SFB 1266 - TransformationsDimensionen

Archiv Aktuelles


11.10.2017

Wissenschaftlicher Nachwuchs des SFB 1266 auf der „GeoBremen“ und dem „Deutschen Kongress für Geographie“
 

GeoBremen & Deutscher Kongress für Geographie        Joana & Julien

GeoBremen

Die GeoBremen 2017, organisiert von der Deut­schen Mi­ne­ra­lo­gi­schen Ge­sell­schaft (DMG) und der Deut­schen Geo­lo­gi­sche Ge­sell­schaft – Geo­lo­gi­sche Ver­ei­ni­gung (DGGV), fand vom 24. – 29. September in der Hansestadt Bremen statt. Insbesondere Geologen und Umweltwissenschaftler kamen zusammen, um sich über geologische Themen auszutauschen, die dieses Jahr unter dem Motto „The System Earth and its Materials – from Seafloor to Summit“ standen.

Joana Seguin, Doktirandin in E1, und Julien Schirrmacher, Doktorand in F1, präsentierten hier die ersten Ergebnisse ihrer jeweiligen Forschung zu Paläoumweltrekonstruktionen im Mittelmeerraum. Die DEUQUA-Session „Archives of Quaternary climatic and environmental changes“ war besonders interessant und bot einen guten Rahmen für das Kennenlernen und den wissenschaftlichen Austausch mit Kollegen aus ähnlichen Forschungsfeldern. Als ein Highlight der Konferenz gab es am letzten Abend ein Abendessen im ehrwürdigen und sehenswerten Bremer Ratskeller.
 


 

Deutscher Kongress für Geographie

Der Deutsche Kongress für Geographie (DKG), die größte Konferenz der Geographie im deutschsprachigen Raum war dieses Jahr zu Gast in Tübingen. Bis zu 1800 Teilnehmer kamen vom 30.09. – 05.10.2017 in der malerischen Universitätsstadt im Herzen Baden-Württembergs zusammen, um sich mit dem vielseitigen Spektrum der Geographie zu befassen. Das diesjährige Motto „Welt in Bewegung“ wurde aus unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet und in zahlreichen Vorträgen, Posterpräsentationen, Podiumsdiskussionen, World Cafés und Exkursionen konnten sich Wissenschaftler, Studenten, Lehrer und Interessierte austauschen.
Im Rahmen der Geoarchäologie Sitzung, welche zugleich eine der interessantesten und relevantesten Veranstaltungen war, präsentierte ich mein Poster und hatte Gelegenheit mich mit Kollegen aus vergleichbaren Themenfeldern auszutauschen. Ein weiterer Höhepunkt war für mich eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „interdisziplinäre Praxis einer Natur-/Gesellschaftsforschung“, eine Thematik, die in meinen Augen auch eine hohe Relevanz für den SFB 1266 hat.

Der nächste DKG wird 2019 in Kiel stattfinden und es gibt bereits einen Trailer.


13.09.2017

SFB 1266 auf der Digitalen Woche Kiel

Digitale WocheDigitalisierung erlebbar machen und Perspektiven aufzeigen – das ist das Ziel der Digitalen Woche Kiel. Vom 16. – 23.09.2017 präsentieren und diskutieren Akteure aus allen Bereichen der Gesellschaft Aspekte des digitalen Wandels. Die CAU ist im Themenblock „Bildung und Wissenschaft“ mit der Vortragsreihe „CAU digital“ vertreten.

Wie der SFB Landschaftsrelikte vermisst und vergangene Landschaften digital rekonstruiert, erläutert Oliver Nakoinz (Teilprojekt A2) am Donnerstag, 21.09., in seinem Vortrag „Vermessung der Landschaft“. Gemeinsam mit Jan Piet Brozio (Teilprojekt  C1) und Christoph Rinne (Teilprojekt  D2, F1) erläutert er die Erstellung digitaler Geländemodelle auf Basis von Fotos am Beispiel des Megalithgrabes auf dem Campus.

Zeit: Donnerstag, 21.09.2017, 16.00 – 18.00 Uhr
Ort: Foyer des Unihochhauses, Christian-Albrechts-Platz 4

Näheres zum Vortrag 

Programm und Informationen Digitale Woche Kie


11.09.2017

Archäologie hautnah: Öffentliche Besichtigung der Ausgrabung bei Bornhöved am 16. September

Ausgrabung Bornhöved
Am kommenden Sonnabend haben Interessierte von 10.00 bis 16.00 Uhr die Möglichkeit, die archäologische Ausgrabungsstätte Mang de Bargen bei Bornhöved zu besichtigen und einen Einblick in die Arbeitsweise der Archäologinnen und Archäologen zu erhalten.

Wo sich heute weite Ackerflächen erstrecken, sah es vor rund 3500 Jahren ganz anders aus. In der Bronzezeit um 1500 v. Chr. siedelten hier bereits Menschen, die Ackerbau und Handel betrieben und in der Lage waren, Metall zu bearbeiten. Ihre Toten begruben sie unter großen Hügeln, die sie mit Grabbeigaben aus Holz und Keramik austatteten. 

In diesem Sommer graben Archäologinnen und Archäologen des Sonderforschungsbereiches 1266 „TransformationDimensionen – Mensch-Umwelt Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) nahe der Kiesgrube bei Bornhöved nach Spuren dieser frühen Hinterlassenschaften. Auf einer Fläche halb so groß wie ein Fußballfeld suchen sie nach Überresten von Häusern, Gräbern und anderen Siedlungsaktivitäten - und das mit Erfolg: Sie fanden bereits einen Grabhügel, den ihn umgebenden Steinkreis und Spuren der Bäume, die ihn einstmals umrundeten. Außerdem entdeckten die Wissenschafterinnen und Wissenschaftler Kochsteingruben, die darauf hindeuten, dass an den Grabhügeln Festivitäten stattfanden. Und auch Unerwartetes hält der Fundplatz bereit, wie die Leiterin der Ausgrabung, Dr. Jutta Kneisel, erzählt: „Was uns noch Rätsel aufgibt, sind die großen Steinpflaster, die wir am Rande des Hügels gefunden haben“.

Zudem stießen die Archäologen auf einige Funde aus Flint, die darauf hindeuten, dass das Gebiet bereits in der Steinzeit besiedelt war. Besonders eindrucksvoll ist eine kleine Flintspitze, die vermutlich als Pfeil- oder Speerspitze diente.

Am kommenden Sonnabend ist der Ausgrabungsplatz von 10.00 bis 16.00 Uhr für jedermann geöffnet. Studierende der Archäologie demonstrieren und erläutern ihre Arbeitsweise und die Wissenschaftlerinnen, die die Ausgrabung leiten, stehen für Fragen zur Verfügung. Auch Kinder sind herzlich willkommen.

Anfahrt zur Ausgrabungsstelle: Über die A 21 Ausfahrt Bornhöved, B 430 Richtung Plön, hinter Bornhöved erste Bushaltestelle rechts in die Straße Mang de Bargen oder über Schalensee in die Tarbeker Straße, zweiter Feldweg rechts.

Kontakt: Jutta Kneisel
Telefon: +49 431 880-5925 

Poster zum Download mit Anfahrtsskizze


07.09.2017

Der SFB 1266 auf der EAA in Maastricht

EAA Maastricht

Vom 30. August bis zum 3. September fand die diesjährige Konferenz der European Association of Archaeologists in Maastricht statt. Mit dem Leitthema „Building Bridges“ stellte die Tagung für über 2.000 Teilnehmende und Beitragende aus ganz Europa ein wichtiges internationales Event dar. Der SFB 1266 präsentierte im Ausstellungsbereich das inhaltliche Konzept und das aktuelle Public Outreach Projekt „Archaeo Lounge“ vor. Neben den Publikationen der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ erregte insbesondere das Kieler Open Access „Journal of Neolithic Archaeology“ Interesse, welches von SFB 1266 Sprecher Johannes Müller und F1 PostDoc Martin Hinz am Kieler Institut für Ur- und Frühgeschichte unter der Mitarbeit weiterer Mitglieder des SFB 1266, der Johanna-Mestorf-Academy sowie der GSHDL herausgegeben wird.

In verschiedenen Sessions wurden aktuelle Forschungen des SFB 1266 vorgestellt. Die Beiträge von Johannes Müller und Kooperationspartner Aleksandr Diachenko (Archäologisches Institut der Akademie der Wissenschaften der Ukraine), Martin Hinz, Jutta Kneisel, Mara Weinelt, Sonja Grimm, Vesa Arponen, Daniel Groß, Harald Lübke, John Meadows, Jan Piet Brozio und Sascha Krüger bedienten Thematiken von der Problematik der Datenakquise zu nordeuropäischen Wildbeutergruppen bis hin zur chalkolitisch-bronzezeitliche Transition auf der Iberischen Halbinsel. Teilprojekt B2-Wissenschaftler Harald Lübke und Daniel Groß organisieren mit weiteren Kollegen eine Session zu „European Hunter-Gatherer Wetland Sites: New Data, Models and Perspectives.“ 

Wir bedanken uns bei der EAA und dem Team in Maastricht für die Organisation und freuen uns auf die kommende Konferenz in Barcelona 2018.

