SFB 1266 - TransformationsDimensionen

Forschungsaktivitäten 2017-2019

Die Bronzezeit in Nordmitteleuropa: Skalen der Transformation

Im Mittelpunkt dieses Projektes stehen zwei entscheidende Umbrüche in der mitteleuropäischen Bronzezeit: zum einen der Übergang zur Mittelbronzezeit und zum anderen der Beginn der Urnenfelderzeit. Beide Zeithorizonte sind durch einschneidende, aber unterschiedliche Veränderungen im mitteleuropäischen Raum geprägt: dem Ende der ersten bronzezeitlichen Besiedlung zwischen Elbe und Warthe um 1500 v. Chr. und einer folgenden Siedlungsleere dieser Gebiete für gut 150 Jahre. 200 Jahre später setzen die Brandbestattungen ein und die großen Urnengräberfelder entstehen, sie markieren den Beginn der Spätbronzezeit um etwa 1300 v. Chr.  Die Einführung der Brandbestattung zeugt nicht nur von einem Wandel des Grabrituals, sondern belegt einschneidende soziale Veränderungen. Im Gegensatz zu den wenigen älterbronzezeitlichen Gräbern wird nun jedes Individuum bestattet.

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Abb. 1. Wandlungsprozesse in der Bronzezeit, archäologisch, klimatologisch und umweltarchäologisch. Rot markiert die besprochenen Transformationszeiträume.

Doch nicht in allen Regionen lassen sich gleiche Reaktionen auf die Wandlungsprozesse nachweisen. Besonders im Norden scheinen die Übergangsphasen wenig an der Besiedlung zu ändern. Der Beginn der Periode II um 1500 v. Chr. mit Großgrabhügeln und reichen Schmuckausstattungen zeigt im Gegenteil ein Erblühen der bronzezeitlichen Kulturgruppen im Norden an. Gleichzeitig bildet sich eine soziale Hierarchie heraus, deren monumentale Grabbauten und reichen Beigaben so lange wie möglich aufrechterhalten werden. Ein einschneidender Wandel zeigt sich im Gegensatz zum Süden jedoch erst um 1100 v. Chr. mit einer zunehmenden Egalisierung und Aufgabe der monumentalen Bestattungen. Der Übergang zur Spätbronzezeit Periode IV geht zwar mit Veränderungen der Bestattungssitte einher, dennoch werden Siedlungen in den gleichen Regionen angelegt und Gräber weisen im Gegensatz zu Mitteleuropa Ortskonstanz auf. Diese überregional unterschiedlichen Reaktionen auf die beiden bronzezeitlichen Umbruchphasen sollen daher in einem Transekt von Nord- bis Mitteleuropa untersucht werden. Wichtig ist dabei die Einbeziehung paläoökologischer Daten, die uns Aufschluss über Besiedlungsdichte geben können, sowie geophysikalische Vermessungen, die uns erlauben nach weiteren Fundplätzen in der Umgebung der Grabhügel zu suchen. Die erste Phase des Projekts orientiert sich an einem paläoökologisch untersuchten See, deren laminiertes Pollenprofil uns jahrgenau Aufschluss über landschaftliche Entwicklung und Veränderungen bieten kann. Der Belauer See liegt unmittelbar nördlich einer dichten Konzentration reicher Grabhügel in der Umgebung von Bornhöved. Der Vergleich zwischen zeitlicher Abfolge der Besiedlung und Anlage der Grabhügel mit Informationen zum menschlichen Einfluss auf die Umwelt erlaubt uns die bronzezeitlichen Transformationsprozesse in Norddeutschland zu erfassen. Den zweiten Punkt des Transekts, das von Norddeutschland bis Polen reicht, nimmt die Umgebung des Woseriner Sees in Mecklenburg-Vorpommern ein, dessen vorgeschichtliche Umgebung im nächsten Projektabschnitt genauer untersucht werden soll.

