SFB 1266 - TransformationsDimensionen

19 Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (davon 4 PostDoc Stellen) im SFB 1266

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Der SFB 1266 untersucht mit interdisziplinärem Forschungsansatz Transformationsprozesse prähistorischer und archaischer Epochen. Zwischen 15.000 v. Chr. und Beginn unserer Zeitrechnung fanden entscheidende Veränderungen in der Mensch-Umwelt-Interaktion statt, die die Entwicklung von spätpleistozänen Wildbeutergesellschaften bis zur Ausbildung früher Staaten beschreiben.

 

In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Verbundprojekt kooperieren rund 60 Forscherinnen und Forscher aus acht Instituten und der Johanna-Mestorf-Akademie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), vom Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie sowie der Universitäten Oslo und Cambridge.

 

Zum nächstmöglichen Termin sind die folgenden Stellen zu besetzen:

  1. 15 Stellen als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in mit Gelegenheit zur Vorbereitung einer Promotion,
  2. 4 Stellen als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Postdoc)

 

 

 

a) 15 Stellen als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in mit Gelegenheit zur Vorbereitung einer Promotion

 

Wir suchen herausragende Nachwuchswissenschaftler*innen mit einem interdisziplinären Profil, um relevante Themen in Bezug auf die umfassenderen Themen des SFB 1266 zu untersuchen. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.sfb1266.uni-kiel.de/de/sfb-1266-transformationsdimensionen. In dem breiten interdisziplinären Rahmen des SFB 1266 werden die Stelleninhaber*innen unterstützt und erhalten Zugang zu hochwertigen Infrastrukturen. Die Promovierenden sind Teil der Johanna Mestorf Academy der Universität Kiel (www.jma.uni-kiel.de).

 

Zu den erforderlichen Voraussetzungen gehören u.a.: 

Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in einem für das interdisziplinäre Thema SFB 1266: „TransformationsDimensionen - Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften“ relevanten Bereich. Weitere spezifische Anforderungen sind bei den einzelnen Teilprojekten angegeben. 

 

Die Eingruppierung erfolgt bei Erfüllung der tariflichen Voraussetzungen in die Entgeltgruppe 13 TV-L. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 65 % der einer Vollbeschäftigung (zz. 25,16 Stunden), außer im Teilprojekt Z2. Hier beträgt die Arbeitszeit 100 % (zz. 38,7 Std.) Die Stellen sind befristet bis zum 30.06.2024 zu besetzen. Weitere Details entnehmen Sie bitte den einzelnen Teilprojekten. 

 

 

Teilprojekt A1 „Theories of Transformation in Prehistoric and Archaic Societies”

 

Kennziffer: A1_PhD_1

Profil: Ur- und Frühgeschichte, Ethnoarchäologie, Anthropologie

 

Sie werden ethnoarchäologische und anthropologische Archive (z.B. Human Relation Area Files) im Hinblick auf mobile Jäger-Sammler- und Hirtengesellschaften analysieren und synthetisieren. Außerdem sollen archäologische und/oder ethnoarchäologische Fallstudien einbezogen werden. Auf der Grundlage eines transkulturellen Vergleichs werden Muster von Transformationen und ihr materieller Ausdruck untersucht. Dabei stehen intra- und intergesellschaftliche Dynamiken (zum Beispiel im Hinblick auf Mobilität, Siedlungsmuster und Ökonomie) im Fokus.

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in ur- und frühgeschichtlicher Archäologie sowie Kenntnisse in Sozial- und Kulturanthropologie oder einer verwandten Disziplin. Da das Projekt an der Schnittstelle zwischen Archäologie und Sozial- und Kulturanthropologie angesiedelt ist, sind Kenntnisse in beiden Bereichen wünschenswert. Sie sollten ein großes Interesse an interdisziplinärer Arbeit, sowie der Durchführung und Nachbearbeitung von Feldarbeiten vorweisen.

