SFB 1266 - TransformationsDimensionen

B1: Pioniere des Nordens: Veränderungen und Transformationen in Nordeuropa auf Grundlage hochauflösender Datensätze

Ahrenshöft
An der Fundstelle Ahrenshöft LA 73 fanden sich zwei, übereinander liegende Horizonte einer frühen Besiedlungsphase Norddeutschlands nach dem letzten glazialen Maximum. Diese Funde werden der sogenannten Hamburger Kultur zugeordnet und sind etwa 14.450 Jahre alt. Die Veränderungen in der Ausformung der Steinartefakte erlauben eine Aufteilung in verschiedene Gruppen: die klassische Hamburger Kultur und die Havelte Gruppe. Die Veränderung von klassischer Hamburger Kultur zu Havelte Gruppe ist eine der Transformationen, die im Projekt B1 untersucht werden soll.


Das Projekt befasst sich mit kulturellen und sozio-ökonomischen Transformationen mobiler Wildbeutergemeinschaften im Kontext unterschiedlicher und sich ändernder Umweltbedingungen während des Prozesses der Kolonisierung des nordeuropäischen Raumes im Spätpaläolithikum. Zu diesem Zweck werden besonders gut erhaltene Fundstellen Norddeutschlands und Skandinaviens im Hinblick auf ihre archäologischen und umweltgeschichtlichen Quellen untersucht, um die Dynamik von technologischen Entwicklungen, Subsistenz und Interaktionsnetzwerken im Kontext der sich ändernden Umwelt zu erforschen.


Untersuchungsgebiet Phase1
Fünf Regionen mit bekannten Fundplätzen wurden ausgewählt, um im Rahmen der ersten Phase des SFBs genauer untersucht zu werden, bzw. in denen Altergebnisse mit neuen Daten synthetisiert werden sollen. Zudem suchen wir weitere Fundregionen, die hochauflösende Archive liefern, wofür die am ZBSA in Zusammenarbeit mit dem ALSH aufgebaute Paläo-Fundplatz-Datenbank für Schleswig-Holstein als Ausgangspunkt dient.