists in Maastricht statt. Mit dem Leitthema „Building Bridges“ stellte die Tagung für über 2.000 Teilnehmende und Beitragende aus ganz Europa ein wichtiges internationales Event dar. Der SFB 1266 präsentierte im Ausstellungsbereich das inhaltliche Konzept und das aktuelle Public Outreach Projekt „Archaeo Lounge“ vor. Neben den Publikationen der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ erregte insbesondere das Kieler Open Access „Journal of Neolithic Archaeology“ Interesse, welches von SFB 1266 Sprecher Johannes Müller und F1 PostDoc Martin Hinz am Kieler Institut für Ur- und Frühgeschichte unter der Mitarbeit weiterer Mitglieder des SFB 1266, der Johanna-Mestorf-Academy sowie der GSHDL herausgegeben wird.

In verschiedenen Sessions wurden aktuelle Forschungen des SFB 1266 vorgestellt. Die Beiträge von Johannes Müller und Kooperationspartner Aleksandr Diachenko (Archäologisches Institut der Akademie der Wissenschaften der Ukraine), Martin Hinz, Jutta Kneisel, Mara Weinelt, Sonja Grimm, Vesa Arponen, Daniel Groß, Harald Lübke, John Meadows, Jan Piet Brozio und Sascha Krüger bedienten Thematiken von der Problematik der Datenakquise zu nordeuropäischen Wildbeutergruppen bis hin zur chalkolitisch-bronzezeitliche Transition auf der Iberischen Halbinsel. Teilprojekt B2-Wissenschaftler Harald Lübke und Daniel Groß organisieren mit weiteren Kollegen eine Session zu „European Hunter-Gatherer Wetland Sites: New Data, Models and Perspectives.“ 

Wir bedanken uns bei der EAA und dem Team in Maastricht für die Organisation und freuen uns auf die kommende Konferenz in Barcelona 2018.

Link zur Veranstaltung 

Fotos


14.08.2017

International Workshop „Gender Transformations in Prehistoric and Archaic Societies” in den Startlöchern

International WorkshopFrauen im Haus und Männer auf dem Feld – wieso sollte eine solche Aufteilung der Geschlechterrollen über Jahrtausende gleichbleiben, während sich soziales Umfeld und Naturraum wandelt? Besonders bei den großen Transformationsprozessen wie Sesshaftwerdung, Einführung neuer Technologien oder Urbanisierung ist davon auszugehen, dass auch Geschlechteridentitäten und Aufgabenverteilung in den betreffenden Gesellschaften immer wieder neu ausgehandelt wurden. Dieser Themenkomplex soll mit einem internationalen Workshop des SFB 1266 vom 8. bis 10 März 2018 zur Diskussion gestellt werden. Mit dem Versand des Call for Paper hat die Vorbereitung jetzt begonnen. Vorträge können bis zum 30. September 2017 angemeldet werden. Mit der Organisation des Workshops ist Dr. Julia Katharina Koch betraut. Weitere Informationen, Anmeldeformular und Kontaktadresse finden sich hier.
 


09.08.2017

Archaeo Lounge & Twitter:  Neues von der Öffentlichkeitsarbeit im SFB 1266

Archaeo Lounge

Öffentlichkeitsarbeit in der Wissenschaft ist von zentralem Interesse – allgemein verständliche Vermittlung von Inhalten gewinnt im Forschungsbetrieb immer mehr an Bedeutung. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung hat mediale Präsenz dabei eine besonders große gesellschaftliche Reichweite, aktuelle Fragen der Forschung und neue Erkenntnisse sind leicht zugänglich und Wissenschaft wird interaktiv erlebt.