 

Kennziffer: A1_PhD_2

Profil: Ur-und Frühgeschichte, Ethnoarchäologie, Anthropologie

 

Sie werden ethnoarchäologische und anthropologische Archive (z.B. Human Relation Area Files) im Hinblick auf Gesellschaften mit Bodenbau und Agrarwirtschaft, aber auch metallurgischer Gesellschaften analysieren und synthetisieren. Außerdem sollen archäologische und/oder ethnoarchäologische Fallstudien einbezogen werden. Der regionale Fokus liegt im süd- und südostasiatischen Raum. Dort sind eigene Feldarbeiten angedacht, die auf Kieler Ergebnissen zum Nagaland und Sumba aufbauen und diese erweitern. Auf der Grundlage eines transkulturellen Vergleichs werden Muster von Transformationen und ihr materieller Ausdruck untersucht. Dabei stehen intra- und intergesellschaftliche Dynamiken (z.B. im Hinblick auf Siedlungsweise, Ökonomie und Ritus) im Fokus.

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in ur- und frühgeschichtlicher Archäologie sowie Kenntnisse in Sozial- und Kulturanthropologie oder einer verwandten Disziplin. Da das Projekt an der Schnittstelle zwischen Archäologie und Sozial- und Kulturanthropologie angesiedelt ist, sind Kenntnisse in beiden Bereichen wünschenswert. Sie sollten ein großes Interesse an interdisziplinärer Arbeit, sowie der Durchführung und Nachbearbeitung von Feldarbeiten vorweisen.

 

Kontakt: Konrad Ott, Henny Piezonka, Maria Wunderlich, Johannes Müller 

 

 

Teilprojekt A2 „Integrative Modelling of Socio-environmental Systems Dynamics”

 

Kennziffer: A2_PhD

Profil: Prähistorische Archäologie, Physische Geographie

 

Sie besitzen sehr gute Kenntnisse der Geostatistik und stellen im Rahmen der Modellierung prähistorischer und historischer Mensch-Umweltdynamiken regionalisierte Prozessvariablen bereit, die im Rahmen einer agentenbasierten Simulation verwendet werden. Im Fokus der Arbeit steht die Regionalisierung und räumliche Prädiktion der simulationsrelevanten Parameter und die Modellierung von Landschaftsprozessen. Eine intensive Zusammenarbeit mit dem im Teilprojekt angesiedelten Postdoc und weiteren Doktoranden*innen ist vorgesehen. Eine Vernetzung sowie Datenaustausch im SFB sind selbstverständlich.

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in Geographie, bevorzugt Umweltgeographie, oder ur- und frühgeschichtlicher Archäologie sowie fundierte Kenntnisse der Geostatistik und der räumlichen Modellierung, zu spezifischen Modellen und die Bereitschaft sich in geeignete Software und weitere projektrelevante Methoden einzuarbeiten. Umfassende Kenntnisse im Umgang mit Agentenbasierten Modellen sind ebenso unerlässlich wie vertiefte Kenntnisse in C#. Vorausgesetzt werden zudem umfassende Kenntnisse in der Programmierung unter R und mit Python. Darüber hinaus wird eine engagierte Mitarbeit im SFB erwartet.

 

Kontakt: Rainer Duttmann, Oliver Nakoinz

 

 

Teilprojekt C2 The Dynamics of Settlement Concentration Processes and Land-use in Early

Farming Communities in the North-western Carpathian Basin”

 

Kennziffer: C2_PhD_1

Profil: Prähistorische Archäologie

 

Sie werden an der Organisation und Durchführung archäologischer Feldarbeiten beteiligt sein. Zum Aufgabenbereich gehört die Aufarbeitung des Fundmaterials in typologischer und technologischer Hinsicht unter Berücksichtigung räumlicher und zeitlicher Muster. Darüber hinaus werden GIS-basierte räumliche Analysen sowohl auf Fundplatzebene, als auch auf regionaler Ebene erfolgen, die sich auf den Raum des Žitava-Tals (SW-Slowakei) konzentrieren. 

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in ur- und frühgeschichtlicher Archäologie oder einer verwandten Disziplin. Sie sollten ein großes Interesse an interdisziplinärer Arbeit sowie der Durchführung und Nachbearbeitung von Feldarbeiten vorweisen.