Link zur Veranstaltung 

Fotos


14.08.2017

International Workshop „Gender Transformations in Prehistoric and Archaic Societies” in den Startlöchern

International WorkshopFrauen im Haus und Männer auf dem Feld – wieso sollte eine solche Aufteilung der Geschlechterrollen über Jahrtausende gleichbleiben, während sich soziales Umfeld und Naturraum wandelt? Besonders bei den großen Transformationsprozessen wie Sesshaftwerdung, Einführung neuer Technologien oder Urbanisierung ist davon auszugehen, dass auch Geschlechteridentitäten und Aufgabenverteilung in den betreffenden Gesellschaften immer wieder neu ausgehandelt wurden. Dieser Themenkomplex soll mit einem internationalen Workshop des SFB 1266 vom 8. bis 10 März 2018 zur Diskussion gestellt werden. Mit dem Versand des Call for Paper hat die Vorbereitung jetzt begonnen. Vorträge können bis zum 30. September 2017 angemeldet werden. Mit der Organisation des Workshops ist Dr. Julia Katharina Koch betraut. Weitere Informationen, Anmeldeformular und Kontaktadresse finden sich hier.
 


09.08.2017

Archaeo Lounge & Twitter:  Neues von der Öffentlichkeitsarbeit im SFB 1266

Archaeo Lounge

Öffentlichkeitsarbeit in der Wissenschaft ist von zentralem Interesse – allgemein verständliche Vermittlung von Inhalten gewinnt im Forschungsbetrieb immer mehr an Bedeutung. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung hat mediale Präsenz dabei eine besonders große gesellschaftliche Reichweite, aktuelle Fragen der Forschung und neue Erkenntnisse sind leicht zugänglich und Wissenschaft wird interaktiv erlebt.

Der SFB1266 beschäftigt sich mit den entscheidenden Transformationen in der Mensch-Umwelt-Geschichte in Europa von 15.000 bis zu Beginn unserer Zeitrechnung. Als Transformationen definieren wir tiefgreifende Prozesse, die unsere heutige Existenz begründen – damit verbundene Fragen sind somit immer aktuell und gesellschaftsrelevant. Wann kippte das Gleichgewicht zwischen Mensch und natürlichen Ressourcen? Warum sind wir wo sesshaft geworden und wie? Seit wann gibt es Mega-Cities und Zivilisationskrankheiten? Wann, warum und wie bildeten sich soziale Hierarchien? Was sind menschliche Anpassungsstrategien? Wie entwickelten sich Ideologien? Welche gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Auslöser sind für diese tiefgreifenden Veränderungen verantwortlich? Und was können wir für die heutige Gesellschaft daraus lernen? Die Erforschung dieser Fragen ist komplex und der SFB 1266 befindet sich noch in der Anfangsphase. Wir möchten mediale Kanäle nutzen, um der Öffentlichkeit Einblicke in unsere Forschungsaktivitäten von Beginn an zu ermöglichen.

Ein Kanal ist hierfür unser Blog Archaeo Lounge, der im Rahmen des aktuell laufenden Projektes „Grabungstagebuch“ gestartet wurde. Bei diesem Projekt begleitet Kommunikationsdesign-Student Jonas Fischer die Ausgrabungen von Teilprojekt D1 in Moldawien. Der Forschungsalltag von Archäologinnen und Archäologen auf einer Expedition im osteuropäischen Ausland aus seiner Perspektive – wirklich so abenteuerlich und romantisch…? Tägliche Zeichnungen nehmen die Leser mit auf seine Reise. Mehr zum Gemeinschaftsprojekt des SFB 1266, der Muthesius Kunsthochschule und dem Referat Kreative Stadt Kiel ist in der Pressemitteilung  zu lesen. Der Blog wird zukünftig Plattform für weitere Beiträge sein.

Als weiteren medialen Kanal steht mit "ArchaeoDimensions" der Twitter-Account des SFB 1266 zur Verfügung (@SFB1266). Mit aktuellen Meldungen rund um das Thema Mensch-Umwelt-Transformationen soll die Kommunikation mit der weltweiten Öffentlichkeit und anderen Forschungseinrichtungen verstärkt werden.

Bild: Jonas Fischer/Carsten Reckweg.



02.08.2017

“Day of Archaeology“ – die tägliche Vielfalt der Archäologie

Day of Archaeology

Was mit einem Twitter-Chat unter Archäologiestudierenden angefangen hat, ist seit 2011 zu einer weltweiten Austauschplattform gewachsen mit über tausend Beteiligten gewachsen: Der „Day of Archaeology“ ist ein internationales Projekt, gegründet um das vielfältige Arbeitsleben der Archäologie mit der Welt zu teilen. In Blogeinträgen beschreiben Menschen ihren aktuellen Arbeitstag – ob Studierende, Wissenschaftler, Museumsangestellte, Grabungsmitarbeiter, ob Ausgrabung, Büro, Exkursion, Labor, Magazin oder Bibliothek, die „Tagebucheinträge“ mit Bildern und Videos zeigen, wie facettenreich Aufgabengebiete und Tätigkeiten sind. Dieses Jahr fand der "Day of Archaeology" am 28. Juli statt.

Sonja Grimm, die als PostDoc im Teilprojekt B1 „Pioniere des Nordens: Veränderungen und Transformationen in Nordeuropa auf Grundlage hochauflösender Datensätze“ paläolithische Gesellschaften Nordeuropas erforscht, ist nicht nur seit 2014 auf der Platform aktiv – die Projektseite kann außerhalb des „Day of Archaeology“ als Blog genutzt werden -dieses Jahr schilderte sie auch, wie ihr Tag verlief. Einen Einblick in die Entwicklung computergestützter Analyseverfahren gewährte die Summer School „Reproducible Research in (Landscape) Archaeology,“ die PostDoc Daniel Knitter gemeinsam mit der Exzellenzinitiative Topoi Berlin veranstaltete. Julia Koch, die seit Juli im Bereich Geschlechterforschung und Chancengleichheit im SFB arbeitet, berichtet über die Reiselust im Leben einer Archäologin. Taylor Lauritsen, Post im ERC-Projekt "DECOR" am Institut für Klassische Altertumskunde, beschreibt seinen   seinen Arbeitstag in Pompeji.


26.07.2017

Summer School "Reproducible Research in (Landscape) Archaeology"

Summer School 2017

Ein Beitrag zur Forschung von morgen. Kurzbericht zur Summer School "Reproducible Research in
(Landscape) Archaeology"

Wenn erwachsene Menschen bei grünen Knöpfchen mit der Aufschrift "build passing" leuchtende Augen bekommen und sich ein "Juhu!" nicht verkneifen können, dann sind sie entweder junggebliebene Computerspielfans oder aber Teilnehmende der Summer School "Reproducible Research in (Landscape) Archaeology". Dank der Unterstützung des SFB1266 sowie des Exc264 Topoi haben 16 Forscherinnen und Forscher aus der (Landschafts-)Archäologie und Geographie aktiv erprobt reproduzierbar zu forschen und zu arbeiten. Angeleitet wurden sie Prof. Ben Marwick, dem Vordenker reproduzierbarer Forschung in der Archäologie, der seine fachliche und technische Expertise teilte. Natürlich kam auch die Wissenschaft nicht zu kurz und es wurden unterschiedliche Interpolationsmethoden sowie Verfahren zur Analyse von Punktmusterprozessen in "live-coding sessions" vorgeführt und ausprobiert.

Reproduzierbares Arbeiten umfasst nicht nur die Verwendung quelloffener Software (z.B. R), die Veröffentlichung in frei zugänglichen Publikationsorganen (z.B. bei der editionTopoi) und die zur Verfügungstellung der verwendeten Daten (z.B. bei Zenodo). Dazwischen steht die Offenlegung des Arbeitsprozesses mittels Werkzeugen zur Versionskontrolle (z.B. git und github) und die Sicherstellung, dass die durchgeführte Analyse auch auf anderen Computern lauffähig ist (z.B. mittels travis-ci) und bleibt, was durch die Verwendung von virtuellen Containern (z.B. mittels docker) ermöglicht wird. Genau das haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Summer School nach vielem /Build/en, /Render/n, /Knit/en, /Commit/en, /Push/en und /Pull/en gelernt und auch gleich daran gedacht, dass diese Worte für Sie gewisse böhmische Dörfer sind und einer weiteren Erklärung bedürfen. Diese können Sie sich unter folgendem Link ansehen und das Handwerkszeug für reproduzierbare Forschung lernen:

https://github.com/benmarwick/rrtools.

Text und weitere Info: Daniel Knitter
knitter@geographie.uni-kiel.de


24.07.2017

Der SFB 1266 auf dem 9. Deutschen Archäologiekongress in Mainz

9. Deutscher Archäologie Kongress Mainz

Vom 3.-8. Juli richtete der West- und Süddeutschen Verband für Altertumsforschung e.V. (WSVA) in Mainz den 9. Deutschen Archäologiekongress aus. Der Deutsche Archäologiekongress ist die größte nationale Fachtagung für Forscherinnen und Forscher der ur- und frühgeschichtlichen Wissenschaften sowie aller verwandter Spezifikationen. Hier treffen sich Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten, um neue Ergebnisse vom Paläolithikum bis zur Neuzeit zu präsentieren und aktuelle Probleme und Perspektiven des Berufsfelds „Archäologie“ zu diskutieren. Am Tagungsprogramm zum Oberthema „Archäologie und Identität“ waren Mitarbeiter verschiedener Universitäten, Denkmalämter, Museen und Berufsverbände Deutschlands beteiligt. Veranstaltungsorte wie das Rheinland-Pfälzische Landesmuseum, das Römisch-Germanische Zentralmuseum oder das Institut für Altertumswissenschaften, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie boten den Sitzungen der verschiedenen Arbeitsgruppen und Verbände eine eindrucksvolle und geschichtsträchtige Kulisse. Mit Museumsführungen, Empfängen und der Exkursion „Schatzreise“ zu besonderen Orten der Region gestaltete der WSVA ein attraktives Tagungsprogramm mit Raum für fachlichen Austausch auch jenseits disziplinärer Grenzen.