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Abb. 2. Besucher lassen sich den Aufbau des Grabens eines neolithischen Grabhügels von Bornhöved LA 117 erklären.

Aktivitäten: Mang de Bargen, Kr. Segeberg

Der Fundplatz Mang de Bargen ist einer der vielen Grabhügelgruppen, die sich entlang der Moränenkanten östlich von Bornhöved erstrecken. Mit 21 Grabhügeln stellte Mang de Bargen eine der noch größten erhalten Grabgruppen dar. Infolge von Kiesabbau, wurde seit dem Jahre 2005 die Mehrheit der Grabhügel vom Landesdenkmalamt Schleswig-Holstein untersucht. Im Rahmen des Projektes wurden die letzten noch verbleibenden Grabhügel ausgegraben. Die Bearbeitung im Rahmen einer Doktorarbeit ermöglicht es, ein komplettes Grabareal vom Ende des Neolithikums bis zum Beginn der Eisenzeit im Hinblick auf Wandel und Kontinuitäten zu untersuchen. Bohrkerne aus dem Belauer See, die in Zusammenarbeit mit den Botanikern und Geoarchäologen analysiert werden, gestatten uns den Vergleich mit überregionalen Einflüssen, während ein Pollenprofil unmittelbar nördlich der Fundstelle aus einem kleinen Torfmoor uns etwas über die lokale landwirtschaftliche Nutzung der Umgebung verrät (siehe F2 Projekt).

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Abb. 3. Moränenlandschaft mit bronzezeitlichen Grabhügeln in der Umgebung von Bornhöved, Kr. Segeberg mit den Fundstellen Mang den Bargen und LA 117.

Geophysikalische Prospektion und Survey 2017-2019

Umfangreiche geophysikalische Untersuchungen konnten die Frage nach weiteren Fundplätzen in unmittelbarer Umgebung der Grabhügel klären. Seit dem Jahre 2017 werden mit geophysikalischen Messmethoden die Grabhügelflächen nördlich und östlich der Fundstelle Mang de Bargen untersucht und nach Oberflächenfunden prospektiert. Es konnten zwei Kochsteingrubenareale und Spuren weiterer eisenzeitlicher Urnengräberfelder und Siedlungspuren der Bronze- oder Eisenzeit entdeckt werden. Die Funktion der Kochsteingruben ist bis heute unklar. Ihr Vorkommen ist ab dem 15. Jh. v. Chr. in Nordeuropa belegt. Sie können in Reihen oder Gruppen angelegt sein oder aber auch in ungeregelter Anordnung auftreten. Die Fundstelle westlich von Mang de Bargen weist auf ca. 2500 m2 ca. 70 solcher Gruben mit erhitzten Steinen, teils in halbkreisförmige Gruppen angeordnet, auf. Die Gruben des nördlichen Areals sind in einer unregelmäßigen Reihe angelegt.

Kochsteingruben sind nicht auf Siedlungen beschränkt, sondern finden sich häufiger in der Nähe von Grabhügeln. Ihre Anlage erfolgte meist über einen langen Zeitraum. Sie werden als Reste von regelmäßigen Feiern oder Zusammenkünften gedeutet. Sondagegrabungen in den Jahren 2017 und 2018 im westlichen Areal zeigten den Erhalt einer Kulturschicht und ermöglichten Radiokarbondatierungen. Diese Kochsteingruben sind offensichtlich zeitgleich zum Grabhügelareal Ende 15. Jh. bis 12. Jh. v. Chr. angelegt worden. Sie liegen in einer Niederung und sind von einer Kulturschicht überlagert, die jedoch eisenzeitlich oder jünger datiert.

Die Durchführung und Interpretation der geophysikalischen Untersuchungen erfolgt in Zusammenarbeit mit den Geophysikern (siehe G2 Projekt). Gerade Grabhügel und Grabenstrukturen lassen sich durch moderne Prospektion mit dem Georadar klarer erkennen als in der Magnetik.