 

Kennziffer: C2_PhD_2

Profil: Prähistorische Archäologie

 

Sie werden an der Organisation und Durchführung archäologischer Feldarbeiten beteiligt sein. Zum Aufgabenbereich gehört eine transregionale archäologische Analyse, in der das Siedlungssystem, die materielle Kultur, Austauschsysteme, sowie das Phänomen der Rondelle im Kontext der Lengyel-Gruppen näher untersucht werden sollen. Diese sollen mit den im Žitava-Tal (SW-Slowakei) ersichtlichen sozialen Prozessen kontextualisiert werden. 

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in ur- und frühgeschichtlicher Archäologie oder einer verwandten Disziplin. Sie sollten ein großes Interesse an interdisziplinärer Arbeit, sowie der Durchführung und Nachbearbeitung von Feldarbeiten vorweisen.

 

Kontakt: Maria Wunderlich, Martin Furholt, Johannes Müller

 

 

Teilprojekt D1 „Population Agglomerations in Tripolye-Cucuteni Mega-sites”

 

Kennziffer: D1_PhD

Profil: Prähistorische Archäologie

 

Im Rahmen des Teilprojektes D1 sollen die archäologischen Grabungsergebnisse aus dem moldawischen Stolnicieni aufgearbeitet und in den Zusammenhang mit Transformationsprozessen des 

Cucuteni-Tripolje und Gumelniţa Zusammenhangs über materielle Studien und Datenanalysen gestellt werden. In einem zweiten Teil der anzufertigenden Dissertation können Grabungsergebnisse aus dem unteren Donauraum mitverarbeitet werden.

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in ur- und frühgeschichtlicher Archäologie oder einer verwandten Disziplin. Reiche Grabungserfahrung sowie rumänische, moldawische und/oder russische Sprachkenntnisse in Wort und Schrift sind Grundvoraussetzung. Sie sollten ein großes Interesse an interdisziplinärer Arbeit, sowie der Durchführung und Nachbearbeitung von Feldarbeiten vorweisen.

 

Kontakt: Johannes Müller, Wiebke Kirleis

 

 

Teilprojekt D2 „Regional and Local Patterns of 3rd Millennium Transformations of

Social and Economic Practices in the Central German Mountain Range

 

Kennziffer: D2_PhD_1 

Profil: Prähistorische Archäologie

 

Im Fokus steht die Bearbeitung und Neuevaluation ausgewählter mittel- bis spätneolithischer und endneolithischer Fundplätze im Bereich der westlichen deutschen Mittelgebirgslandschaft, insbesondere aus Hessen und Westfalen. Ein besonderer Fokus liegt auf den Transformations-prozessen um 3800, 3100 und 2600 v.u.Z. Dies schließt die Evaluation, Auswahl und Erhebung archäologischer Daten und Quellen ein. Sie sollen die typochronologische Entwicklung in Trans-formationsphasen des späten Michelsberg zu Wartberg, aber auch innerhalb von Schnurkeramik und Glockenbechern, nachvollziehen. Der strukturelle Vergleich der Transformationsprozesse soll qualitativ unterschiedliche Entwicklungen im Testgebiet kontrastieren unter der Berücksichtigung der Entwicklung und Nutzungspraktiken von Grabenwerken, Siedlungen und Gräbern.

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in ur- und frühgeschichtlicher Archäologie oder einer verwandten Disziplin. Sie sollten ein großes Interesse an interdisziplinärer Arbeit, sowie der Durchführung und Nachbearbeitung von Feldarbeiten vorweisen. Statistische und GIS-Kenntnisse werden vorausgesetzt.

 

Kennziffer: D2_PhD_2 

Profil: Prähistorische Archäologie

 

Im Fokus steht die Bearbeitung und Neuevaluation ausgewählter mittel- bis spätneolithischer und endneolithischer Fundplätze im Bereich der westlichen deutschen Mittelgebirgslandschaft, insbesondere aus Hessen und Westfalen. Im Rahmen der Dissertation sollen archäologische Hinterlassenschaften zur Wirtschaftsweise des mitteleuropäischen Neolithikums ca. 4200-2200 v.u.Z. zusammengetragen und für die Darstellung der Entwicklung im Projekt nutzbar gemacht werden (Mahlsteine, Erntegeräte etc.). 