In drei Vorträgen stellten Forscher des SFB 1266 aktuelle Ergebnisse ihrer Teilprojekte dem Fachpublikum in verschiedenen Sitzungen vor. In der AG „Theorien in der Archäologie“ erläuterte Martin Furholt (C2, F5) in seinem Vortrag „Migration, Mobilität und die Struktur sozialer Gruppen im europäischen Neolithikum“ kulturanthropologische Interpretationsansätze in Theorie und Praxis bezüglich der übergreifenden Thematik „Frage Migration! – Erkenntnistheorien, Modelle, Paradigmen“. Die Plenarsitzung am Mittwoch beschäftigte sich mit verschiedenen Beiträgen zu „Archäologie und Identität“. Mit „Identität durch Monumentalität – oder – von der Gemeinschaft zum Individuum“ diskutierte Jan Piet Brozio (C1), inwiefern verschiedene Transformationsprozesse in neolithischen Gesellschaften in Norddeutschland mit veränderten ideologischen Konzepten von „Identität“ in Zusammenhang gebracht werden können. Laufende Forschungen des Teilprojektes F1 wurden im Rahmen der AG Neolithikum und AG Bronzezeit zum Thema „Go West – Kontakte zwischen Zentral- und Westeuropa“ präsentiert (weitere F1-Beitragende: Mara Weinelt, Ralph Schneider, Jutta Kneisel). Martin Hinz legte in seinem Vortrag „2200 BC, 4.2 ky BP. Zusammenhang von kulturellem und klimatischem Wandel in der Bronzezeit im Südwesten der Iberischen Halbinsel?“  methodische Herausforderungen dar, welche mit Parallelisierungen klimatischer und archäologisch fassbarer Ereignisse einhergehen und stellte erste Ergebnisse aus Chronologie und Siedlungsgeschichte vor. Teilprojektkollege Julien Schirrmacher, der sich in seiner Dissertation auf die Erforschung der klimatischen Aspekte konzentriert, beleuchtete diese Thematik mit seinem Poster zu „Abrupt Climate Changes in the Western Mediterranean Associated with the 4.2 ky BP Aridification Event“ aus anderer Perspektive.

Weitere Beiträge von SFB 1266 Mitgliedern kamen von Sprecher Johannes Müller, der in „Westwind? Zu den frühen mittel- und jungneolithischen Grabenwerken Mitteleuropas“ zentrale Ergebnisse des DFG-Schwerpunktprojektes 1400 „Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung“ im Kontext aktueller Forschungen zusammenfasste, und Johanna Brinkmann (A1), die mit ihrem Poster zu „Arbeitsaufwandsberechnungen zu Bronzeartefakten – Diachroner Vergleich von Aufwand und Wert in Mitteleuropa“ das Thema ihrer mit dem Deutschen Studienpreis prämierten Masterarbeit vorstellte.

Am Infostand des SFB 1266 in den Arkaden des Landesmuseums Rheinland-Pfalz konnten sich von Dienstag bis Freitag interessierte Konferenzteilnehmer über das inhaltliche Konzept des SFB 1266 und die einzelnen Teilprojekte informieren.

Link zur Veranstaltung

PDF Veranstaltungsprogramm

PDF Abstracts

Fotos vom 9. Deutschen Archäologiekongress


07.07.2017

Johanna Brinkmann erhält Deutschen Studienpreis für Archäologie

Deutscher Studienpreis Meinz

Johanna Brinkmann, Doktorandin im Teilprojekt A1 des SFB, hat für Ihre Masterarbeit zum Thema „Arbeitsaufwandsberechnungen zu Bronzeartefakten – Diachroner Vergleich von Aufwand und Wert in Mitteleuropa“ den Deutschen Studienpreis für Archäologie 2017 der DGUF (Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V.). erhalten. Die Preisverleihung fand am 5. Juli im Rahmen der DFUF-Jahrestagung während des Deutschen Archäologiekongresses in Mainz statt.

In ihrer Arbeit berechnet Brinkmann den Arbeitsaufwand für die Herstellung von Bronzezeitartefakten, indem sie vom Erzabbau bis zur Bearbeitung der Artefakte jeden einzelnen Arbeitsschritt berücksichtigt und den dafür erforderlichen Zeitaufwand ermittelt. Die Laudatorin, Frau Prof. Dr. Carola Metzner-Nebelsick (Universität München), lobte in ihrer Rede den innovativen Ansatz der Arbeit, die „ganz sicher eine bedeutende Referenzquelle“ werde.

Brinkmann absolvierte ihr Masterstudium in Prähistorischer und Historischer Archäologie an der Christian-Albrechts-Universität zu  Kiel, die Arbeit wurde von Dr. Jutta Kneisel und Prof. Johannes Müller betreut.

Weitere Informationen hier


29.06.2017

Der SFB 1266 auf dem 6. Forschungstag des Collegium Philosophicum der CAU Kiel    

Forschungstag 2017

"Die Artikulation von Ungleichheiten variiert in unterschiedlichen Gesellschaften und zu unterschiedlichen Zeiten. Doch scheinen die Problemstellungen von Gleichheit und Ungleichheit fast überall mit der ungleichen Verteilung materieller Ressourcen, politischer und sozialer Teilhabe, mit Prozessen der Inklusion, Exklusion und sozialer Anerkennung verknüpft zu sein. Damit verbunden sind mitunter konfliktträchtige Diskurse in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst."

Ungleichheiten in unterschiedlichen Gesellschaften und zu unterschiedlichen Zeiten, verknüpft mit der ungleichen Verteilung materieller Ressourcen, politischer und sozialer Partizipation – die Thematik des diesjährigen Forschungstages des Collegium Philosophicum an der Christian-Albrechts-Universität ist auch im Sonderforschungsbereich 1266 „TransformationsDimensionen: Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen in Prähistorischen und Archaischen Gesellschaften“ von zentraler Bedeutung.

Aus Perspektive des SFB 1266 steht die Herausbildung und Abbildung gesellschaftlicher Ungleichheit in starker Abhängigkeit zu Zeit und Raum. Die entscheidenden zivilisatorischen Transformationsprozesse der Vergangenheit, wie die Neolithisierung, die Entdeckung der Metallurgie oder die Institutionalisierung politischer Macht, gingen mit neuen Strategien technologischen und wirtschaftlichen Fortschritts einher oder daraus hervor. Soziale Ungleichheit wird hierbei nicht nur als Folge, sondern auch als Auslöser menschlicher Transformationsprozesse behandelt. Der Begriff „Ungleichheit“ als Forschungsthematik des SFB 1266 hat viele Facetten und ist nicht zwangsläufig durch parallel existierenden Mangel und Überfluss, entsprechend der ungleichen Verteilung von Ressourcen und Gütern, oder gesellschaftlichen Status und sozialer Abgrenzung definiert. Die Entwicklung von Gleichheit und Ungleichheit menschlichen Handelns im naturräumlichen Kontext wird als ganzheitliche und grundlegende Thematik untersucht.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit „Ungleichheiten“ stellt der SFB 1266 als Verbund von Geistes-, Natur- und Lebenswissenschaften selbst ein Umfeld dar, welches von den „Ungleichheiten“ der unterschiedlichen Forschungstraditionen profitiert.

Der diesjährige Forschungstag des Collegium Philosophicum, organisiert von der Societas Ethologica et Sociologica, findet am 5. Juli im Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt. Um 14.00 Uhr beginnt das Vortragsprogramm mit Forschungsbeiträgen aus der Philosophischen Fakultät zu unterschiedlichen Perspektiven von „Ungleichheiten“. Der SFB 1266 ist dort mit Postern zu den einzelnen Teilprojekten vertreten, die im Foyer des Audimax bis Donnerstag, dem 6. Juli, 17:00 Uhr besichtigt werden können.

PDF Vortragsprogramm


23.06.2017

Bericht Lunchtime Seminar: Querschnittsgruppe „Mensch-Umwelt-Interaktion“

Mensch-Umwelt-Interaktion

Am sechsten Termin des Lunchtime Seminars, dem 21. Juni, stellte die Querschnittsgruppe „Mensch-Umwelt-Interaktion“ ihre aktuellen Themen vor. Leiter Ingmar Unkel (E1, in Zusammenarbeit mit Harald Lübke, B2) eröffnete mit „Consilience: Putting Human-Environmental-Interaction Research into Action“ das Seminar mit einleitenden Worten zum Charakter interdisziplinärer Forschungskollaboration. In der Querschnittsgruppe arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Paläoklimatologie, Paläoökologie, Klassischen sowie Prähistorischen Archäologie an gemeinsamen Fragestellungen, die sich mit menschlicher Wahrnehmung und menschlichen Handelns im Kontext klimatischer und naturräumlicher Veränderungen beschäftigen. Als Basis für eine erfolgreiche Kommunikation zwischen den Disziplinen müssen Fachsprachen übersetzt, Forschungstraditionen hinterfragt und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Denkweisen praktiziert werden. In der Querschnittsgruppe wurde dies bereits in den unterschiedlichen Deutungsansätzen von Klimaveränderungen im Zusammenhang mit Mensch-Umwelt-Interaktion sichtbar. Unkel betonte, dass insbesondere diese multidisziplinäre Diskussion großes Potential für wissenschaftlich innovatives Forschen im SFB 1266 birgt. Die nachfolgenden Vorträge repräsentieren Beispiele dieser Diskussionen aus theoretischen, konzeptuellen und praktischen Perspektiven.