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Abb. 4. Profilschnitt einer Kochsteingrube mit darüberliegender Kulturschicht.

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Abb. 5. Magnetischer Plan des Kochsteingrubenareals westlich der Grabhügelgruppe in der Schwentine Nierderung.

Grabung LA 98/LA 99 Mang de Bargen Kr. Segeberg – eine der letzten Hügelbestattungen vor Ort

Im Rahmen des Projektes wurden im Jahre  2017 zwei der verbleibenden Grabhügel auf dem Areal des Kieswerkes untersucht. Während einer der Hügel sich als geologische Formation erwies, konnten im LA 99 noch das Zentralgrab und die Hügelschüttung erfasst werden. Der Hügel hatte einen Durchmesser von 18,5 Metern und war noch ca. 50 cm hoch erhalten. Angelegt wurde er auf einer natürlichen Kuppe, unter der sich ein mächtiges Kiesbett fand. Die Bestattung lag in einem vergangenen Baumsarg ohne weitere Steinstrukturen auf dem Kiesbett. Im Grab lagen noch die kremierten Reste des Verstorbenen. Beigaben, abgesehen von einzelnen kleinen Scherben fanden sich nicht. Anhand von Radiokarbondaten datiert das Grab ins 14. Jh. v. Chr.. Es wurde zu einem Zeitpunkt angelegt, an dem sich die Bestattungssitte von der Körperbestattung zur Brandbestattung wandelt, aber die traditionelle Bestattungsweise mit Baumsarg in einem Grabhügel noch beibehalten wird. Im Nordosten schließt ein großes Steinpflaster unmittelbar an den Hügel an, das nur zum Teil natürlichen Ursprungs ist.

Südlich und westlich des Grabhügels fanden sich mehrere gestörte Gruben, von denen eine noch Reste einer Urnenbestattung enthielt. Im Norden haben sich in einer Senke noch Reste eines alten Ackerhorizontes erhalten. Anhand der darin enthaltenen Pollen und OSL-Datierung stammt er aus dem Neolithikum. Offensichtlich wurde das Gelände auch in prähistorischer Zeit zum Ackerbau genutzt. Östlich des Ackerhorizonts ließen sich einzelne Pfostenlöcher ausmachen, die einen Hinweis auf eine mögliche Siedlung weiter östlich auf den benachbarten Feldern geben. Denn trotz umfangreicher Prospektion und großflächiger Grabung fanden sich bisher nur vereinzelte Spuren von Siedlungstätigkeiten.

Im Vergleich zu den anderen Grabhügeln in Mang de Bargen, in denen sich mächtige Steinpackungen und komplexe Steinkonstruktionen fanden, fassen wir mit LA99 einen Grabhügel mit einer sehr einfachen Struktur und einer Brandbestattung als zentralem Grab. LA 99 wurde vermutlich als einer der letzten Grabhügel dieser Gruppe errichtet und vereint alte traditionelle Grabsitten mit dem neuen Ritual der Feuerbestattung. Hier zeigt sich, dass sich die Transformation des Bestattungsrituals schrittweise vollzieht und erst nach und nach die monumentale Bauweise aufgegeben wird. Doch auch die jünger bronzezeitlichen Urnengräber beziehen sich auf die Grabhügel und die Ortskonstanz des Bestattungsareals wird über die Jahrhunderte weiter aufrechterhalten.

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Abb. 6. Profil durch den Grabhügel LA99 mit Zentralgrab. Die Krümmung des Baumsarges ist deutlich zu erkennen. Der Hügel war stark überpflügt.

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Abb. 7. Gesamtplan des Grabhügels LA 99 in Mang den Bargen mit weiteren Befunden.