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in ur- und frühgeschichtlicher Archäologie oder einer verwandten Disziplin. Sie sollten ein großes Interesse an interdisziplinärer Arbeit, sowie der Durchführung und Nachbearbeitung von Feldarbeiten vorweisen. Statistische und GIS-Kenntnisse werden vorausgesetzt, dazu fundierte Kenntnisse mitteleuropäischen Neolithikums.

 

Kontakt: Christoph Rinne, Johannes Müller

 

 

Teilprojekt E3 „Transformations in the Interrelation between Humans and Landscape between

the 7th and 1st Centuries BCE in the Eastern Mediterranean

 

Kennziffer: E3_PhD_1

Profil: Klassische Archäologie, Klassische Philologie

 

Sie sollen eine kommentierte Ausgabe und Übersetzung von Euklids Optik im Rahmen des Work Package 1 „Mathematized Aesthetics: Euclid’s Optics“ zur wissenschaftlichen Qualifikation im Rahmen einer Dissertation im Bereich der Griechischen Philologie erarbeiten.

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss der Griechischen Philologie (oder einem vergleichbaren Fach), sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift und Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit, insbesondere mit archäologischen Disziplinen. Erwünscht sind erste Erfahrungen mit textkritischer Arbeit, Kenntnisse im Bereich der Klassischen Archäologie und/oder der antiken Wissenschaftsgeschichte, Kenntnis der aktuellen Entwicklungen im Bereich digitales Editionswesen.

 

Kennziffer: E3_PhD_2

Profil: Klassische Archäologie, Klassische Philologie 

 

Sie befassen sich mit der Untersuchung der Stadtgründungen in den hellenistischen Königreichen vom griechischen Festland bis Afghanistan unter besonderer Berücksichtigung ihrer baulichen Dynamiken und Stadtbildausprägungen zur wissenschaftlichen Qualifikation im Rahmen einer Dissertation im Fach Klassischen Archäologie.

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss der Klassischen Archäologie (oder einem vergleichbaren Fach), sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift, Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit, insbesondere mit altphilologischen Disziplinen, Organisations-, Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie eine selbständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise. Wünschenswert sind Kenntnisse im Bereich der antiken Architektur und Urbanistik, Interesse an Kultur und Urbanistik der hellenistischen Zeit im Nahen und Mittleren Osten.

 

Kontakt: Lutz Käppel, Patric-Alexander Kreuz, Claas Lattmann (PI‘s)

 

 

Teilprojekt E4 „Interregional comparison of Iron Age transformations: from Mediterranean

Etruria to Baltic Denmark

 

Kennziffer: E4_PhD

Profil: Prähistorische Archäologie 

 

Sie sollen Untersuchungen zu drei Regionen in Zentralitalien, Südwestdeutschland und Dänemark zu den Transformationsprozessen in die Eisenzeit durchführen. Dabei sollen die zu untersuchenden Regionen miteinander verglichen und die Prozesse modelliert werden. Ebenfalls sollen mögliche Wechselwirkungen zwischen den Regionen untersucht werden.

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in ur- und frühgeschichtlicher Archäologie oder einer verwandten Disziplin. Wissen zur Klassischen Archäologie wird ebenfalls vorausgesetzt. Die Kandidaten*innen sollten ein großes Interesse an interdisziplinärer Arbeit vorweisen. Kenntnisse zur vorchristlichen Eisenzeit in Italien, Süddeutschland und Dänemark und Wissen zu Siedlungsarchäologie, Landschaftsarchäologie und zu Urbanisierungsfragen sind hilfreich.