Daniel Groß (B2) setzte sich in seinem Vortrag „Niche Construction Theory“ mit der Theorie der Nischenkonstruktion auseinander. Die Konstruktion ökologischer Nischen beschreibt die Wechselseitigkeit zwischen Organismus und Naturraum und deren evolutionären Bedeutung in der Entstehung und Verbreitung von Arten und ihrer Lebensrealität. Als erstes Beispiel diskutierte er Ausbreitungstendenzen der Milchwirtschaft in Verbindung mit dem Auftreten der Genmutation, dem die Lactosetoleranz in rezenten Populationen zugrunde liegt. Als zweites Beispiel führte er Nischenkonstruktionen in Jäger-und-Sammler Gesellschaften auf, die durch die Nahrungserschließung naturräumliche Dynamiken modifizieren und gleichzeitig die Herausbildung ökologischer Nischen von Flora und Fauna auslösen können. Zudem verwies er auf Nachweis- und Anwendungsmöglichkeiten der Theorie zur Nischenkonstruktion in der archäologischen Forschung, die nicht nur im humanökologischen, sondern auch im kulturellen Kontext zu betrachten sei.

Mit zwei Vorträgen zu Resilienz und Vulnerabilität behandelten Thomas Birndorfer und Joana Seguin (beide E1) zwei Konzepte, die in der Dynamik sozio-ökologischer Systeme der Mensch-Umwelt-Interaktion wichtige Faktoren darstellen. Neben Begriffsdefinitionen und forschungsgeschichtlichen Aspekten beschäftigten sie sich mit Wirkungs- und Identifikationsfeldern beider Konzepte. Birndorfer führte hierbei den „Adaptive Circle“ als Erklärungsmodell auf, welches Resilienz als Anpassungs- und Überlebensstrategie in unterschiedlichen Phasen beschreibt. Im Sinne des Teilprojektes E1 versuchte er Beginn, Hochzeit sowie Niedergang des Mykenischen Reiches und schließlich den Übergang zu den „Dark Ages“ in Griechenland den verschiedenen Phasen zuzuordnen. Seguin diskutierte das Konzept der Vulnerabilität als ergänzendes Modell zu Resilienz und Adaption sozio-ökologischer Systeme. Sie betonte, dass Vulnerabilität über die Interpretation im Sinne von „Anfälligkeit“ eines Systems gegenüber bestimmter Faktoren, wie beispielsweise extremen Klimaevents, hinausgeht. Hinsichtlich dem Nachweis von Transformationsprozessen unterschied sie zwischen stabilen, sich anpassenden und kollabierenden Systemen und brachte hierfür unterschiedliche Untersuchungsparameter für das Teilprojekt E1 als Beispiele.

Die Präsentationen von Ulrich Schmölke (B2) und Walter Dörfler (F2) erbrachten konkrete Fallstudien zu Nischenkonstruktion und der Anwendbarkeit des Modells des adaptiven Kreises aus archäozoologischen sowie archäobotanischer und archäologischer Perspektive. Schmölke betrachtete das Konzept der Nischenbildung im Zusammenhang mit der Nutztierhaltung des Menschen: mit Beginn der Domestikation wurden die evolutionistisch begründeten Gesetzmäßigkeiten der natürlichen Selektion ausgehebelt und umgekehrt. Die gerichtete Züchtung und Pflege bestimmter physiologischer Eigenschaften der Nutztierarten führte dabei nicht nur zur Entstehung von Arten mit „nutzungsfreundlichen“ Attributen, wie vermehrtem Körpergewicht oder geringerem Aggressionspotential. Sie begründete dabei auch Arterhaltung unabhängig vom natürlichen Selektionsdruck und die Herausbildung neuer Nischen. Dörfler synchronisierte in seinem Vortrag vegetationsgeschichtliche Daten mit Veränderungen im Bestattungsbrauchtum während des Neolithikums, wobei er auf die Zusammenhänge von klimatischen Ereignissen und soziokulturellen Transformationen abzielte. Proxies lokaler und überregionaler ökologischer Archive können Hinweise auf naturräumliche Veränderungen geben, die als exogene Umweltfaktoren (z.B. Temperaturschwankungen) interpretiert werden, jedoch auch naturräumliche Reflexion menschlichen Handelsdarstellen können (z.B. Pollenprofile). Im Gesamtkontext sozio-ideologischer Prozesse, die durch neue rituelle Traditionen oder Zu- und Abnahme gesellschaftlicher Stratifizierung vermutet werden, können ökologische und kulturelle Aspekte in das Modell eines adaptiven Kreises angewendet und Hinweise auf Konzepte wie beispielsweise Resilienz im sozioökonomischen System abgeleitet werden. 

Dieses Semester bietet das zweiwöchentlich stattfindende „Lunchtime Seminar“ mit den Themen der Querschnittsgruppen ein Forum für den interdisziplinären und projektübergreifenden Diskurs im SFB 1266. Hier präsentieren die Gruppen ihre aktuellen Forschungen und geben Diskussionsimpulse für das Plenum.

(Grafik: C. Reckweg)

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22.06.2017

Lunchtime Seminar: „Quantifizierung und Komparation”    

Lunchtime Seminar: „Quantifizierung und Komparation” 

Der sechste Termin unseres Lunchtime Seminars, der 28. Juni, ist dem Thema „Quantifizierung und Komparation“ gewidmet. Die interdisziplinäre Forschung des SFB 1266 in den Teilprojekten und insbesondere in den projektübergreifenden Forschungsschwerpunkten und Querschnittsgruppen stellt hinsichtlich der gemeinsamen Verwendung von Daten eine große Herausforderung dar. Zugleich erfordern analytische Methoden quantitative Übersetzungen von Informationen, um sie für vergleichende Untersuchungen verfügbar zu machen. Mit diesen zentralen Aufgaben setzt sich die Querschnittsgruppe „Quantifizierung und Komparation“ auseinander. Beim nächsten Lunchtime Seminar am 28. Juni stellen die Gruppenmitglieder ihre aktuellen Themen vor, beginnend mit einer Einführung von Oliver Nakoinz (A2) und Thomas Meier (G1). Darauf folgen mit konkreten Fallstudien Kurzpräsentationen von Martin Hinz (F1) „Quantifying Archaeological Data“, Ingo Feeser (F2) „Modelling Environment“, Marianne Talma (D2) „Terminological Considerations on Quantification“, Yannic Kropp (Z2) „Data-Management and Quantification“, Wolfgang Hamer (A2) „Regionalization”, Daniel Knitter (A2) „Spatial Analyses and ABM”, John Meadows (G1) „Modelling Temporal Data”, Thomas Meier (G1) „Time Series in Geophysics” und Bernd Thalheim (Z2) „Inferencing”. Nach den 5-minütigen Vorträgen ist Zeit für die Diskussion im Plenum vorgesehen.

Dieses Semester bietet das zweiwöchentlich stattfindende „Lunchtime Seminar“ mit den Themen der Querschnittsgruppen ein Forum für den interdisziplinären und projektübergreifenden Diskurs im SFB 1266. Hier präsentieren die Gruppen ihre aktuellen Forschungen und geben Diskussionsimpulse für das Plenum.

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15.06.2017

SFB 1266 Teilprojekt Z2 beim „Digital-Humanities-Workshop“ der CAU Kiel am 16. Juni

Am 16. Juni treffen sich Forscherinnen und Forscher der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zu einem Workshop zu „Digital Humanities“, um sich im gemeinsamen Interessensbereich auszutauschen und zu vernetzen. Es sind Beiträge aus verschiedenen Fachrichtungen angekündigt. Yannic Kropp und Andrea Kittler Z2-Teilprojekt präsentieren dort das Konzept des Datenmanagements vom SFB 1266 (12:45 Uhr).

Der Workshop findet im Gebäude der Leibnizstr. 1, Raum 106 statt.

PDF Einladung und Programm


15.06.2017

Bericht Lunchtime Seminar: „Mobility and Interaction“    

Mobility and Interaction

Der fünfte Termin unseres Lunchtime Seminars am 14. Juni war dem Querschnittsthema „Mobilität und Interaktion“ gewidmet. Der Vortrag “The Renaissance of Migration in Prehistoric Archaeology – Integrating Molecular Biology, Archaeology and Cultural Anthropology?” von Martin Furholt (C2, F1) beschäftigte sich mit der Integration von Fragestellungen zu Migration und ihrer Relevanz in der Prähistorienforschung. Dabei setzte er sich mit forschungsgeschichtlich verorteten Konzepten auseinander und diskutierte Mobilität als Variable mit vielen Facetten, die über Interpretationen hinsichtlich Subsistenz, Wanderungsprozessen und Populationsentwicklungen hinausgehen. Wie ist die soziale Realität von Migration und auf welchem Level findet sie statt? Was bedeutete Migration für die Gesellschaften und ihr soziales Gefüge und wie kann dies im archäologischen und bioarchäologischen Befund identifiziert werden? Um diese und weiterführende Fragestellungen zu bearbeiten, müssen systematische Top-Down als auch fallbeispielorientierte Bottom-Up Ansätze verfolgt werden, für die Furholt kurze Beispiele aufführte. Zudem betonte er, dass die Integration fachlich spezifischer Untersuchungsergebnisse hierfür ein breites Fundament bilden sollte. Nach diesen theoretisch orientierten Ausführen stellte Ben Krause-Kyora (F5) in seinem Vortag “Disease, Mobility and Interaction - New Aspects from an 5000 Year Old Community“ neue Ergebnisse der Populationsgenetik und der Erforschung von Infektionskrankheiten vor, die die Analysen der menschlichen Überreste des spätneolithischen Galeriegrabes von Niedertiefenbach (Wartberg-Gruppe) erbrachten. Mit der Integration biologischer Nachweise zu Gesundheitszustand und Populationsentwicklung des Sterbekollektivs setzte sich Krause-Kyora mit der naturwissenschaftlichen Komponente prähistorischer Mobilität und menschlicher Interaktion auseinander. Sein Vortrag ergänzte Furholts theoretische Überlegungen und lieferte konkrete Interpretationsansätze für molekulargenetische Informationen und betonte die Relevanz bioarchäologischer Befunde im aktuellen und zukünftigen Forschungsdiskurs.