Grabung LA 117 Bornhöved, Kr. Segeberg – Ein Bestattungsplatz vom Jungneolithikum bis in die Neuzeit

Im Jahre 2018 ergab sich aus der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bornhöved und dem Landesamt für Denkmalpflege die Gelegenheit einen weiteren Grabhügel nördlich von Bornhöved zu erfassen. Er gehört zu einer Grabgruppe mit drei weiteren bronzezeitlichen Hügeln, die z. T. reiche Beigaben aufwiesen und bereits in vergangenen Jahrhunderten untersucht wurden. Voruntersuchungen aus dem Vorjahr zeigten einen sehr ungewöhnlichen Grabbau.

Die Ausgrabung des Grabhügels und angrenzender Flächen auf 2100 m2 erfolgte im heißen Sommer des Jahres 2018 mit bis zu 44 °C auf der Fläche.  Die Grabungen wurden mithilfe von Studierenden aus Kiel und Berlin, die hier ihre Grabungspraxis erwarben, durchgeführt. Erst wurde mit dem Bagger der die Humusoberfläche abgezogen, dann ging es vorsichtiger mit Schaufel und Spaten weiter. Das Interesse der Anwohner und Presse am Fortschritt der Grabung war mit knapp 700 Besuchern über den gesamten Zeitraum und am Tag der Offenen Tür immens.

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Abb. 8. Tag der offenen Tür, faziniert verfolgen Besucher das Ausgraben einer Urne.

Zentrale Bestattung

Trotz der Trockenheit und des harten Lehms ließen sich die Befunde gut erkennen. Das mit über 1,20 ungewöhnlich tiefe Zentralgrab war in den harten Lehm eingetieft. Die Knochen waren vergangen, doch konnten noch schwache Spuren einer Nord-Süd ausgerichteten Hockerbestattung mit Kopf im Süden erkannt werden. Das Grab enthielt erstaunlich viel Holzkohlestücke in der Verfüllung (Eiche, Hasel) und Abschläge aus Flint, sowie eine kleine Flintklinge. Auf einer natürlichen Kuppe am Rande der Jungmoräne gelegen, war die eigentliche Hügelschüttung stark durch den Pflug gestört. Doch zeigen die Erosionsschichten, dass der Hügel ursprünglich nicht zu den Größten der Umgebung gehörte. Die Hügelschüttung enthielt viele kleine Flintabschläge und vereinzelt Keramik, offensichtlich gelangte ehemaliges Siedlungsmaterial aus der Umgebung in den Hügel.

Hügelkonstruktion

Spannend waren die weiteren Baustrukturen des Hügels. Um den Hügelrand lag ein Steinkranz, dessen Standspuren noch sichtbar waren. Zudem wurde der Hügel von einem bis zu 2 m breiten und 1,20 m  tiefen Spitzgraben eingefasst, mit einem ca. 1 m breiten Durchlass im Nordosten. Die Verfüllschichten des Grabens, belegen eine langsame Verfüllung im unteren Bereich und ein mindesten 1-2maliges Nachtiefen des Grabens. In einer der jüngeren Grabenphasen war der äußere Rand mit zwei Lagen Holzbalken (Eiche) ausgelegt, die stark verkohlt waren. Vereinzelte Brandspuren im Lehm deuten darauf hin, dass die Balken vor Ort angezündet wurden. D. h. der Grabhügel wurde zu einem bestimmten Zeitpunkt illuminiert. Verkohlte Haselzweige und Moosstängel belegen, dass zusätzlich zu den Balken auch noch mit Moos ausgekleidetes Flechtwerk vorhanden gewesen sein muss. In der nächstjüngeren Phase wurde eine Steinpackung aus bis zu 30 cm großen Feldsteinen auf den Graben gelegt. Offensichtlich reichte der Graben als Markierung des Hügels nicht aus und ein Pfostenkranz aus ursprünglich 17 tief eingegrabenen Pfosten wurde um den Grabhügel herum gesetzt. Alle diese Befunde deuten auf einen jungneolithischen Grabhügel (2700-2500 v. Chr.) hin. Diese aufwendigen Grabbauten kennen wir vor allem aus Jütland, aus Schleswig-Holstein sind bisher nur einige wenige Parallelen bekannt.