 

Kontakt: Oliver Nakoinz, Simon Stoddart

 

 

Teilprojekt F3 „Dynamics of Plant Economies in Ancient Societies

 

Kennziffer: F3_PhD

Profil: Archäobotanik, Prähistorische Archäologie

 

Das Thema der PhD-Stelle in F3 fokussiert auf den Wandel kulinarischer Traditionen und deren Bedeutung für gesellschaftliche Veränderung, mit einem zeitlichen Schwerpunkt vom Neolithikum bis zur vorrömischen Eisenzeit. Als Untersuchungsgegenstand dienen sowohl Speisekrusten als auch amorphe verkohlte Reste primär aus aktuellen Grabungen des SFB 1266, die am Binokular und mittels REM-Technologie analysiert werden sollen. Begleitend sollen experimentelle archäobotanische Vergleichsstudien (Kochexperimente) durchgeführt werden, um die Rekonstruktionen anhand der prähistorischen Reste und Speisekrusten zu verbessern. Unterstützend sollen in enger Abstimmung mit der PostDoc in F3 Analysen stabiler Isotope und Biomarker beauftragt, und die Ergebnisse in die Auswertung einbezogen werden. Das PhD-Projekt zielt darauf ab, Veränderungen in der Nahrungsmittelzubereitung und der kulinarischen Praktiken in der Urgeschichte zu identifizieren, und in Zusammenarbeit mit den anderen Teilprojekten des SFB 1266 zur Rekonstruktion und Mustererkennung für sozio-ökologische Transformationen beizutragen.

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in Biologie oder Archäologie und verwandter Bereiche mit Schwerpunkt im Bereich Archäobotanik. Kenntnisse der Pflanzenanatomie sowie im Umgang mit SEM sind von Vorteil.

 

Kontakt: Wiebke Kirleis

 

 

Teilprojekt G2 „Geophysical prospecting, classification and validation of settlement remains

in changing environments

 

Kennziffer: G2_PhD_1

Profil: Geophysik

 

Wir bieten eine Doktorandenstelle für die oberflächennahe geophysikalische Erforschung archäologischer Ziele an. Sie werden an der geophysikalischen Untersuchung neolithischer und bronzezeitlicher Fundstätten arbeiten. Sie werden für die damit verbundene Planung und Durchführung der Feldmessungen und die Interpretation der Ergebnisse verantwortlich sein. Sie wenden die in Phase I entwickelten Methoden zur quantitativ-integrativen Dateninterpretation an, d.h. Sie arbeiten an Methoden zur quantitativen Integration geophysikalischer Feldmessungen mit Bohrergebnissen und Bohrlochgeophysik sowie zur Validierung geophysikalischer Ergebnisse durch numerische Modellierung auf der Grundlage von Grabungs- und Bohrergebnissen.

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in Geophysik oder verwandten Disziplinen.

 

Kontakt: Wolfgang Rabbel, Dennis Wilken, Tina Wunderlich

 

 

Teilprojekt F6 „Connecting Scales: Towards an Archaeological Demography of Transformations

 

Kennziffer: F6_PhD

Profil: Prähistorische Archäologie

 

Sie werden sich diachron mit der Rekonstruktion von demographischen Entwicklungen in prähistorischen und archaischen Siedlungen und Mikroregionen auseinandersetzen, um über einen strukturellen Vergleich der Daten Hinweise auf ähnliche oder unterschiedliche Mechanismen demographischer Prozesse zu erlangen. 

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss in ur- und frühgeschichtlicher Archäologie oder einer verwandten Disziplin. Vorausgesetzt wird ebenfalls Sachkenntnis in statistischer Methodik und Programmierkenntnisse in R. Sie sollten ein großes Interesse an interdisziplinärer Arbeit vorweisen. Kenntnisse zu Neolithkum und Bronzezeit und Wissen zu Siedlungsarchäologie, Landschaftsarchäologie und zu Siedlungsentwicklungen sind wünschenswert.

 

Kontakt: Tim Kerig, Johannes Müller 

 

 

Teilprojekt Z2  Data Management, Analysis and Presentation: Construction of the Landscape Archaeology Geoportal “LandMan” as a Service for the CRC 1266

 

Kennziffer: Z2_PhD

Profil: Geographie; Informationssysteme, Prozess- und Wissensmanagement

 

Es wird ein/eine wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in zur Weiterentwicklung des archäologischen Geodatenportals LandMan sowie zur Entwicklung, Implementierung und Anwendung eines Geo-Archäologischen Informationsnetzwerkes gesucht. Dabei geht es um die Weiterentwicklung und Pflege des archäologischen Geodatenportals LandMan, die Implementierung der Daten der Teilprojekte des SFB 1266 in das Geoportal, die Entwicklung eines Geo-Archäologischen Informationsnetzwerkes, die Implementierung des Informationsnetzwerkes in die Struktur des Geodatenportals, das Durchführen von Modellierungen mittels des Informationsnetzwerkes auf Basis der Daten der Teilprojekte und die Entwicklung und Durchführung von Tests für das Geodatenportal, das Informationsnetzwerk sowie die Interoperabilität zwischen diesen.

