SFB 1266 - TransformationsDimensionen

Archiv Feldarbeiten

 


04.06.2017

Feldarbeit von Teilprojekt B1 bei strahlendem Sonnenschein in Dätgen     

Tobias Burau & Sascha Krüger beim Abteufen des Pürckhauer-Bohrers

Am Freitag, den 02. Juni 2017, führte Projekt B1 in Dätgen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) eine Voruntersuchung nahe dem Großen Moor durch. Unweit eines spätglazialen Fundplatzes wollte das Team, bestehend aus Tobias Burau (Hiwi), Sascha Krüger (PhD) und Sonja Grimm (PostDoc), dabei Torfe oder Mudden für eine mögliche paläoökologische Hauptuntersuchungen ausfindig machen. Mit einer solchen Untersuchung soll die Entwicklung der Umweltverhältnisse vor Ort rekonstruiert und die Anwesenheit des Menschen in Korrelation dazu eruiert werden. Unterstützt wurden unsere Arbeiten durch den Sammler René Ender und die Familien Wulf, Schumacher und Hülsen aus Dätgen, die das Betreten ihrer Wiesenflächen erlaubten.

Leider ergaben die meisten mit dem Pürckhauer erbohrten Profile unmittelbar unterhalb des Oberbodens einen glazialen Mergelhorizont. In einer östlich der Fundstelle gelegenen Senke fanden sich geringmächtige Torflagen. Da diese aller Wahrscheinlichkeit nach holozän datieren, sind sie somit für die Fragestellungen unseres Projekts leider nicht relevant. In einer kesselartigen Senke westlich der Fundstelle fanden sich zudem Sande, die aber aufgrund der Lage im Gelände wahrscheinlich als Kolluvien anzusprechen sind. So brachte dieser Tag im Feld zwar nicht die erhofften Paläoarchive, doch war dieser negative Erkenntnisgewinn mit interessierten Grundbesitzern und bei sonnig-warmem Sommerwetter draußen auch ein angenehmer Außeneinsatz.

Bild: Tobias Burau (links) und Sascha Krüger (rechts) beim Abteufen des Pürckhauer-Bohrers (Foto: Sonja Grimm).


02.05.2017

Extraktion von Sedimentkernen: Bohrungen in Griechenland     

Feldarbeiten in Griechenland

Am 24. März brachen die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Teilprojekts E1 mit einem vollbepackten Minilaster des Instituts für Ökosystemforschung auf gen Griechenland zu einer insgesamt 3-wöchigen Geländekampagne. Nach 3 Tagen Fahrt über die Alpen bis nach Venedig und von dort mit der Fähre nach Patras, und nach 1600 zurückgelegten Kilometern kam das Team im Untersuchungsgebiet in der Region Stymphalia (Präfektur Korinthia) an. Dort trafen sie auf die Kooperationspartner Pavlos Avramidis und Eleni Zagana vom Geologischen Institut der Universität Patras. Gemeinsam wurden in den Tälern Pheneos, Stymphalia und Kaisari insgesamt 28 Bohrmeter an Sedimentkernen gewonnen sowie an den Talhängen zahlreiche Bodenprofile untersucht. Die Sedimentanalysen sollen unter anderem darüber Aufschluss geben, ob und inwieweit Klimaveränderungen in der Region Einfluss auf den kulturellen Übergang von der Bronze- in die Eisenzeit (ca. 1200-800 v.Chr.) hatten, und welchen Einfluss umgekehrt die Menschen dieser Zeit auf ihre Umwelt genommen haben.

Bild: Ingmar Unkel


25.04.2017

Im Rahmen des D3-Projektes im SFB 1266 zu bronzezeitlichen Transformationsprozessen zeigen aktuelle Feldforschungen bei Bornhöved neue Erkenntnisse

Kochsteingrubegeomagnetische Prospektion Kochsteingruben


Anhand der geomagnetischen Prospektion konnten in einem Teilstück des Areals Konzentrationen von Anomalien festgestellt werden. Eine gezielte Sondagegrabung in diesem Bereich ergab, dass es sich um fundarme Kochsteingruben handelt. Anhand der geomagnetischen Prospektion scheinen die Kochsteingruben in Kreisen angeordnet zu sein. Die Anordnung von Kochsteingruben in Kreisen ist vor allem aus Dänemark bekannt. Außergewöhnlich hingegen ist, dass die Kochsteingruben bei Bornhöved in einer Niederung liegen und Teile der Kulturschicht erhalte sind, die zudem Keramik enthielt. Neben Kochsteingruben konnten auch Steinschüttungen und Steinpflaster festgestellt werden.

In den Sommermonaten werden die Feldforschungen bei Bornhöved fortgesetzt.