Dieses Semester bietet das zweiwöchentlich stattfindende „Lunchtime Seminar“ mit den Themen der Querschnittsgruppen ein Forum für den interdisziplinären und projektübergreifenden Diskurs im SFB 1266. Hier präsentieren die Gruppen ihre aktuellen Forschungen und geben Diskussionsimpulse für das Plenum.

(Bild: Ben Krause-Kyora/Sarah Jagiolla)

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12.06.2017

Archäologische Kolloquium - Aleksandar Medović, Novi Sad, zu archäobotanischen Untersuchungen im südlichen Karpatenbecken

Am Montag, den 19. Juni um 18.30, ist Aleksandar Medović zu Gast beim Archäologischen Kolloquium. In seinem Vortrag wird Herr Medović Ergebnisse zu makrobotanischen Analysen dreier neolithischer Siedlungen aus dem Karpatenbecken vorstellen. Die Auswertungen erbringen neue Erkenntnisse über Pflanzenwirtschaft und Getreideproduktion im Grenzgebiet der Theiß und Vinca Kultur im 5. Jahrtausend v.u.Z

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11.06.2017

Teilprojekt F2 beim ICLEA Symposium 2017

ICLEA Symposium

Vom 7. Bis 9. Juni lud das Virtuelle Institut zur Integrierten Klima- und Landschaftsentwicklungsanalyse (ICLEA) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Bereich Klimawandel und Entwicklungen von Kulturlandschaften im nördlichen Mitteleuropa forschen, zum Symposium nach Potsdam ein. Motivation war es, neue Ergebnisse zur holozänen Landschaftsentwicklung im deutschen und polnischen Tiefland zusammenzubringen und die Wechselwirkungen von naturräumlichen und menschlichen Einflussfaktoren genauer zu beleuchten. Dies sind auch Kernthemen des SFB 1266, insbesondere von Teilprojekt F2 „Sozio-ökologische Transformationen und gegenseitige Abhängigkeiten“. Mit drei Posternbeiträgen zum Thema “Disentangling paleolimnological processes by microfacies analysis of synchronously deposited annually lake sediments in northern central Europe”, “Sediment transfer in German lowland lake catchments - Erosion on the slopes and input into annually laminated lake sediments” und “Climate or men? Identifying drivers of multidecadal to centennial palaeolimnological processes during the Neolithic in Northern Germany” präsentierten SFB 1266-Mitarbeiter Walter Dörfer, Ingo Feeser, Stefan Dreibrodt und Hans-Rudolf Bork aktuelle Forschungstätigkeiten des SFB. Das Symposium war eine gute Gelegenheit, sich über institutionelle Grenzen hinweg mit anderen Spezialisten fachlich auszutauschen.

Link zur ICLEA-Hompage: www.iclea.de


08.06.2017

Der SFB 1266 auf der 80. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Geologen

Sascha Krüger & Marco Zanon folgen einem Vortrag

Am 7. Juni 2017 fand der Vortragstag der 80. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Geologen im Rendsburger „Hohen Arsenal“ statt. Bei vollem Programm nahmen auch Sonja Grimm (B1), Sascha Krüger (B1) und Marco Zanon (F2) auf Einladung von Kay Krienke (LLUR) als Einwurf aus der Archäologie teil. Sie präsentierten den SFB mit einem Vortrag und drei Postern, wodurch auch die Arbeiten des B2-Projekts prominent wurden. Darüber hinaus waren auch weitere Teilprojektleiter des SFB durch andere Arbeiten in Postern oder Vorträgern vertreten (Hans-Rudolf Bork, D1&F2, Walter Dörfler, F2, und Thomas Meier, G1). Viele Teilnehmer zeigten sich sehr interessiert an den Projekten des SFB und konnten wertvolle Hinweise geben. Als bleibender Eindruck verblieb, dass reger Kontakt und Austausch mit den Spezialisten in Schwerpunkt Geologie aus unterem Untersuchungsgebiet nicht nur wünschenswert, sondern auch inhaltlich wertvoll ist.

Foto: Sascha Krüger (B1) und Marco Zanon (F2, von links) folgen einem Vortrag (Hüneke et al.) auf der 80. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Geologen in Rendsburg (Foto: Sonja Grimm).


07.06.2017

Bericht Lunchtime Seminar: Querschnittsgruppe „Soziale Organisation und erschaffener Raum“

Umzeichnung von Haus 44 der Mega-Site Maidanetske

Am vierten Termin des Lunchtime Seminars stellte die Querschnittsgruppe „Soziale Organisation und erschaffener Raum“ dem SFB 1266-Plenum ihre aktuellen Forschungsergebnisse vor.

Annette Haug leitete mit theoretischen Überlegungen in die Thematik ein und diskutierte Terminologien und Konzepte, um die Bedeutung der Begriffe „Raum“ und „Erschaffener Raum“ in ihrer Verwendung näher zu definieren. Das Wahrnehmungslevel, ob aus Sicht des Forschers oder des Akteurs, ist nach Haug für die Deutung erschaffenen Raumes entscheidend.

Martin Furholt führte in seiner Präsentation durch verschiedene archäologische Fallbeispiele, in denen er die Anwendbarkeit soziologischer Raumkonzepte verdeutlichte. Hierbei bezog er sich auf die Dualität des Begriffs „Erschaffener Raum“: Reflexion von sozialer Organisation und gleichzeitig Ort für soziale Interaktion. Im prähistorischen oder historischen Kontext können Veränderungen in Siedlungs-, Haus- und Raumstrukturen in Verbindung mit sozialen Transformationsprozessen gebracht werden.

Um sich im diachronen Dialog der Thematik zu nähern, haben sich in der Querschnittsgruppe Tandems aus Teilprojekten mit unterschiedlichem zeitlichen und räumlichen Fokus gebildet. Asja Müller (E3) und Nils Müller-Scheeßel (C2) verglichen in ihrem Vortrag „Appropriation of Space & Behavior“ die neolithische (LBK) Siedlung Vráble und die hellenistische Priene im Hinblick auf architektonische Strukturen. Im Austausch mit Robert Hofmann (D1) stand nachfolgend das Thema „Shared Spaces“ im Vordergrund, bei dem Haus- und Siedlungsmuster der Linienbankkeramik sowie Tripolye-Cucuteni Großsiedlungen als Wirkungsstätten menschlicher Begegnung und Kommunikation diskutiert wurden. Gemeinsam mit Torben Keßler (E1) und Beispielen des 1. Jahrtausends v.u.Z. aus Griechenland setzte sich Hofmann unter dem Titel „Regional Spatial Patterns“ mit der Bedeutung von sozialem Raum, Territorialität und sozio-ökonomischer Integration aus regionaler Perspektive auseinander.

In der abschließenden Präsentation „Visual Concepts of House Representation“ sprach Liudmyla Shatilo (D1, in Kooperation mit Fanny Opdenhoff, E3) über Hausmodelle des chalkolitischen Tripolye-Cucuteni Kulturkomplex und bildliche Darstellungen von Gebäuden aus dem Mittelmeerraum im 9.-3. Jahrhundert v.u.Z. Ideologische Konzepte sowie räumliche und zeitliche Verteilungsmuster von solchen Modellen erschaffenen Raumes könnten im Hinblick auf Transformationsprozesse als Indikatoren für soziale Prozesse gedeutet werden.

Dieses Semester bietet das zweiwöchentlich stattfindende „Lunchtime Seminar“ mit den Themen der Querschnittsgruppen ein Forum für den interdisziplinären und projektübergreifenden Diskurs im SFB 1266. Hier präsentieren die Gruppen ihre aktuellen Forschungen und geben Diskussionsimpulse für das Plenum.

Umzeichnung von Haus 44 der Mega-Site Maidanetske (Bild: R. Hofmann/R. Ohlrau/K. Winter)

Link zur Veranstaltung


07.06.2017

Archäologisches Kolloquium – Prof. Dr. Svend Hansen, DAI Berlin: Neue Feldforschungen zum Neolithikum in Georgien

Am Montag, den 12. Juni 18.30 Uhr, ist Prof. Dr. Svend Hansen, Direktor der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts, Gast des Archäologischen Kolloquiums. In seinem Vortrag wird er die Ergebnisse der langjährigen Untersuchungen des neolithischen Siedlungshügels Aruchlo vorstellen, die die Siedlungsforschung der Shulaveris-Shomutepe-Kultur des Südkaukasus um viele neue Aspekte bereichert.