 

Voraussetzungen: Ein qualifizierter Masterabschluss oder ein vergleichbarer Abschluss im Bereich Informatik oder Geoinformatik oder vergleichbar; Erfahrung im Aufsetzen und Verwalten von DBMS (SQL) sowie GeoCMS (Geonode); Erfahrung auf dem Gebiet der fortschrittlichen Datenanalyse (Data-Mining, Maschinelles Lernen sowie Knowledge Discovery in Databases); Kenntnisse in gängigen Programmier-/Skriptsprachen (Python, JavaScript, HTML, CSS); Interesse an und Kenntnisse von Daten im archäologischen Kontext; Organisations-, Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie eine selbstständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise; sehr gute Englischkenntnisse.

 

Kontakt: Matthias Renz, Rainer Duttmann, Wolfgang Hamer

 

 

b) 4 Stellen als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Postdoc)
 

Wir suchen herausragende Wissenschaftler*innen mit einem hochinterdisziplinären Profil, um relevante Themen in Bezug auf die umfassenderen Themen des SFB 1266 zu untersuchen (weitere Informationen finden Sie unter: https://www.sfb1266.uni-kiel.de/de/sfb-1266-transformationsdimensionen). In dem breiten interdisziplinären Rahmen des SFB 1266 werden die Stelleninhaber*innen unterstützt und erhalten Zugang zu hochwertigen Infrastrukturen. Die Postdocs sind Teil der Johanna Mestorf Academy der Universität Kiel (www.jma.uni-kiel.de).

 

Zu den erforderlichen Voraussetzungen gehören u.a.: 

Eine Promotion in einem für das interdisziplinäre Thema SFB 1266: „TransformationsDimensionen - Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften“ relevanten Bereich; exzellente Nachweise von Forschungsbeteiligung und Veröffentlichungen. Weitere spezifische Anforderungen sind bei den einzelnen Teilprojekten angegeben. 

 

Die Eingruppierung erfolgt bei Erfüllung der tariflichen Voraussetzungen in die Entgeltgruppe 13 TV-L. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 50 % der einer Vollbeschäftigung (zz. 19,35 Stunden). Die Stellen sind befristet bis zum 30.06.2024 zu besetzen. Weitere Details entnehmen Sie bitte den einzelnen Teilprojekten. 

 

 

Teilprojekt A1 „Theory and Modelling”

 

Kennziffer: A1_ Postdoc

Profil: Philosophie, Ur- und Frühgeschichte

 

Innerhalb des Teilprojektes des SFB 1266 werden theoretische Grundlagen für die Erklärung von Transformationen im archäologischen Befund für verschiedene Gesellschaftsformationen entwickelt und deren Interpretation durch Mustererkennung, abduktive Hypothesen und transkulturelle Analogien vorangebracht. Sie haben die Aufgabe, die theoretischen Konzepte des SFB im Rahmen von Philosophie und prähistorischer Archäologie weiterzuentwickeln. Ggf. besteht die Gelegenheit zur Vorbereitung habilitationsäquivalenter Leistungen.

 

Voraussetzungen: Eine qualifizierte Promotion in Philosophie, Geschichte, Archäologie oder einem verwandten Fach. Weitere Einstellungsvoraussetzungen sind nachweisbare gründliche Kenntnisse in Geschichtstheorie, Wissenschaftstheorie der Archäologie, Sozialanthropologie und Gesellschaftstheorie. Kenntnisse in Wirtschaftsgeschichte und Ethnologie sind von Vorteil. 

