SFB 1266 - TransformationsDimensionen

Forschungsaktivitäten 2017-2018

Das Hauptziel des Teilprojektes F5 “Die soziale Dimension technologischen Wandels“ ist es, sowohl die kulturspezifischen und generellen anthropologischen Muster als auch die individuellen Entscheidungen daraufhin zu untersuchen, wie Technologien angefochten, ausgewählt und abgelehnt wurden und wie dies mit dem Phänomen von Transformationen in Sozio-Umwelt-Interaktionen zusammenhängt. Zu diesem Zweck laden wir international renommierte Wissenschaftler ein und entwickeln und organisieren gemeinsam mit ihnen internationale Workshops. Damit lassen wir Außenperspektiven in den SFB 1266 einfließen und schaffen Dialoge mit allen Forschern auf einer wirklichen, interdisziplinären Basis.

Forschungsaktivitäten 2017

Dr. Michala Spataro (British Museum, London, UK) war Mercator fellow des SFB 1266 und war von Ende September bis Ende Dezember 2017 zu Gast in Kiel. Sie organisierte zusammen mit Martin Furholt (damals PI des Teilprojektes C2) den Workshop „Detecting and Explaining Technological Innovation in Prehistoric Europe“ im November 2017. Der Workshop brachte Forscher zusammen, die sich schwerpunktmäßig mit Keramik und lithischer Technologie befassen. Sie diskutierten die soziale Einbettung von technologischen Praktiken und die sozialen Bedingungen und Implikationen von technologischem Wandel. Ethnoarchäologische Arbeit wurde so mit archäologischen Fallstudien verknüpft. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem europäischen Neolithikum, aber zahlreiche Fallstudien beschäftigten sich darüber hinaus mit dem Mittleren Osten und paläolithischen Beispielen. Die Ergebnisse des sehr erfolgreichen Workshops werden im Rahmen der SFB-1266 Reihe „Scales of Transformations in Prehistoric and Archaic Societies“ unter dem Titel „Technological Innovations in Prehistory“ (Sidestone Press) noch 2019 erscheinen.

Prof. Dr. Sławomir Kadrow (Polnische Akadmie der Wissenschaften, Krakau, PL) war ebenfalls Mercator fellow des SFB 1266 und war in Kiel im Spätherbst 2017 zu Gast. Er kehrte im Juni 2018 erneut zurück, um einen Workshop zu „Habitus, social dimension of technology and transformation“ zu organisieren. Sławomir Kadrow verfügt über umfangreiche Kenntnisse zur Archäologie Osteuropas und verfolgt einen produktiven Ansatz bei Technologiestudien, den er mit Konzepten zum Verständnis von Stabilität und Wandel von sozialen Praktiken verknüpft.

Participants of the Workshop
Abb. 1. Teilnehmer des Workshops “Detecting and Explaining Technological Innovation in Prehistoric Europe” im November 2017. (Foto: A. Hoffmann)

Forschungsaktivitäten 2018

Prof. Dr. Sławomir Kadrow (Polnische Akadmie der Wissenschaften, Krakau, PL) kehrte im Juni 2018 erneut zum SFB 1266 zurück, um gemeinsam mit Johannes Müller (Sprecher, PI der Teilprojekte A1, C1, D1 und F5) einen Workshop zu “Habitus, social dimension of technology and transformation“ zu organisieren. Auch die Ergebnisse dieses ebenfalls sehr erfolgreichen Workshops werden im Rahmen der SFB-1266 Reihe „Scales of Transformations in Prehistoric and Archaic Societies“ unter dem Titel “Habitus? The Social Dimension of Technology and Transformation” (Sidestone Press) noch 2019 erscheinen.

Participants of the Workshop
Abb. 2. Teilnehmer des Workshops “Habitus, social dimension of technology and transformation” im Juni 2018.

Senior Lecturer Dr. Catherine J. Frieman (Australian National University, Canberra, Australien) war von November bis Dezember 2018 für einen Monat in Schleswig (ZBSA) und Kiel als Mercator fellow des SFB 1266 zu Gast. Ihre vorrangigen Forschungsinteressen umfassen Innovationen und Konservatismus und sie ist eine Expertin auf dem Gebiet von materieller Kultur und Technologie mit einem Schwerpunkt auf Steinwerkzeugen. Sie arbeitet momentan gemeinsam mit Berit V. Eriksen (PI der Teilprojekte B1 and F5), Wiebke Kirleis (Co-Sprecherin des SFB 1266, PI der Teilprojekte D1 und F3), Dragana Filipovic (Teilprojekt F3) und Jutta Kneisel (PI der Teilprojekte D3 und F1) an zwei wissenschaftlichen Fachartikeln.

Das Teilprojekt F5 wird seit 2018 von den drei PIs PD Dr Habil. Berit V. Eriksen (ZBSA), Prof. Dr Wiebke Kirleis (CAU), Prof. Dr Johannes Müller (CAU) geleitet. Prof. Dr. Martin Furholt, ursprünglich ebenfalls ein PI des Teilprojektes F5, erhielt im März 2018 einen Ruf an die Universität Oslo, Norwegen.

Forschungsaktivitäten 2019

Die Forschungsaktivitäten im Jahre 2019 beinhalteten die Organisation von zwei Workshops unseres Mercator-Fellow Niels Johannsen von der Universität Arhus. Dabei handelte es sich um eine gemeinsame Veranstaltung zum MN V und eine weitere zu neolithischen und bronzezeitlichen Mustererkennungen. Publikationen in Formen von Workshop-Aufsätzen sind im Gange.