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06.06.2017

Biweekly Colloquium: Vortrag von Paul Halstead über Krisenmanagement in der Subsistenzwirtschaft des Mittelmeerraums

Beim kommenden Vortrag des Biweekly Colloquia zum Thema “Coping with Crisis and Risk in the Recent and Ancient Mediterranean. Surplus Grain, Livestock and Cuisine” wird Paul Halstead über Bewältigungs- und Anpassungsstrategien in der Subsistenz prähistorischer und moderner Gesellschaften im Mittelmeerraum berichten. Dabei bezieht er sich unter anderem auf die Suszeptibilitäten von Getreideproduktion und Viehhaltung und diskutiert daraus resultierende Adaptionen in beispielsweise Vorratshaltung, im Nahrungsspektrum oder im Ressourcenmanagement sowie deren sozialen Dimensionen. Der Thematik kommt im Diskurs des SFB 1266 eine wichtige Rolle zu, der sich unter anderem die Querschnittsgruppe „Ökonomie: Transformation und Stabilität“ widmet.

Paul Halstead ist Professor für Archäologie an der Universität Sheffield (Umweltarchäologie und Paläoökologie). In seinen Forschungen beschäftigt er sich mit den sozialen und ökonomischen Aspekten von Subsistenzstrategien der neolithischen und bronzezeitlichen Epochen Griechenlands.

Das Biweekly Colloquium findet am Montag, den 12. Juni, um 16:15 bis 17:45 Uhr in Raum 204, Leibnizstr. 1, statt.

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29.05.2017

Archäologisches Kolloquium – Dr. Lutz Klassen, Mobilität und Ritus: ein Beispiel aus der Kultur mit Grübchenkeramik Jütlands
(3000-2500 v.u.Z).

Am 29. Mai um 18.30 Uhr spricht Dr. Lutz Klassen, Randers, über das Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher kultureller Komplexe in Schweden und Dänemark um 3000 v.u.Z.: sesshafte Jäger-Fischer Gesellschaften mit Grübchenkeramik und Gesellschaften der neolithischen Trichterbecher Kultur. Anhand von Strontium- und Bleiuntersuchungen werden mit dieser Interaktion verbundenen rituellen Prozesse am Schlüsselfundord Kainsbakke erläutert.

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24.05.2017

Forschungen zum Glockenbecherphänomen: Versammlung der Archéologie et Gobelets in Kiel

Gemeinschaft der Archéologie et Gobelets in Kiel

Vom 17.-21. Mai traf sich die Gemeinschaft der Archéologie et Gobelets zum diesjährigen Workshop in Kiel, gemeinsam organisiert vom SFB 1266 sowie der Graduiertenschule ‘Human Development in Landscapes‘. Mit 33 Präsentationen zum zentralen Thema "Think Global, Act Local! The Transformations of Spatial Interaction and Material Culture in Beaker Contexts of the 3rd millennium BC in Europe" sowie zwei Exkursionen und weiteren gemeinsame Veranstaltungen boten die fünf Tage allen Teilnehmern ein abwechslungsreiches Programm.

Die zentrale Thematik wurde während der drei Vortragstage aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Beiträge deckten dabei ein breites disziplinäres und interdisziplinäres Fachspektrum ab, beispielsweise Populationsgenetik der Glockenbechergesellschaften, statistischen Analysen von Glockenbecherdekor, räumliche Muster im Bestattungsbrauchtum oder Siedlungs- und Subsistenzstrategien. Von der portugiesischen Algarve, dem irischen Boyne Valley, dem dänischen Mitteljütland bis hin in die slowakischen Marschen – aufbauend auf der langen Forschungstradition wurden aus den verschiedensten Ecken Europas neue Ergebnisse zu Glockenbecherphänomenen präsentiert.

Begleitet vom frühlingshaften Wetter erkundeten die Konferenzteilnehmer am Samstag das Steinzeitdorf Albersdorf in Dithmarschen und die von prähistorischen Grabmonumenten geprägte Landschaft. Am Sonntag wurde die Archäologische Sammlung des Landesmuseum Schloss Gottorf in Schleswig besichtigt, die die Gemeinschaft der Archéologie et Gobelets zu fachlichen Diskussionen auch abseits des Glockenbechers anregten.

Die Archéologie et Gobelets wurde 1996 in Genf gegründet und widmet sich seit 21 Jahren der Erforschung des Glockenbecherphänomens und der Verbreitung gewonnener Erkenntnisse über die Kulturerscheinung im spätneolithischen und frühbronzezeitlichen Europa.


19.05.2017

Bericht Lunchtime Seminar: Querschnittsgruppe „Ökonomie: Stabilität und Transformation“    

Abbildung zum Thema „transECONOMIES“

Der dritte Termin des Lunchtime Seminars am 17. Mai widmete sich dem Thema „transECONOMIES“. Mit theoretischen Modellen und archäologischen Fallbeispielen führte die Querschnittsgruppe das Plenum durch die ökonomische Sphäre der SFB relevanten Forschungen. Die diachrone Entwicklung hat im Laufe der 15.000 Jahre, von mobiler Lebensweise zu Hauswirtschaft bis hin zu urbanen Ökonomiesystemen, immer komplexere Formen angenommen – ein elementarer Baustein in der Geschichte des Menschen, dem im SFB entsprechende Signifikanz zukommt, so Johannes Müller.  Um den Verlauf entsprechender Transformationen im archäologischen und paläo-ökologischen Befund sichtbar zu machen, konzentriert sich die Querschnittsgruppe auf vier wirtschaftliche Indikatoren: Überschussproduktion, Handel und Austausch, berufliche Spezialisierung sowie die Etablierung von Eigentum. Konrad Ott betonte die theoretischen Hintergründe ökonomischen Handelns bezüglich dieser Konzepte, die über das Modell des Homo oeconomicus hinausgehen, und bot dem Plenum so interpretative Ansätze für die nachfolgenden Fallbeispiele. Diese folgten durch Kurzpräsentationen der Teilprojekte B2, C1, C2, D1, D2, D3 sowie F3, die bezüglich der vier Konzepte konkrete Studien im Rahmen ihrer laufenden Forschungen zeigten. Dies beinhaltete unter anderem Indikatoren zu Vorratshaltung, Arbeitsplatzaufteilung, der Distribution von spezifischen Rohstoffen und Gütern innerhalb einer Siedlung oder in überregionalen Austauschnetzwerken. Durch diese Fallbeispiele wurde nicht nur die Diversität der wirtschaftlichen Systeme, die in den Teilprojekten fassbar sind, und entsprechende diachrone Transformationen aufgezeigt. Ihre Reziprozität zu menschlichen Fähigkeiten, sozialen Praktiken und Prozessen, wie Selbstwirksamkeit, gemeinschaftliches Teilen oder der Ausbildung legislativer und anderer hierarchischer Strukturen, stand immer im Focus interpretativer Überlegungen.

Dieses Semester bietet das zweiwöchentlich stattfindende „Lunchtime Seminar“ mit den Themen der Querschnittsgruppen ein Forum für den interdisziplinären und projektübergreifenden Diskurs im SFB 1266. Hier präsentieren die Gruppen ihre aktuellen Forschungen und geben Diskussionsimpulse für das Plenum.

Abbildung: UFG Kiel, J. Müller/K. Winter


18.05.2017

Die dritte Nahrungsrevolution – von den Anfängen des Ackerbaus bis zur Diversifizierung in der späten Bronzezeit    

Die dritte Nahrungsrevolution

Unter diesem Titel hielt Professor Wiebke Kirleis, stellvertretende SFB-Sprecherin, am 09.05.2017 einen Vortrag im Rahmen des Colloquium Praehistoricum des Instituts für Archäologische Wissenschaften der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Das Colloquium Praehistoricum ist eine wöchtentliche stattfindende Vortragsreihe der Abteilung Vor- und Frühgeschichte, in der auswärtige WissenschaftlerInnen über ihre Forschung berichten.

Vortragsübersicht


12.05.2017

„Think Global, Act Local!“ Workshop der „Archèologie et Gobelets” in Kiel, 17.-19. Mai 2017    

„Think Global, Act Local!“ Workshop

Vom 17. bis zum 19. Mai findet in Kiel der 21. Workshop der Gesellschaft „Archèologie et Gobelets” als Gemeinschaftsveranstaltung des SFB 1266 sowie der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ statt. Die „Archèologie et Gobelets” widmet sich der Erforschung des Glockenbecherphänomens, eine Kulturerscheinung, die im Europa des 3. Jahrtausend v.u.Z. eine wichtige Rolle in der transregionalen Distribution von materieller Kultur sowie sozialer und ökonomischer Innovationen spielte. Mit dem diesjährigen Thema „Think Global, Act Local! The Transformation of Spatial Interaction and Material Culture in Beaker Contexts of the 3rd Millenium BC in Europe“ sollen die als lokale und globale in Erscheinung tretende Phänomene analysiert werden, bezugnehmend auf neue Fragestellungen wie beispielsweise Migration und Interaktion. Mit 34 Vorträgen und über 70 Teilnehmenden verspricht der Workshop neue inhaltliche Impulse und eine guten Gelegenheit zum Austausch unter den Forschungsinteressierten.

Mehr Informationen und Programm finden Sie hier Link zur Veranstaltung


10.05.2017

Transformation beginns! 
Einführungsworkshop für die Promovierenden im SFB    

Die Promovierenden in Schleswig

Am  5. und 6. Mai fand in den Räumen der Landesmuseen Schloss Gottorf in Schleswig der erste Workshop für die 18 Promovierenden des SFB statt. Zwei Tage lang präsentierten die Doktorandeninnen und Doktoranden ihre Forschungsprojekte vor Kollegen und Betreuern und erhielten wertvolle Anregungen, aber auch ein paar kritische Nachfragen.