 

Kontakt: Konrad Ott, Henny Piezonka, Maria Wunderlich, Johannes Müller 

 

 

Teilprojekt F1 „Climate Constraints of Western Mediterranean socio-environmental transformation and potential implications for central Europe

 

Kennziffer: F1_Postdoc

Profil: Prähistorische Archäologie, Atmosphären-, Ozean- und Klimaforschung, Geologie und Paläontologie

 

Sie arbeiten in der wissenschaftlichen Erforschung sozio-ökologischer Komponenten des Wandels in Westeuropa mit dem Ansatz inter- und transdisziplinäre Integration von Archäologie und Paläo-Klimatologie. Im Rahmen des Projekts sollen Sie zur Entwicklung und Identifizierung von Gesellschaftsindikatoren im Bereich der materiellen Kultur und theoretischen Hintergründen von Transformation und Wandel in prähistorischen Perioden beitragen. Wissenschaftliches Ziel ist die eigenständige Rekonstruktion der Besiedlungsgeschichte, kultureller Entwicklung und Wandel vom Neolithikum bis zur Bronzezeit in Westeuropa sowie der Vergleich der Ergebnisse mit umweltgeschichtlichen Daten, um Aussagen zum Umgang dieser frühen Gesellschaften mit gesellschaftlichem und sozialem Wandel treffen zu können. Nötig sind dafür die eigenständige und verantwortliche Organisation und Leitung von Feldarbeiten und Prospektionen u.a. in Monte da Contenda, Portugal einschließlich der wissenschaftlichen Auswertung, Erstellung von Berichten und Fachpublikationen, Koordination der von Feldarbeiten mit dem Kooperationspartner zusammen mit den Subprojektleitern. 

 

Weitere Aufgaben bestehen in der Aufnahme und Beprobung von Material an Museen in Spanien, Portugal und Frankreich. Angestrebt wird die Analyse der Daten auf Transformationspotential und den Wandel im Chalkolitikum auf der Iberischen Halbinsel und in Südwestfrankreich durch die räumlich-statistische Analyse und Interpretation der materiellen Kultur. Nötig dafür ist die Erstellung von Zeitreihen, empirische Analyse von Materieller Kultur (u.a. Keramik und Idole) und die eigenständige Anwendung aoristischer und bayesscher Methoden und deren Weiterentwicklung. Ziel ist es, zu einem Vergleich der Materialstudien mit den Ergebnissen des klimatologischen Teils des Projekts zu gelangen.

 

Voraussetzungen: Eine qualifizierte Promotion in ur- und frühgeschichtlicher Archäologie, nachweislich langjährige Praxis in archäologischer Prospektion und Feldarbeiten in analogen und digitalen Medien auf internationaler Ebene, fundierte Kenntnis und kritische Auseinandersetzung mit den aktuellen Forschungen zur materiellen Kultur in Westeuropa, sehr gute Englischkenntnisse, ergänzende Kenntnisse in einer der Sprachen Spanisch, Portugiesisch oder Französisch, die Bereitschaft zu längeren Feldarbeiten und Forschungsaufenthalten im Ausland, die Mitwirkung und Organisation der interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb des Projektes und des SFB’s, Organisations-, Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie eine selbstständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise. Darüber hinaus sind ein Führerschein der Klasse B und Erfahrung mit Grabungsanträgen in Portugal/Spanien von Vorteil.

 

Kontakt: Mara Weinelt, Jutta Kneisel, Christoph Rinne, Ralph Schneider

 

 

Teilprojekt F2  Socio-environmental Transformations and Interdependencies

 

Kennziffer: F2_Postdoc

Profil: Umweltarchäologie, Paläo-Ökologie 

 

Die Aufgaben bestehen in Prospektion, Beprobung und Untersuchung von archäologischen und paläo-ökologischen on-site, near-site und off-site Archiven mittels Mikrofossilanalysen (Pollen- und Non-Pollen-Palynomorphe etc.). Ein Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit Teilprojekt D2, um spätneolithische Mensch-Umwelt-Interaktion in den Blick zu nehmen, indem geeignete Archive im deutschen Mittelgebirgsraum identifiziert und analysiert werden. Die Datenanalysen finden in intensivem Austausch mit den archäologischen Teilprojekten sowie der Modellierungsgruppe statt und beinhalten Mustererkennung für sozio-ökologische Transformationen auf regionaler bis überregionaler Ebene.

