SFB 1266 - TransformationsDimensionen

F3: Dynamik der Pflanzenökonomie in prähistorischen und archaischen Gesellschaften


 

Um Auslöser und Komponenten transformativer Entwicklungen von Subsistenzsystemen samt ihrer sozialen Rückkopplungen zu verstehen, wird ein multi-proxy Ansatz angewendet, der quantifizierbare Belege aus den Bereichen Archäobotanik, Archäologie/materielle Kultur und Ethnographie zusammenführt. In einer diachronen Perspektive werden auf einem räumlichen Transekt ausgehend von der nordeuropäischen Tiefebene über das östliche Zentraleuropa bis zum Karpatenbecken archäobotanische Daten mit solchen der materiellen Kultur verglichen, die für den Nahrungserwerb und landwirtschaftliche Praktiken relevant sind, und sodann ethnographischen Daten gegenüber gestellt, um mögliche Typologien technologischen Wandels der Subsistenzökonomie zu erschließen.

Untersuchungs-Transekt
Abb. 1. Untersuchungs-Transekt und Projektkollaborationen mit diachronen Fallstudien (Abbildung: W. Kirleis)
Abb. 2. Verkohlte Pflanzenreste aus einer Brunnenverfüllung in Oldenburg LA77, ca. 3100 v.u.Z. (Foto: W. Kirleis)
Abb. 3. Experimentelles Mörsern von Spelzweizen. (Foto: W. Kirleis)