Die Promotionsprojekte decken das breite Forschungsspektrum des SFB ab – von den Geowissenschaften über Informatik, Philosophie bis zur Klassischen Archäologie und Ur- und Frühgeschichte. So gab es für alle Beteiligten viel Neues, aber auch ungeahnte Berührungspunkte und Ideen für Zusammenarbeit. „Oh, da müssen wir uns unbedingt mal zusammensetzen“ – ein oft gehörter Satz während des Workshops.

Den Kontrast zur Theorie boten am Ende des ersten Tages die Werkstätten der Landesmuseen, in denen alte Funde konserviert, restauriert  und für die Ausstellungen aufbereitet werden. Die MitarbeiterInnnen nahmen sich viel Zeit, um die Techniken im Umgang mit Metallen und Keramik, Leder und Holz zu erläutern.

Beim abendlichen Bier fand das Netzwerken auf informeller Ebene seine Fortsetzung bevor es am nächsten Tag mit vielen spannenden Vorträgen weiterging.

Zwei Tage raus aus dem Alltag, das eigene Projekt zur Diskussion stellen, viele neue Kontakte knüpfen und schauen, was die anderen machen. „Eine gelungene Veranstaltung, die mir einmal mehr weitere Motivation für mein Forschungsvorhaben gegeben hat“, so eine Doktorandin zum Abschluss. 

Fotos


08.05.2017

Bericht Lunchtime Seminar: Querschnittsgruppe “Materielle Kultur”

Material CultureMaterial Culture

Dieses Semester bietet das zweiwöchentlich stattfindende „Lunchtime Seminar“ mit den Themen der Querschnittsgruppen ein Forum für den interdisziplinären und projektübergreifenden Diskurs im SFB 1266. Hier präsentieren die Gruppen ihre aktuellen Forschungen und geben Diskussionsimpulse für das Plenum.

Am zweiten Termin, dem 3. Mai, stellten die Querschnittsgruppenleiter Berit Eriksen und Jutta Kneisel ihre Thematik zur „Materiellen Kultur“ vor. Bezugnehmend auf die unterschiedlichen Arten und Formen, die je nach Epoche sehr spezifisch sein können, zeigten sie interpretative Möglichkeiten und Grenzen auf, die bei der Rekonstruktion menschlichen Verhaltens basierend auf materieller Kultur auftreten können. Dies illustrierten sie anhand verschiedenster Fallbeispiele, vom paläolithischen Flintartefakt zu Speiseresten in bronzezeitlicher Keramik bis hin zur Transformation der Teekanne und der Teezeremonie in den letzten 500 Jahren. Weitere Aspekte lieferten Kurzpräsentationen von Dragana Filipovic (F3), Daniel Groß (B2) und Stefanie Schaefer (D3), die materielle Kultur im Zusammenhang mit Ackerbauaktivitäten, der Transformation von Geweihartefakten und unterschiedlichen Phasen der Objektbiographie brachten.

Abbildung links: J. Kneisel


25.04.2017

Als Hirse auf den Speiseplan des Menschen kam: Pressemitteilung zur Publikation in Nature Scientific Reports

Hirse

Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung “First molecular and isotopic evidence of millet processing in prehistoric pottery vessels” in Nature Scientific Reports (Heron et al. 2016) berichten SFB 1266 Co-Sprecherin Wiebke Kirleis und Wissenschaftlerin Jutta Kneisel über neue molekulare Nachweismethoden von Hirse und ihrer Bedeutung als Nahrungspflanze in der Bronzezeit. Die Publikation entstand aus einer internationalen Kollaboration zwischen Professor Carl Heron, Spezialist in Bioarchäologie (Leiter Department of Archaeological Science, The British Museum, London) und sowie Wissenschaftler aus Polen, England, Japan, Südkorea, den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland.

Für den SFB 1266 sind die Forschungsergebnisse insbesondere im Hinblick auf sich ändernde Ernährungsstrategien in der Bronzezeit von Bedeutung. In Speisekrustenresten wurden für Rispenhirse (Panicum miliaceum) spezifische molekulare Marker identifiziert. Die Nahrungsreste fanden sich an spätbronzezeitlicher Keramik von der Siedlungsgrabung Bruszczewo in Polen. Somit gelang der Nachweis, dass Hirse in der Spätbronzezeit Mitteleuropas zum Spektrum der Nahrungspflanzen gehörte und zur Diversifizierung der Ernährung beitrug. Der Wandel von Nahrungsmittelproduktion und deren soziale Dimensionen im diachronen Vergleich sind zentrale Themen des SFB 1266, insbesondere von Teilprojekt F3.

Beteiligte Autoren des SFB 1266 sind Johannes Müller (A1, C1, D1, F5, Z1), Wiebke Kirleis (D1, F3, Z1) und Jutta Kneisel (D3, F1).

Heron, C., Shoda, S., Breu Barcons, A., Czebreszuk, J., Eley, Y., Gorton, M., Kirleis, W., Kneisel, J., Lucquin, A., Müller, J., Nishida, Y., Son, J., Craig, O.E., First molecular and isotopic evidence of millet processing in prehistoric pottery vessels. Nature Scientific Reports 6, Article number: 38767 (2016) doi:10.1038/srep38767.

Foto/Copyright: Kneisel

Pressemitteilung


25.04.2017

​SFB 1266 bei der Jahresvollversammlung der SHUG: Festvortrag von Prof. Johannes Müller

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft (SHUG) am 22. April präsentierte Prof. Johannes Müller aktuelle Projekttätigten des SFB 1266. In seinem Festvortrag „Neue protourbane Großsiedlungen um 3700 v. Chr.“  gab der Sprecher des SFB Einblicke in die Erforschung prähistorischer „Mega-Sites“ im südwestlichen Europa (Teilprojekt D1). Seit ihrer Gründung 1918 widmet sich die SHUG in vielzähligen Veranstaltungen der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte zwischen schleswig-holsteinischen Forschungsinstituten und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Pressemitteilung

SHUG


24.04.2017

​„Across Doggerland“ – Cluster B auf der Jahrestagung der Hugo Obermaier-Gesellschaft    

„Doggerland“ umschreibt das Land, das die britischen Inseln einst mit Dänemark, Norddeutschland und den Niederlanden verband. Dieses heute von der Nordsee überdecktem Gebiet war das Schwerpunktthema der 59. Jahrestagung der Hugo Obermaier Gesellschaft (http://www.obermaier-gesellschaft.de/tagungen.html), die in der Ostfriesischen Landschaft in Aurich vom 18.-22. April 2017 stattfand. Die Jahrestagung der Hugo Obermaier-Gesellschaft für Erforschung des Eiszeitalters und der Steinzeit e.V. ist ein wichtiges Fixdatum im Kalender von mittel- und westeuropäischen Forschern, die zur Alt- und Mittelsteinzeit arbeiten.

Daher waren auch die Projekte des Cluster B vom SFB 1266 (B1 „Pioniere des Nordens“ und B2 „Transformationsprozesse spezialisierter Wildbeuter“), insbesondere im Rahmen des Schwerpunktthemas zu Doggerland, mit mehreren Vorträgen vertreten. Sie stellten nicht nur ihr eigenes Forschungsprogramm vor, sondern präsentierten auch den SFB 1266 den Fachkollegen vor Ort. Die anwesenden Kollegen beglückwünschten zum SFB  und wünschten den Projekten viel Erfolg.

Teilnehmende SFB 1266 Mitglieder: Berit Valentin Eriksen (B1/F5), Sonja Grimm (B1), Daniel Groß (B2), Sascha Krüger (B1), Mara-Julia Weber (B1).


20.04.2017

​Lunchtime Seminar: „ArtefaktTransformation“ und Feldarbeiten Februar-April    

Auf der Auftaktveranstaltung am 19. April gab SFB-Sprecher Johannes Müller inhaltliche Denkanstöße zum Thema „Artefakttransformation“. Artefakte stellen die kleinste investigative Einheit dar und repräsentieren gleichzeitig viele verschiedene Charakteristika, die typologische, soziale und habituellen Konzepte reflektieren. In seinem Vortrag betonte Müller die interpretativen Chancen und Herausforderungen, mit denen der Archäologe in der Auseinandersetzung mit Artefakten konfrontiert ist. Dies konkretisiert er an Fallbeispielen unterschiedlicher materieller Güter und prähistorischer Epochen, gefolgt von einer offenen Diskussion im Plenum. Anschließend berichteten die Teilprojekte C2 (Nils Müller-Scheeßel), D1 (Robert Hofmann), D3 (Stefanie Schaefer) und G2 (Erica Corradini ) von ihren Feldkampagnen, die im Februar, März und April in der Slowakei, Ukraine und Norddeutschland stattfanden.


12.04.2017

Anthropomorphismen in der Bestattungskultur: Vortrag von Jutta Kneisel am Harvard Radcliffe Institut    

Figural hybridity in ancient furnishings

Jutta Kneisel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 1266, nahm als eingeladene Sprecherin am Workshop „More than a thing: Figural hybridity in ancient furnishings“ am Radcliffe Institute for Advanced Study an der Harvard Universität, Cambridge, USA, teil. Vom 30. Bis 31. März beschäftigte sich eine Gruppe internationaler Wissenschaftler mit Anthropo- und Theriomorphismen in etruskischem und römischem Hausrat und deren ästhetischer und konzeptioneller Verbindung zu vergleichbaren Phänomenen in alten Kulturen. Der Workshop war Teil der Radcliffe Exploratory Seminars, die sich der Förderung innovativer Forschungsansätze verschrieben haben.