Der SFB1266 beschäftigt sich mit den entscheidenden Transformationen in der Mensch-Umwelt-Geschichte in Europa von 15.000 bis zu Beginn unserer Zeitrechnung. Als Transformationen definieren wir tiefgreifende Prozesse, die unsere heutige Existenz begründen – damit verbundene Fragen sind somit immer aktuell und gesellschaftsrelevant. Wann kippte das Gleichgewicht zwischen Mensch und natürlichen Ressourcen? Warum sind wir wo sesshaft geworden und wie? Seit wann gibt es Mega-Cities und Zivilisationskrankheiten? Wann, warum und wie bildeten sich soziale Hierarchien? Was sind menschliche Anpassungsstrategien? Wie entwickelten sich Ideologien? Welche gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Auslöser sind für diese tiefgreifenden Veränderungen verantwortlich? Und was können wir für die heutige Gesellschaft daraus lernen? Die Erforschung dieser Fragen ist komplex und der SFB 1266 befindet sich noch in der Anfangsphase. Wir möchten mediale Kanäle nutzen, um der Öffentlichkeit Einblicke in unsere Forschungsaktivitäten von Beginn an zu ermöglichen.

Ein Kanal ist hierfür unser Blog Archaeo Lounge, der im Rahmen des aktuell laufenden Projektes „Grabungstagebuch“ gestartet wurde. Bei diesem Projekt begleitet Kommunikationsdesign-Student Jonas Fischer die Ausgrabungen von Teilprojekt D1 in Moldawien. Der Forschungsalltag von Archäologinnen und Archäologen auf einer Expedition im osteuropäischen Ausland aus seiner Perspektive – wirklich so abenteuerlich und romantisch…? Tägliche Zeichnungen nehmen die Leser mit auf seine Reise. Mehr zum Gemeinschaftsprojekt des SFB 1266, der Muthesius Kunsthochschule und dem Referat Kreative Stadt Kiel ist in der Pressemitteilung  zu lesen. Der Blog wird zukünftig Plattform für weitere Beiträge sein.

Als weiteren medialen Kanal steht mit "ArchaeoDimensions" der Twitter-Account des SFB 1266 zur Verfügung (@SFB1266). Mit aktuellen Meldungen rund um das Thema Mensch-Umwelt-Transformationen soll die Kommunikation mit der weltweiten Öffentlichkeit und anderen Forschungseinrichtungen verstärkt werden.

Bild: Jonas Fischer/Carsten Reckweg.


02.08.2017

“Day of Archaeology“ – die tägliche Vielfalt der Archäologie

Day of Archaeology

Was mit einem Twitter-Chat unter Archäologiestudierenden angefangen hat, ist seit 2011 zu einer weltweiten Austauschplattform gewachsen mit über tausend Beteiligten gewachsen: Der „Day of Archaeology“ ist ein internationales Projekt, gegründet um das vielfältige Arbeitsleben der Archäologie mit der Welt zu teilen. In Blogeinträgen beschreiben Menschen ihren aktuellen Arbeitstag – ob Studierende, Wissenschaftler, Museumsangestellte, Grabungsmitarbeiter, ob Ausgrabung, Büro, Exkursion, Labor, Magazin oder Bibliothek, die „Tagebucheinträge“ mit Bildern und Videos zeigen, wie facettenreich Aufgabengebiete und Tätigkeiten sind. Dieses Jahr fand der "Day of Archaeology" am 28. Juli statt.

Sonja Grimm, die als PostDoc im Teilprojekt B1 „Pioniere des Nordens: Veränderungen und Transformationen in Nordeuropa auf Grundlage hochauflösender Datensätze“ paläolithische Gesellschaften Nordeuropas erforscht, ist nicht nur seit 2014 auf der Platform aktiv – die Projektseite kann außerhalb des „Day of Archaeology“ als Blog genutzt werden -dieses Jahr schilderte sie auch, wie ihr Tag verlief. Einen Einblick in die Entwicklung computergestützter Analyseverfahren gewährte die Summer School „Reproducible Research in (Landscape) Archaeology,“ die PostDoc Daniel Knitter gemeinsam mit der Exzellenzinitiative Topoi Berlin veranstaltete. Julia Koch, die seit Juli im Bereich Geschlechterforschung und Chancengleichheit im SFB arbeitet, berichtet über die Reiselust im Leben einer Archäologin. Taylor Lauritsen, Post im ERC-Projekt "DECOR" am Institut für Klassische Altertumskunde, beschreibt seinen   seinen Arbeitstag in Pompeji.
 


 

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