 

Voraussetzungen: Eine qualifizierte Promotion in Umweltarchäologie und verwandten Bereichen, sowie fundierte Fachkenntnisse der Pollenanalyse und Paläoökologie. Kenntnisse im Bereich der Datenanalyse und Mustererkennung sind erwünscht.

 

Kontakt: Walter Dörfler, Wiebke Kirleis

 

 

Teilprojekt F6 „Connecting Scales: Towards an Archaeological Demography of Transformations

 

Kennziffer: F6_Postdoc

Profil: Prähistorische Archäologie

 

Sie werden eine wichtige Rolle bei der Integration der Daten des SFB zum demographischen Wandel spielen und Sie werden relevante Datensätze identifizieren und vereinheitlichen. Zusätzlich werden Sie auch Daten aus anderen Quellen (Literatur, bestehende Datenbanken) integrieren, um die Daten des SFB 1266, wo immer nötig, zu ergänzen. Sie sind verantwortlich für die Lieferung vereinheitlichter Datensätze zur Archivierung der demographischen Daten in Absprache mit Teilprojekt Z2. Sie führen statistische Analysen mit R und unter Verwendung des CRC 1266 Geoportals LandMan durch und verwenden hauptsächlich bestehende R-Pakete für statistische Analysen und Simulationsstudien. Sie werden sich mit der aktuellen bio-statistischen Modellierung befassen und diese Methoden auf archäologische Daten anwenden. 

 

Voraussetzungen: Eine qualifizierte Promotion in ur- und frühgeschichtlicher Archäologie oder verwandter Bereiche mit einem Schwerpunkt auf statistische Analysen, sowie fundierte Fachkenntnisse in den in der Aufgabenbeschreibung genannten statistischen Methoden und Programmen, darüber hinaus in der Datenanalyse und Mustererkennung.

 

Kontakt: Tim Kerig, Johannes Müller 

 

 

 

Die Universität ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten zu erreichen. Sie bittet deshalb geeignete Frauen, sich zu bewerben und weist daraufhin, dass Frauen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt werden.

 

Die Hochschule setzt sich für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ein. Daher werden schwerbehinderte Bewerber*innen bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

 

Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.

 

 

Die Bewerbungsunterlagen können in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden. Bitte geben Sie zwingend die Kennziffer der Stelle, für die Sie sich bewerben, am Anfang Ihres Bewerbungsanschreibens an! Die Bewerbung senden Sie bitte zusammengefasst in einer pdf-Datei. Die Bewerbungsfrist läuft für alle Stellen am 23.08.2020 ab.  

 

Ihre Bewerbung sollte ein Anschreiben und Ihren Lebenslauf (inkl. Publikationsliste) enthalten. Darüber hinaus sollten folgende Dokumente eingereicht werden: 

 

Für die PhD-Stellen:  

  • Publikationsliste, falls vorhanden
  • eine Skizze der PhD-Forschungsarbeiten (max. 2 Seiten) und die Namen von zwei Referenzen mit Kontaktinformationen,
  • eine PDF-Datei Ihrer Masterarbeit oder Nachweis der gleichwertigen Qualifikation,
  • Nachweise über die erworbenen Studienabschlüsse.

 

Für die Postdoc-Stellen: 

  • ein Exposé (max. 2 Seiten) zur Umsetzung des Forschungsvorhabens,
  • die Namen von zwei Referenzen mit Kontaktinformationen,
  • eine PDF-Datei Ihrer Dissertation,
  • Nachweise über die erworbenen Hochschulabschlüsse sowie den Nachweis über den Abschluss der Promotion.

 

 

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung an: 

 

Prof. Dr. Johannes Müller

Sprecher SFB 1266

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Leibnizstraße 3

24118 Kiel, Deutschland

via E-Mail (office@sfb1266.uni-kiel.de)

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: office@sfb1266.uni-kiel.de.

 

 

Auf die Vorlage von Lichtbildern/Bewerbungsfotos verzichten wir ausdrücklich und bitten daher, hiervon abzusehen.

 

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