In ihrem Vortrag „From hidden eyes to human torsos. Anthropomorphic vessels in the Late Bronze and Early Iron Age Europe” ging Dr. Kneisel auf den Wandel der Bestattungssitten ein. Ab der Urnenfelderzeit und der damit einhergehenden Verbrennung der Toten treten Applikationen von Gesichtern an den Urnen auf. Die Urne wird zum Körper, der den Toten erneut umschließt.


10.04.2017

Teilprojekte B1, B2 und C1 auf der 26. Jahrestreffen der AG Mesolithikum    

Sascha Krüger, Sönke Hartz, Sonja Grimm & Daniel Groß

Vom 10.-12. März fand in Wuppertal das 26. Jahrestreffen der AG Mesolithikum statt. Die SFB 1266 Teilprojekte B1 „Pioniere des Nordens“, B2 „Transformationsprozesse spezialisierter Wildbeuter“ und C1 „Spätmesolithische und neolithische Transformationen in der nordmitteleuropäischen Tiefebene“ waren durch Sonja Grimm, Daniel Groß, Sönke Hartz und Sascha Krüger dort mit Beiträgen vertreten. Mit vier Vorträgen und einem Poster präsentierten die SFB-Wissenschaftler ihre Forschungen und Kollaborationen den interessierten Kollegen der Spätglazial- und Mesolithikumsforschung vorstellen.

Foto: Sascha Krüger (B1), Sönke Hartz (B2/C1), Sonja Grimm (B1), Daniel Groß (B2) vor ihrem Poster


07.04.2017

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im SFB Marco Zanon auf PAGES-Workshop in Shijiazhuang    

Marco Zanon auf PAGES-Workshop in Shijiazhuang

Marco Zanon, wissensschaftlicher Mitarbeiter im SFB Teilprojekt F2, nahm auf Einladung von PAGES (Past Global Changes) vom 6. Bis 11. März als Dozent am LandCover6k Workshop in Shijiazhuang, China, teil.

Thema des Workshops war die aktuelle Forschung zu vergangener Landnutzung auf Basis historischer und archäologischer Daten und der aktuelle Stand der Modellierung der Veränderung der anthropogen verursachten Veränderung der Bodenbedeckung in Asien. Des weiteren berichtete die PAGES LandCover6k Arbeitsgruppe, Organisatorin des Workshops, über ihre bisherigen Forschungsaktivitäten in Asien.

Neben seinem Vortrag leitete Marco Zanon im eränzenden Trainings-Kurs über Methoden zur Rekonstruktion von Bodenbedeckungs- und Landnutzungsrekonstruktionen eine Session mit praktischen Übungen.

Näheres zur PAGES LandCover6k working group hier


21.03.2017

Transformationsprozesse in der Jungsteinzeit Schleswig-Holsteins: Tagung „Von der Eiszeit bis in die Eisenzeit: Einblicke in die Urgeschichte Nordelbiens“       

Tagung

Wie wandelte sich das Leben nördlich der Elbe zwischen Eiszeit und Völkerwanderung? Vom 17.-19. März fand im Akademiezentrum Sankelmark die Tagung zum Thema „Von der Eiszeit bis in die Eisenzeit: Einblicke in die Urgeschichte Nordelbiens“ statt, in der die wichtigsten Zeitabschnitte norddeutscher Geschichte behandelt wurden. Jan Piet Brozio gab dem Publikum mit seinem Vortrag „Steinzeit zwischen den Meeren. Perspektiven und Ergebnisse aktueller Forschungen zur Jungsteinzeit in Schleswig-Holstein“ einen Einblick in die aktuellen Forschungen des Teilprojektes C1. Neolithisierung, Monumentalisierung der Landschaft durch Grabenwerke und Großsteingräber, demographischer Wandel, veränderte Siedlungsweisen, rituelle Praxen und Ideologien werden als tiefgreifende Transformationsprozesse diskutiert, die die Jungsteinzeit in der nordmitteleuropäischen Tiefebene zwischen 4100 und 1800 v.u.Z.


07.03.2017

International Open Workshop 2017
Socio-Environmental Dynamics Over the Last 12,000 Years: The Creation of Landscapes V

International Open Workshop 2017

Vom 20. – 24. März 2017 findet in Kiel der 5. Internationale Workshop der Graduiertenschule Human Development in Landscapes statt. WissenschaftlerInnen aus Geistes- und Naturwissenschaften diskutieren die Entwicklung menschlicher Gesellschaften im Spannungsfeld der Wechselwirkung von physischen und sozialen Landschaften. Auf Einladung des SFB 1266 vertiefen zusätzliche Keynote Speaker die SFB-relevanten Themen.
zur Workshop-Seite


28.02.2017

5000 Jahre vor der Errichtung des Oldenburger Walls: Jan Piet Brozio informiert zu aktuellen Forschungsergebnissen zum Neolithikum im Oldenburger Graben

Jan Piet Brozio & Torsten Ewers

Eingeladen von der„Stiftung Oldenburger Wall e.V.“ hielt Archäologe Dr. Jan Piet Brozio (Teilprojekt C1) am 23.02.2017 im Wallmuseum Odenburg einen Vortrag mit dem Titel „Spätmesolithische und Neolithische Transformationen in der nordmitteleuropäischen Tiefebene“ und informierte über die Rolle des Oldenburger Grabens in aktuellen Forschungen des SFB 1266.

Die Region zeichnet sich durch eine für Schleswig-Holstein herausragende Dichte steinzeitlicher Fundstellen aus, die vornehmlich in den Zeitraum des Mesolithikums und Neolithikums einzuordnen sind. Intensive archäologische Feldforschungen und paläoökologische Analysen der letzten sieben Jahre machen den Oldenburger Graben und seine Umgebung zu den am intensivsten untersuchten jungsteinzeitlichen Regionen in Norddeutschland. Rund 80 Interessierte, darunter Martin Voigt, Bürgermeister von Oldenburg i.H., verfolgten Brozios Ausführungen über neue Ergebnisse zur Siedlungs- und Landschaftsarchäologie 5000 Jahre vor der Errichtung des Oldenburger Walls. 

Foto: Jan Piet Brozio und Torsten Ewers, Leiter der Stiftung Oldenburger Wall e.V.


25.02.2017

Teilprojekte A2 und Z2 auf dem 6. Tag der Geodateninfrastruktur Schleswig-Holstein (GDI-SH)

Wolfgang Hamer, Yannic Kropp & Dr. Daniel Knitter

Am 23. Februar fand der 6. Tag der Geoinfrastruktur Schleswig-Holstein „GDI-SH – auf Kurs! Schon an Board?“ zur Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten von Geobasisdaten und Geofachdaten in Kiel statt. Daniel Knitter und Wolfgang Hamer, beide Teilprojekt A2 „Integratives Modellieren“, sowie Yannic Kropp vom Teilprojekt Z2 „Landscape Archaeology Geoportal ‚LandMan‘“ präsentierten dem Fachpublikum Forschungsansätze und Konzepte des SFB 1266 zur Erhebung, Inventarisierung und Verarbeitung geoinformatischer Daten. 

Für das Management von Forschungsdaten und Modellierungsprozesse zur Analyse prähistorischer sozio-ökonomischer Transformationsprozesse im schleswig-holsteinischen Raum ist die Bereitstellung unterschiedlicher Dienstleistungen des GDI-SH essentiell. Die Wissenschaftler betonen die Bedeutung hochauflösender Geländedaten und Satellitenmodelle, thematischer Karten und Informationen zu archäologischen Kulturgütern als wichtige Bausteine für die aktive Forschungsarbeit beider Teilprojekte des SFB 1266.

Foto: A2 Z2 GDI, Wolfgang Hamer, Yannic Kropp, Dr. Daniel Knitter

Poster: PDF


10.02.2017

SBF 1266 Retreat: “Interlinking transformation!”

SBF 1266 Retreat: “Interlinking transformation!”

Vom 21.-22. Februar findet im Akademiezentrum Sankelmark der erste „kick-off“-Retreat des SFB 1266 statt. Hier stellen die Querschnittsgruppen ihre projekt- und clusterübergreifenden Arbeitsthemen dem gesamten SFB vor und haben die Möglichkeit, ihre Fragestellungen und Forschungsansätze zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Mit Gastvorträgen und als „externe Experten“ bringen eingeladene nationale und internationale Wissenschafterinnen und Wissenschaftler wichtige Impulse für den inhaltlichen Diskurs. 

Link zur Veranstaltung: SFB 1266 Retreat: “Interlinking transformation!”

Programm: PDF         Fotos


13.01.2017

Beteiligung des SFB 1266 bei der Neukonzeptionierung der Dauerausstellung im Archäologischen Landesmuseum Schloss Gottorf

Neukonzeptionierung der Dauerausstellung im Archäologischen Landesmuseum Schloss Gottorf

Im Rahmen der Modernisierungen und des geplanten Anbaues am Ostflügel des Schloss Gottorf sieht der Masterplan „Gottorf 2025“ auch eine Neukonzeptionierung der archäologischen Dauerausstellung vor. Für die Abteilung der steinzeitlichen Epochen kooperiert das Archäologische Landesmuseum mit Forscherinnen und Forschern des SFB 1266. An wissenschaftlichen Inhalten und ihrer Präsentation sind die Teilprojekte B1, B2, C1, F2 und F3 beteiligt.

Mehr zum Masterplan „Gottorf 2015“: www.masterplan-gottorf.de

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