Die Mehrphasigkeit des Grabens belegt, dass das Bestattungsritual nicht mit der Errichtung des Hügels beendet war. Die vielfältigen Transformationen am Hügel zeugen von immer wiederkehrenden Ritualen über einen längeren Zeitraum, vielleicht sogar einige Generationen lang.

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Abb. 9. Baustrukturen eines Grabhügels.

Urnengräber

In der jüngeren Bronzezeit (1100-500 v. Chr.) wurde der Hügel erneut für Bestattungen genutzt. Insgesamt konnten sieben Urnengräber im Südosten des Hügels geborgen werden, fünf davon in einer kleinen Grabgruppe. Sie waren beigabenlos und enthielten die kremierten Reste von zwei Kindern, zwei Erwachsenen und einem Jugendlichen. Auch mehrere Kochsteingruben fanden sich am östlichen Rand des Hügels.

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Abb. 10. Bronzezeitliche Urne in Steinpackung.

Siedlungsreste

Diesmal konnten wir auch aufschlussreiche Siedlungsreste im südwestlichen Bereich der Grabung bergen. Ein Ofen und zwei unregelmäßige Gruben mit einer Kulturschicht und mehren Pfostenlöchern, weisen hier auf eine Hausstelle aus der jüngeren Bronzezeit oder älteren Eisenzeit hin. Anwohner machten uns zudem auf zwei Feuerstellen aufmerksam, die bei Bauarbeiten zutage kamen. Ferner fanden sich zwei völkerwanderungszeitliche Glasperlen in einer Grube, eine renaissancezeitliche Siedlungsgrube und Reste eines neuzeitlichen Kalkbrennofens.

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Abb. 11. Völkerwanderungszeitliche Glasperlen. (Foto: A. Heitmann)

Offensichtlich wurde der Bestattungsplatz seit dem Jungneolithikum bis in die Bronzezeit immer wieder aufgesucht und auch später als Siedlungsplatz genutzt. Auch heute noch liegt der Gemeindefriedhof auf der anderen Straßenseite. Noch stehen Radiokarbondatierungen aus, doch schon jetzt zeigen sich vielfältige Transformationsprozesse infolge der Nutzung dieses Areals. In enger Zusammenarbeit mit den Botanikern (siehe Projekt F3) konnten bereits vor Ort die verkohlten Makroreste geschlämmt und untersucht werden. Sie liefern uns wertvolle Informationen über die Zusammensetzung der verwendeten Holzarten und Rituale, die bei der Errichtung des Grabhügels stattfanden.

Celtic Fields

Der Begriff Celtic Field beschreibt prähistorische Feldsysteme, die vor allem in Nordeuropa bereits ab der Steinzeit, hüfiger jedoch in der Eisenzeit auftreten. Die meisten dieser Anlagen sind durch die moderne Landwirtschaft verschwunden, Reste dieser Anlagen haben sich noch in Wäldern und Forsten erhalten. Erst die moderne Messtechnik des Lidar-systems macht es möglich, diese Feldsysteme zu erkennen und zu erforschen. Zusammen mit V. Arnold und den Botanikern vom F3-Projekt wurden mehrere dieser Feldsysteme prospektiert und Gruben-Sondagen angelegt. Der Aushub wurde fein gesiebt und geschlämmt, um Holzkohle für eine Datierung zu erhalten. Alle Sondagen erbrachten auch kleine Keramikstücke, die offensichtlich zusammen mit dem Auftrag von Dung auf die prähistorischen Felder gelangten. Die meisten der bisher untersuchten Feldanlagen stammen bisher aus der Jungbronzezeit (1100-500 v. Chr.).

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Abb. 12. Sondagegrabung eines Celtic Field im Schierenwald, Schleswig-Holstein.