24.04.2017

Survey in ukrainischen Siedlungen des Cucuteni-Tripolye-Komplexes im März und April 2017

Survey in der Ukraine

Mitarbeiter des Teilprojektes D1 (“Population Agglomeration in Tripolye-Cucuteni Mega-sites”) und der ukrainischen Akademie der Wissenschaften führten vom 5. März bis 7. April 2017 einen Survey in zwei unterschiedlichen Test-Regionen in der Ukraine durch, bei denen insgesamt 8 Siedlungen des Tripolye-Komplexes aus der Zeit zwischen etwa 4200 und 3500 BCE großflächig geomagnetisch untersucht und Material für typochronologische Analysen und naturwissenschaftliche Datierungen gesammelt wurden. In der Umgebung von Talne und Nowoarchangelsk im Südlicher Bug–Dnieper-Zwischenstromgebiet wurden gezielt Siedlungen aus Phasen untersucht, aus denen bei früheren Grabungen zwar bereits umfangreiche Fundassemblagen geborgen wurden, allerdings bisher kaum Informationen zur Konfiguration des Siedlungslayouts vorlagen. Eine ähnliche Strategie wurde  auch in den Regionen bei Krishopil und Winnizia im Zwischenstromgebiet des südlichen Bugs und Dniesters verfolgt, in denen allerdings insgesamt ein schlechterer Forschungsstand zu verzeichnen ist. Der Survey liefert für beide Regionen essenziell wichtige Daten für ein besseres Verständnis 1. von regionalen Mustern und ihren kulturellen Bezügen des räumlichen Layouts von Siedlungen, 2. zur absoluten Chronologie, 3. zu Transformationen der sozialen Organisation, und 4. der Bevölkerungsdynamik.


23.04.2017

Eine Prospektionskampagne in der Südwestslowakei im Februar und März 2017

Prospektionskampagne in der Südwestslowakei

Im Rahmen des SFB fand vom 26. Februar bis 16. März in enger Zusammenarbeit mit dem Teilprojekt G2 (Geophysik) eine Prospektionskampagne in der Südwestslowakei statt. Insgesamt wurden im Tal der Žitava 24 potentiell bandkeramische Fundstellen besucht und teilweise intensiv begangen (PDF: Besuchte Fundorte). Zentrales Ergebnis ist die Erkenntnis, dass nach dem derzeitigen Forschungsstand die drei Siedlungen von Vráble im Umkreis von 5 km keine gleichzeitigen Nachbarsiedlungen hatten. Andererseits zeigten die Begehungen entlang der Žitava-Flussterrasse, dass in Teilen mit einem dicht gestaffelten Netz an Siedlungen zu rechnen ist. Die geophysikalischen Prospektionen (Foto: Geophysische Prospektion in Aktion) ermöglichten darüber hinaus die Identifizierung von Dutzenden von Häusern, was zu einem Überdenken der bisherigen Bevölkerungsschätzungen zwingt.

Im Sommer werden die Ausgrabungen in Vráble fortgesetzt, die Frühjahrsprospektion hat jedoch deutlich vor Augen geführt wird, wie wichtig auch die weitere Erforschung des Umlandes ist, wo mit einem moderaten Arbeitsaufwand erhebliche Erkenntnisgewinne erzielt werden können.


10.12.2016

Oberflächensurveys im Kreis Segeberg

Geomagnetische Prospektionen auf dem Untersuchungsgebiet
Zurzeit finden geomagnetische Prospektionen und Oberflächenbegehungen eines bronzezeitlichen Grabhügelfeldes bei Bornhöved statt.


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08.12.2016

Geländearbeiten im Duvenseer Moor

Geländearbeiten im Duvenseer Moor
Mit Bohrungen und umfangreichen Georadarmessungen wurde mit den Feldarbeiten zur weiteren Erforschung des Mesolithikums im Duvenseer Moor begonnen.

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28.11.2016

Feldforschungen in der kupferzeitlichen Megasite Maidanetske, Ukraine

Feldforschungen in der kupferzeitlichen Megasite Maidanetske
Im Rahmen des SFB-Teilprojektes D1, das sich mit der Entstehung kupferzeitlicher Bevölkerungsagglomerationen in unterschiedlichen Regionen des Cucuteni-Tripolye-Komplexes auseinandersetzt, fanden im August und September 2016 umfangreiche Feldforschungen in der kupferzeitlichen Großsiedlung Maidanetske in der zentralen Ukraine statt (ca. 3900–3600 BCE).

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24.11.2016

Feldforschung und Ausgrabungen im Westlichen Oldenburger Graben

Feldforschung im Westlichen Oldenburger Graben
Im Sommer 2016 leiteten Feldarbeiten die Erforschung eines neolithischen Siedlungsplatz mit Feuchtbodenerhaltung im Westlichen Oldenburger Graben ein.

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14.11.2016

Ausgrabungen und Sammlung botanischer Proben in Ungarn

Ausgrabungen und Sammlung botanischer Proben in Ungarn
Internationale Projektkollaboration des SFB bei Forschungen zu einer mittelbronzezeitlichen Siedlungsstätte aus der Vatya-Kultur.

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07.11.2016

Siedlungsarchäologie zur Bandkeramik in der Südwestslowakei

Grabungsfläche von 2016 aus ca. 60 m Höhe
Großflächige Ausgrabungen und Feldarbeiten liefern erste Ergebnisse zur frühen Sesshaftwerdung und Siedlungsdynamik im Kartpartenbecken.

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